Treffen der Biobäuerinnen in Indien

Shilpa Kalweshwar treffe ich auf meiner Reise durch ein Land der Gegensätze. So viele Dinge hört man aus diesem Land und ich darf es jetzt selbst erleben. Neben Tempeln und anderen Sehenswürdigkeiten habe ich mir auch einen Ashram ansehen wollen.

Und so bin ich nach Penukonda zum Sri Kaleshwar Ashram gekommen. Ich treffe Menschen, die sich spirituell weiterentwickeln wollen und ich treffe eine Biobäuerin. Denn Shilpa, die Frau des 2012 verstorbenen Ashramgründers lässt ihr Herz für den Ökolandbau schlagen.

Sie möchte mir den Betrieb zeigen und bevor es auf den Acker geht, fahren wir noch schnell bei der Aktion "Woman for Woman" von der Charitable Trust des Ashram vorbei.

 

 

 

Es beeindruckt mich tief, denn seit Januar werden hier monatlich 1.000 schwangere oder stillende Mütter mit einem Beutel natürlicher Nahrungsergänzung und Datteln beschenkt.

Sie strahlen, Shilpa und ich auch. Ebenfalls vom Ashram ausgehend ist eine kostenlose Krankenstation eingerichtet.

 

Doch weiter geht es auf die Farm. Fast die gleiche Anzahl von Hektar und das Wasserproblem verbinden unsere Betriebe. Doch auch große Unterschiede werde ich erfahren. So steht die Handarbeit der Frauen hier als wichtige Tätigkeit für die Reinigung und Weiterverarbeitung der Produkte im Vordergrund. In Deutschland mit Mindestlohn unmöglich.

Ich habe großen Respekt vor den Frauen, die auf den Boden sitzend Körner per Hand aussortieren. Es scheint, als ob sie diese Arbeit gern machen und sind gleich bereit zu zeigen, wie der Reis gereinigt wird, Henna hergestellt wird und wie man hier mit zwei Steinplatten von Hand mahlt. Viele Produkte, die wir in Deutschland auf unserem Teller finden, werden noch so produziert. Dieses Bewusstsein schafft ehrlichen Respekt vor der Nahrung.

Shilpa schaut sich unsere Internetseite an und will viel wissen. Am liebsten alles. In 20 Jahren soll ihr Betrieb auch so aussehen. Viele Pläne hat sie von einem Ökorestaurant und kaltgepressetes Aromaöl, neben Mangos, Kokosnüssen, Reis, Linsen... was sie sowieso schon anbaut. Ihr Zuckerrohr und Kurkuma hat den Ruf, eines der besten in Indien zu sein. Sie möchte gern nach Deutschland kommen, um unseren Betrieb kennenzulernen und neben der Bodenbearbeitung auch noch mehr über die Milchproduktion, Bienenhaltung und Käse zu erfahren. Ok, dann fahren wir eben noch zum Biohof Mahlitzsch und zu Steinerts in die Sächsische Schweiz. Ich würde mich freuen, wenn sie kommt.
Denn ich habe hier viel gelernt und so können wir unser gegenseitiges Lernen für viele nutzbar machen.