Ich erfülle mir einen Traum

Liebe Freunde, Bekannte, Ökokistenkunden (und da sind natürlich auch alle Frauen gemeint:). Nach meiner DDR Vergangenheit mit den eingeschränkten Reisemöglichkeiten ist nun auch für mich die Zeit gekommen, die Erde zu entdecken.

Armin, meinen Mann, habe ich zu einem Zeitpunkt kennengelernt, als ich gerade für länger in die Welt reisen wollte. Ich habe mich damals für unsere gemeinsame Zukunft entschieden.

Was folgte wissen viele schon: Drei weitere Kinder und der Aufbau eines Demeterhofs aus den "Ruinen".

Ich habe dafür all meine Tatkraft, meinen Ideenreichtum, meine Lebensfreude, meine Begeisterung, meine Finanzen und natürlich all meine Liebe gegeben. Und vorläufig meine Reisefreude hintenan gestellt, denn es waren immer andere Dinge wichtiger.

Jetzt sind die Kinder aus dem Haus (und auf Reisen) und mein Betriebsteil Ökokiste ist mit langjährigen, verantwortungsvollen Mitarbeitern bestückt, die mir den Mut und das Vertrauen geben, dass sie den Betrieb in meinem Sinne weiterführen werden.

Armin begleitet mich innerlich mit seinem Segen für meinen Herzenswunsch.

Die erwachsenen Kinder finden es cool und werden mich je nach Möglichkeit sogar ein Stück begleiten. Finanziell unterstützt das Vorhaben mein Vater, der vorletztes Jahr gestorben ist.

Ich werde zuerst Kraftplätze Indiens besuchen und dann weiter nach Nepal und Thailand und ... reisen. Mich interessieren die Weisheiten der alten Kulturen, Kraftplätze, aber auch der ganz große Kraftplatz, Natur mit Meer und Bergen und Bäumen und Blumen und Menschen, die nach innerer Ruhe und Liebe suchen.

Und auch ich freue mich auf eine Zeit der Ruhe und Zeit nur für mich. Von dort werde ich meine guten Energien nach Hause schicken und hoffentlich viel Kraft und neue Ideen mitbringen. Schon im Vorfeld danke ich allen, die mir diese Auszeit möglich machen und bin im Herzen sicher oft hier.

Ende Januar fliege ich los, meine Rückkehr ist noch unbestimmt, ich habe sozusagen den Luxus des "open end". Ich bin neben einer Portion Respekt vor meinen eigenen Mut, erwartungsfreudig und sehr offen für das, was mir entgegen kommt und mich leiten wird.

Allen die hierbleiben wünsche ich einen tollen Frühling und viel Freude beim "Folgen des eigenen Herzens", denn das mache ich auch gerade.

Eure Silke

Eine Weinlese im Weingut Cappucina

Ein ganz besonderes Erlebnis durfte ich dieses Jahr in Italien erleben.

Warum? Zu unserem 25 jährigen Jubiläum haben wir ein besonderes Geschenk für unsere Kunden geplant.

Dafür bin ich mit unserem Biogroßhändler Weiling und dessen Weinspezialisten nach Italien gereist.

Das Weingut Cappucina sollte unser Reiseziel sein. 27 ökobegeisterte Menschen aus ganz Deutschland hatten die Chance selber Wein zu ernten.

Der Name La Cappuccina geht auf eine kleine Kapelle aus dem 15. Jahrhundert zurück, die auf dem Anwesen der Familie Tessari steht.

Der winzige Glockenturm von La Cappuccina ist heute das Logo des Weinguts , das seit 1985 Bioweine erzeugt. Das wunderschöne Anwesen ist seit 1725 im Besitz der Familie Tessari. Ab 1980 wurde mit dem Weinbau begonnen.

 

 

Heute werden rund 26 Hektar Weinreben in nächster Umgebung des Weinguts nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Die Böden der Weinbauflächen liegen auf einem Untergrund von basalthaltigem, schwarzem Gestein, der den Bioweinen von La Cappuccina eine typische mineralische Note verleiht

Drei von vier Geschwistern teilen sich die anfallenden Aufgaben. Elena ist verantwortlich für Verkauf, Werbung, Messen und Verwaltung, Sisto ist mit Herz und Leidenschaft Weinbauer und Pietro verarbeitet die Trauben zu erstklassigen Bioweinen.

 

Für mich war es eine wunderbare Erfahrung die Leidenschaft der Tessari-Geschwister hautnah miterleben zu dürfen.

 

Es hat mir unglaublichen Spaß gemacht selbst Hand anzulegen und zu ernten. Dabei braucht man Geschick und Kondition.

Rote und weiße Trauben haben wir geerntet und diese wurden zu unserem eigenen Hauswein weiter verarbeitet.

 

Besondere Freude hatten wir auch bei den spannenden Erzählungen von den Weinbauern.

So konnten wir bis in den Weinkeller alles über richtig gute Bioweine erfahren.Und natürlich durften wir uns auch selber überzeugen.

 

Und dafür brauchte es nur eine erste Nase im Weinglas und einen ersten Schluck.

 

Dazu kam ein herrliches Buffett in der Sonne Italiens. Mehr benötigt es nicht, um sich wie im Paradies zu fühlen.

Zumal zur der Zeit in Deutschland eher trübes Wetter war.

Ich habe die Reise sehr genossen und freue mich, dass wir jetzt unseren eigenen Jubiläums- und Hauswein haben.

Auf den Weißwein müssen wir noch etwas warten, den Roten allerdings.....

