Ökokisten-Inforeise Teil 1: Sonett

Immer wieder gern schauen wir bei unseren Erzeugern und Herstellern auch mal selbst vorbei und überzeugen uns von deren Tun. So war es mir eine große Freude, im April an einer ganz besonderen Inforeise teilnehmen zu können: der Verband Ökokiste hatte für seine Mitglieder eine Fahrt zu ganz verschiedenen Bio-Produktionsbetrieben im süddeutschen Raum organisiert.

Bei allen besuchten Unternehmen war eines gemeinsam, dass sie schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind und somit zu den Urgesteinen der Branche gehören.

Begeistert und voll mit Eindrücken kehrte ich zurück: überall tolle Leute, die BIO wirklich LEBEN und diese Überzeugung mit Herzblut, Engagement und einem Bewusstsein fürs Ganze, die Zusammenhänge in der Natur und zwischen uns Menschen in ihrer täglichen Arbeit umsetzen.

Gern möchte ich mein Erlebtes mit Ihnen teilen und werde in Blogartikeln hin und wieder von dieser Reise und den verschiedenen Betrieben berichten. Beginnen möchte ich mit der Firma Sonett, die mich ganz besonders begeistert hat.

1977 gegründet, ist Sonett einer der ersten Hersteller ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel.

 

Die Verantwortung für die Gesundheit des Wassers und der ganzen Natur ist für Sonett „nicht Strategie, sondern Überzeugung und Identifikationsmotiv.“

Durch leicht und vollständig abbaubare Rohstoffe, wie rein pflanzliche Seifen, Zuckertenside und Mineralien wie Soda und Silikate, wird das Wasser in seiner Reinigungskraft unterstützt und gleichzeitig eine rasche Rückführung und Wiedereingliederung in den Naturkreislauf gefördert. Das zeigt dieser Film

Eine Besonderheit bei Sonett ist der biodynamische Ansatz: so werden zum Beispiel die Produkte mit einem durch ein spezielles Verfahren rhythmisierten balsamischen Waschmittelzusatz aufgewertet, um die Renaturierung des gebrauchten Wassers zu unterstützen.

 

 

Den dafür eigens konstruierten Wälzkörper, ein so genanntes Oloid, durften wir selbst in Augenschein nehmen und bewegen.

 

Neben der ökologischen Produktion ist „die soziale Ausrichtung auf allen Ebenen ein Zentralanliegen von Sonett“ und das spürt man: Mitarbeiter aus verschiedensten Kulturen und mit unterschiedlichster Vergangenheit oder auch Fähigkeit arbeiten in einer Harmonie zusammen, die beeindruckt.

 

Neue Inspirationen von der Käsereise

Anfang April durften wir, Nicole und Franziska bei schönstem Wetter, auf Einladung unseres Großhändlers Weiling und der Initiative „BIO vom BERG“, über Bayern nach Tirol in Österreich reisen.

Unsere neu entdeckten Käsesorten möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. In unserem Onlineshop finden Sie diese unter der Rubrik „Angebot Käsereise“ oder als fertige Käsetüte unter „aktuelle Ökokisten“.

Selbstverständlich dürfen Sie diese Sorten ab nächsten Dienstag auch in unserem Hofladen verkostet werden.

Wir fuhren zum Anderlbauer in Frasdorf im Chiemgau: Hans Huber, dessen Hof seit 1665 im Familienbesitz ist, führte den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb zur feinen ausgezeichneten Hofkäserei mit angeschlossenem Hofladen. Die Herde mit einst 42 Milchschafen umfasst heute 170 Tiere. Aus ihrer sowie zugekaufter Milch entstehen in bester Handarbeit die weit über die Regionen hinaus beliebten Bio-Käsespezialitäten – nach althergebrachter Tradition und ohne jegliche Zusätze.

 

 

 

 

Seit 1989 ist die Anderlbauer Hofkäserei Mitglied im Bioland-Verband und arbeite nach deren strengen Kriterien.

Als besonders Schmankerl bei der Käsesverkostung überzeugte uns der Urbayrischer Mostkäse, ein gut gereifter Schafskäse.


