Demeter Anbau in Nepal - "Nepali Gardens"

Das Angebot in Nepal einen Demeterhof besuchen zu dürfen, hat meine eigentlichen Reisepläne in wenigen Minuten komplett verändert. Peter Effenberger lebt seit 20 Jahren als Demeterbauer hier in Nepal und bei unserem Erstkontakt erfolgte spontan die Einladung. Er fuhr an diesem Morgen mit einem dänischen Gewürzhändler zu seiner Farm und einer Bauernkooperative.

Das bedeutete 4 Stunden mit dem Motorrad für 95km. Ja, der Straßenverkehr hier in Nepal ist besonders. Das staubige Kathmandu verlassen dauert ewig. Doch irgendwann wird die Fahrt immer am Fluss entlang ein Flug. Noch 20 Minuten zu Fuß über Pfade, durch Felder und Bananen Plantage. Doch dann sind wir da.

 

Ein blumengesäumtes Eingangstor lässt uns ein in eine kleine Oase. Es ist ganz anders wie in Deutschland und doch spüre ich etwas Vertrautes. Peter zeigt uns Moringabäume und Maulbeeren, Tulsipflanzen, Amla und viele aryuvedische Kräuter.

 

Es grünt und viele Jungpflanzen sprießen in Mulch. Rinder, Präparatefass, Komposttee und Fladenpräparat schaffen das Vertraute und die friedvolle Energie an dem Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist alles sehr einfach hier, man merkt, wie auch auf der ganzen Reise, mit wie wenig man auskommen kann und was wir in Deutschland im Gegenzug manchmal alles zu brauchen scheinen. Die nepalesischen Landwirte kochen heute für uns Dal Bhat, der nepalesische Leckerbissen! Es gibt Tee mit frischen Kräutern. Am Abend erzählt mir Peter mehr vom Leben in Nepal, von den Problemen des Landes, von den Menschen und vom buddhistischen Weg.

 

 

Am anderen Morgen weckt mich der rote Sonnenball und ich freue mich auf den Tag, heute werden wir die ganze Farm sehen und im angrenzenden Fluss baden. Und so verbinden wir das Nützliche mit dem Genuss. Die Biodiversität, die Förderung der Menschen in Nepal und Präparatearbeit sind immer wieder Themen bei unserem Rundgang. Der nächste Tag wird wieder mit einer Motorradfahrt beginnen. Manchmal gleichen die Straßen einer Cross Strecke.

Wir fahren nach Shaktikhor in Chitwan, wo die Initiative Oneworld eine Kooperative von 250 Kleinbauern fördert, die hier geschult werden und auf insgesamt 500 Hektar in den Gebirgshängen ökologisch anbauen. Hier werde ich wieder mit dem Leben der Bauern in den Bergen konfrontiert oder besser gesagt mit dem Überleben. Das Vermitteln von Wissen ist die Chance für die Nepali und hier leistet Peter mit geförderten Projekten Pionierarbeit. Denn die Bauern werden geschult für den Ökolandbau und die bessere Ausnutzung ihrer Flächen, die Kinder können in die Schule gehen.

Bei all den Themen, möchte man am liebsten an jeder Ecke helfen. Doch was hilft zur Zeit am meisten? Die Bauern brauchen ein Einkommen und würden gern mehr anbauen, was sie zu fairen Preisen verkauft bekommen.

Ich wage gern, zu behaupten, Nepali Gardens Produkte tragen die beste Energie des Landes in sich. In der Hauptsache werden Moringa, Tulsi und Zimtbasilikum angebaut. Und die haben es in sich. Superfrucht ist in aller Munde, hier wächst sie und im Zeitalter der Globalisierung können wir die Sonne und Kraft des Himalaya auch in Deutschland genießen.

Noch sind die Produkte bei unseren Biogroßhändlern wenig gelistet, aber ich werde sie gleich einmal fragen.  Ich würde mich freuen, wenn ich von meiner Reise durch Nepal nicht nur die Erinnerung an die wunderschöne Annapurna Kette bei Sonnenaufgang mitbringen könnte, sondern auch die Tees mit so klangvollen Namen wie "Spirit of Yoga", "Lamas Kraftquelle" oder "Moringa Power" sowie die weltweit einzigsten Demeter-Räucherstäbchen.

Ich wünsche mir, so auch unseren Kunden die Gelegenheit zu geben, an der Initiative aktiv mitwirken zu können.

Danke Peter, für diese einmalige Chance Nepal mit dem Motorrad auf Ökopfaden zu erkunden und für deine tolle Arbeit für die Menschen in diesem Land und die Förderung der Biodiversität in Nepal.