Aber lasst euch überraschen:):):)

 

Hier noch ein schönes Video von dem Weingut Cappucina

 

 

Der kleinste, gemütlichste Weihnachtsmarkt

Das war er wohl, unser Nikolausmarkt am 2.12.2017! 

Wir hatten unseren Innenhof ganz weihnachtlich geschmückt mit Lichterketten, Kerzenschein und Feuerstellen zum Erwärmen.

 

Ab 16.00 Uhr konnten die Besucher kommen, um in unserem Hofladen ihre Bio-Weihnachtsgeschenke zu besorgen oder um dem Duft zu folgen und in den Innenbereich unseres Vierseithofs zu treten.

 

Natürlich roch es nach Rostern vom Biohof, die Brötchen dazu kamen direkt aus der Backstube frisch aus dem Holzofen.

 

Aber auch der Glühweingeruch darf nicht fehlen und wenn sich bei der winterlichen Luft die Hände um den warmen Becher schließen, dann wird es gemütlich und altvertraut.

Manch einer lässt sich den Langos schmecken, der mit Käse und saurer Sahne und Knoblauchöl zubereitet ist.

Im Hofinneren kann man sich mit Geschenken der anderen Art eindecken. Denn hier geht es um das kleine Feine. Bienenwachskerzen und Genähtes, Gestricktes, Schmuck und kulinarische Leckereien luden zum Verweilen ein.

 

 

Das größte Begängnis für die vielen Kinder, die sich auf den Hof tummelten, war allerdings unsere Backstube.

Hier hat man sie dann während des Glühweintrinkens auch eine ganze Weile nicht mehr gesehen, denn es gab viel zu tun in unserer Bäckerei. Selber Plätzchen backen ist für jeden, der es kennt, eine der schönsten vorweihnachtlichen Erinnerungen.

 

Der Duft der weihnachtlichen Gewürze und der einzigartige Geschmack. Auch meiner Oma ihr Rezept landete in gerollter Form unter den Kinderhänden und hier seht ihr einige Impressionen.

 

 

Nach der wärmenden Tätigkeit konnte man sich draußen noch einer oft vergessenen Weihnachtstradition erfreuen, das gemeinsame Singen.

 

 

 

 

Mit Gitarren und Geigenbegleitung sang alt und jung um das Lagerfeuer herum.

 

Wesensgemäße Tierhaltung beim Demetertreffen

Jeden dritten Samstag im Monat finden sich die Demeterbauern aus Sachsen zu einem Arbeitstreffen zusammen. Diesesmal stand das Thema "Wesensgemäße Tierhaltung" auf dem Programm.

 

 

Der Ort des Geschehens war der Bauernhof Steinert in Cunnersdorf in der Sächsischen Schweiz. Jasper Heilmann, Berater und Ronald Mikus, Geschäftsführer der Demeterarbeitsgemeinschaft Brandenburg und Sachsen waren anwesend und viele Betriebe aus Sachsen.

 

Die Wichtigkeit der Tierhaltung für einen gesunden Kreislauf des Bauernhofes ist uns bekannt, doch welche Eigenschaften die einzelnen Tiergruppen auf unseren Höfen versinnbildlichen, erforschten wir in Gruppenarbeit mit aufschlussreichen Erkenntnissen.

Bei Steinerts liegt das Hauptaugenmerk auf den Kühen. Quark, Joghurt, Frischkäse und Hartkäse wird hier aus der Milch hergestellt. Die Kühe strahlten im Stall eine Harmonie und Ruhe aus, dass man selber das Gefühl hatte, ganz in seiner Mitte anzukommen.

Bei der Kuh stehen alle Prozesse im Zeichen des Verdauens und so konnten wir sie in Gleichmütigkeit fressen sehen oder, in völliger Selbstvergessenheit liegend im Stroh, wiederkauend. Nur der Kälberstall war lebendiger und neugieriger.

 

Bernhard Steinert erklärte uns viel über die Zusammenhänge und Notwendigkeiten, die einen verarbeitenden Milchbetrieb beschäftigen und bei der wesensgemäßen Tierhaltung anfangen. Und das macht er vorbildlich! Nicht umsonst hat er die Sächsische Tierschutzmedaille verliehen bekommen.

Aber auch andere Tiergruppen beobachteten wir. Die Schweine gaben uns allen den Eindruck:

Hier fühlt man sich sauwohl und so im Heu verbuddelt und aneinandergekuschelt spürte man fast menschliche Verbundenheitsgefühle.

Anders die gackernden, lebendigen Hühner, die sich um ihre Futtersuche mit pickenden Schnäbeln kümmerten. Hier wirkten wir als Menschen eher störend, denn hier hat der Hahn was zu sagen und passt vorbildlich auf seine Frauenschar auf.

Es ist immer wieder inspirierend für uns Bauern und Bäuerinnen zusammen mit Gleichgesinnten an den verschiedenen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Themen zu arbeiten.

Es ist eine ganz besondere Verbundenheit und ein lehrreicher Weg, sich durch seine Demeterkollegen anspornen zu lassen, Freud und Leid miteinander zu teilen und zu wissen, dass man sich aufeinander verlassen kann.

 

 

Mit Bernhard und Eva verbindet uns eine 25 jährige Freundschaft. So hängten wir auch einen Tag Sächsische Schweiz hintenran und wanderten durchs Polenztal.

 

 

 

Übrigens unser Tipp:

Die Steinerts bieten Urlaub auf dem Bauernhof an:) Mittendrin im Hofgeschehen, köstlichste Demeterprodukte aus Käserei und hofeigener Bäckerei und unweit vom herrlichen Wander- und Klettergebiet der Sächsischen Schweiz.

Tel: 03597581649 

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