Auch sehr interessant war der Besuch bei der Käserei Plangger in Niederndorf / Tirol. Hier reift der Käse in einem extra dafür angelegten Felsenkeller, in natürlicher Umgebung bei immer konstanten 8 Grad. Die Größe des Felsenkellers war sehr beeindruckend.

Seit 1956 stellt Familie Plangger Käse her, heute natürlich ausschließlich aus silofreier Bioheu-Milch. Mit 20 Angestellten werden aus 9 Millionen Litern Milch 1.000 Tonnen Käse hergestellt.

Wir durften die Käsepflege am Tiroler Rässkäse mit Steinsalzkruste übernehmen und vielleicht ist es genau dieser Laib welchen wir nächste Woche bei uns auf dem Guidohof für Sie aufschneiden. Beim Bio-Rässkäse werden erlesene Bergkräuter, Kristallsalz und spezielle Mineralien verwendet, wodurch er seinen aromatischen, unverwechselbaren Geschmack erhält.

 

 

 

 

 

Ganz urig war es bei der SENNEREI HATZENSTÄDT am NIEDERNDORFERBERG. Als klassische Tiroler Kleinsennerei erzeugen sie Emmentaler und Bergkäse in höchster Qualität. Bestes Quellwasser, biologisch erzeugte Vorzugsmilch (silofrei), Naturkälberlab und Salz, das sind die Zutaten, welche sie verwenden.

Heinz Gstir ist Bio-Bauer und Obmann der Marke „BIO vom BERG.

Seit 1937 wird in der Sennerei Hatzenstädt gekäst - bis heute hat sich nicht viel verändert. Jeden Tag in der Früh und am Abend wird die Milch, der Grossteil mit Seilbahnen, direkt zur Sennerei am Niederndorferberg gebracht. Damit ist die Grundlage für bestes Käsehandwerk gewährleistet - durch schonende Verarbeitung und viel Zeit für die Reifung wird nach strenger Qualitätskontrolle daraus der echte Hatzenstädter. Wir haben für sie einen mindestens 5 Monate gereiften und zum Weltmeister gekürten Tiroler Emmentaler mitgebracht.

 

 

 

Den letzten Halt machten wir bei Sebastian Danzl und seiner Bio-Sennerei in Schwendt/Tirol. Sein Motto ist: Biologisch hochwertige Milch aus einer umweltbewussten Landwirtschaft, das schmeckt man einfach. Nur so können Sebastian Danzl und seinen 5 Mitarbeitern garantieren, das die jährlich verarbeiteten 1,5 Millionen Liter Milch den Qualitätsvorstellungen entsprechen, die zur Produktion von Hart- und Schittkäse notwendig sind.

Wir hatten das Glück, den Käsemeistern bei der Herstellung über die Schultern schauen zu können. Aus diesen Blockformen kennen wir schon den Tiroler Almschnittlauchkäse. Wussten Sie schon? Der Schnittlauch wir einmal im Jahr von der Alm geholt und danach in diesem wundervollen Käse verarbeitet.

Natürlich durften wir wieder Käse probieren und haben uns für den geschmeidig & vollmundigen Tiroler-Weinberger Schnittkäse entschieden. Dieser wird nach Schweizer Art in der Bergkäseform hergestellt. Er wird ca. 2 Monate mit Rotweingeleger geschmiert und erhält dadurch seinen ausgeprägten Charakter.

Unsere Robuschka in neuem Gewand

Letztes Jahr ließen wir uns auf ein spannendes Projekt ein. Als Richard Friedrich, der Gründer von ‚Direkt vom Feld‘ uns auf dem Guidohof besuchte, war er begeistert von dem
Geschmack und der Farbe unserer Roten Beete Robuschka. Er sah schon den eingefärbten, purpur-leuchtenden Kartoffelbrei und den nach Rote Beete-schmeckenden Reis vor sich.
Zunächst wurde mit einer kleinen Testmengegestartet. Die Qualität ist einmalig geworden und überzeugte sofort!


Nach der Ernte der Roten Beete im Oktober wurde diese schonend im Vakuum getrocknet. Damit blieb der Geschmack Rübe voll erhalten. Heraus kam ein leuchtend violettes Pulver, fruchtig süß und einfach lecker.
Besonders gut schmeckt es im morgendlichen Müsli, an Suppen, Salatdressings und in Desserts. Ausprobieren lohnt sich!

 

 

 

„Absolut einmalig ist, dass die Rote Beete überhaupt nicht nach Erde schmeckt, sondern fruchtig und süß. Aus so einer genialen Rohware muss einfach ein tolles Produkt entstehen.
Riesen Lob an das Team vom Guidohof!“
[Richard Friedrich]

 

 

 

Gewürze sind ein großes Thema, wenn es um das gesunde Kochen geht. Das Team von Direkt vom Feld aus Flöha hat sich dieser Thematik auf die Spuren gemacht.Zusammen reisen sie durch die Welt und besuchen lokale Kleinbauern vor Ort.

Die Bio-Gewürze werden von Hand in Flöha abgefüllt und über ihren Onlineshop angeboten.

Transparenz, hohe Qualität und vor allem die Freude am gesunden Kochen, stehen dabei klar im Vordergrund.


Jetzt auch zum Ausprobieren bei uns im Shop und mit der nächsten Ökokiste auch in deiner Küche:


Schwarzer Urwaldpfeffer aus Wayanad, Indien: Gewachsen in Mischkulturen entfaltet sich ein besonders zitronig-schokoladiges
Aroma beim Zermahlen dieses Pfeffers.

- Paprika ‚Tap de Corti‘: leuchtend roter Paprika, mit einer ganz besonderen Süße direkt aus Mallorca.


Baskischer Chili, in Frankreich auch bekannt als Piment d’Espelette: ein wärmender Chili, mit einer unvergesslichen süßen und fruchtigen Note.

Sie finden diese herrlichen Gewürze jetzt neu bei uns im Online-Shop.

 

 

... aus der Kinderstube unserer Kulturen

Es ist Ende März und der Frühling lässt immer noch auf sich warten. Zwar können wir auf dem Acker noch nicht arbeiten, da der frisch aufgetaute Boden zu nass ist, um ihn bearbeiten zu können. Aber in den Gewächshäusern ist mittlerweise Einiges los.

 

 

Doro, Lehrling der Freien Ausbildung im 2. Lehrjahr, liebt das Vereinzeln von kleinen Jungpflanzen. Sie genießt die Ruhe und das konzentrierte Arbeiten. Ihr geliebtes Werkzeug dafür ist der hölzerne Pikierstab. Wenn der mal weg ist, gibt´s Ärger! ;-)

 

 

Hier ist sie mit Heidi dabei, kleine Basilikum-Winzlinge zu pikieren. Heidi arbeitet sonst im Landwirtschaftsbüro und in der Kundenkommunikation der Ökokiste. Heute hilft Sie aus, da im Landwirtschaftsteam so viele Leute krankheitsbedingt ausgefallen sind. Für uns eine gute Hilfe und für Heidi eine schöne Abwechslung!

 

 

 

Im kleinen Anzuchtsgewächshaus stehen die Pflanzen, welche am meisten Wärme brauchen. Das sind neben den Tomaten vor allem Paprika, Chili und Basilikum. Auf diesem Bild sind besonders hübsche Ruthje-Exemplare zu sehen, die mit ihren kleinen Härchen ganz kuschelig aussehen.

 

Im neu eingerichteten zweiten, beheizten Anzucht-Gewächshaus stehen nun neun selbstgebaute riesige Tische voll mit all den anderen Jungpflanzen: Brokkoli, Mangold, Salate, Kohlrabi, Petersilie, Koriander und und und... Unser lieber Gärtner Gerd pflegt die Pflanzen mit Herz und Seele!

 

In unserem großen Glasgewächshaus wachsen Radieschen und Spinat, die schon vor einiger Zeit ausgesät wurden. Die Vlies-Bahnen schützten die Jungpflanzen vor der starken Kälte. Nun wird es wärmer und die Reihen sprießen, so müssen wir auch schon langsam die Vogelmiere in Schach halten...