Was im Juni auf dem Guidohof los war ...

Der Juni schenkte uns den langersehnten Regen, so dass wir nach einer langen Durststrecke endlich wieder beschwingt pflanzen konnten. In den guten feuchten Tagen haben wir beispielsweise Brokkoli, Kohlrabi und Grünkohl in die Erde bringen können. Eine Person fährt den Traktor mit dem Pflanzstuhl. Auf diesem sitzen zwei Personen, die die Jungpflanzen über die Pflanzscheibe im Boden platzieren.

Unsere Mitarbeiterin Mandy kümmert sich vor allem um die Gewächshäuser und setzt Brennnessel- und Schachtelhalmjauchen an, um Tomaten, Gurken und Paprika zu schützen und zu stärken. Hier ist sie gut gelaunt mit Basilikumpflanzen im Topf unterwegs und stellt sie für die Kunden bereit.

Dank der guten Pflege von Mandy hatten wir eine erfolgreiche Gurkenernte. Sie wuchsen so üppig, dass unseren fleißigen Helferinnen halb kriechen und krauchen mussten, um es durch das Gewächshaus zu schaffen. Hier zu sehen sind die Praktikantinnen Chiaki und Jitka bei der Erneuerung der Holzwege im Gurkenhaus. Diese schützen den Boden vor Verdichtungen.

Hier sitzt Lisa (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Anzuchtsgewächshaus und pikiert Fenchel. Das heißt, sie vereinzelt junge Fenchelkeimlinge, damit sie mit genügend Platz weiter wachsen können, bevor sie mit dem Pflanzstuhl im Freiland gesetzt werden können.

 

Apropos Freiland: Aktuell sehen unsere Freilandkulturen super aus. Unser Gärtnermeister Gerd hackt regelmäßig all die Beete, damit das Unkraut in Schach gehalten wird und die Hauptkultur sich gut entwickeln kann. Hier sind die Zwiebelreihen zu sehen, in denen fast das gesamte Landwirtschaftsteam zahlreiche Stunden gejätet hat. Das hat sich gelohnt.

In unserem Online-Shop finden Sie immer aktuell unsere frisch geernteten Artikel.

 

Ökokisten-Inforeise Teil 1: Sonett

Immer wieder gern schauen wir bei unseren Erzeugern und Herstellern auch mal selbst vorbei und überzeugen uns von deren Tun. So war es mir eine große Freude, im April an einer ganz besonderen Inforeise teilnehmen zu können: der Verband Ökokiste hatte für seine Mitglieder eine Fahrt zu ganz verschiedenen Bio-Produktionsbetrieben im süddeutschen Raum organisiert.

Bei allen besuchten Unternehmen war eines gemeinsam, dass sie schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind und somit zu den Urgesteinen der Branche gehören.

Begeistert und voll mit Eindrücken kehrte ich zurück: überall tolle Leute, die BIO wirklich LEBEN und diese Überzeugung mit Herzblut, Engagement und einem Bewusstsein fürs Ganze, die Zusammenhänge in der Natur und zwischen uns Menschen in ihrer täglichen Arbeit umsetzen.

Gern möchte ich mein Erlebtes mit Ihnen teilen und werde in Blogartikeln hin und wieder von dieser Reise und den verschiedenen Betrieben berichten. Beginnen möchte ich mit der Firma Sonett, die mich ganz besonders begeistert hat.

1977 gegründet, ist Sonett einer der ersten Hersteller ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel.

 

Die Verantwortung für die Gesundheit des Wassers und der ganzen Natur ist für Sonett „nicht Strategie, sondern Überzeugung und Identifikationsmotiv.“

Durch leicht und vollständig abbaubare Rohstoffe, wie rein pflanzliche Seifen, Zuckertenside und Mineralien wie Soda und Silikate, wird das Wasser in seiner Reinigungskraft unterstützt und gleichzeitig eine rasche Rückführung und Wiedereingliederung in den Naturkreislauf gefördert. Das zeigt dieser Film

Eine Besonderheit bei Sonett ist der biodynamische Ansatz: so werden zum Beispiel die Produkte mit einem durch ein spezielles Verfahren rhythmisierten balsamischen Waschmittelzusatz aufgewertet, um die Renaturierung des gebrauchten Wassers zu unterstützen.

 

 

Den dafür eigens konstruierten Wälzkörper, ein so genanntes Oloid, durften wir selbst in Augenschein nehmen und bewegen.

 

Neben der ökologischen Produktion ist „die soziale Ausrichtung auf allen Ebenen ein Zentralanliegen von Sonett“ und das spürt man: Mitarbeiter aus verschiedensten Kulturen und mit unterschiedlichster Vergangenheit oder auch Fähigkeit arbeiten in einer Harmonie zusammen, die beeindruckt.

 

Permakultur, Yoga und Meditation in Bali

Prana Veda Bali, ein Retreat im Norden der Insel, soll ein ganz besonderer Ort auf meiner Reise durch die asiatische Welt werden. Hier verbindet sich für mich meine Freude an der Arbeit mit Mutter Erde und den Pflanzen und die Suche nach mir selbst.

Denn eigentlich kam ich an diesen paradiesischen Ort von Renate, weil ich mir eine Heil- und Energiewoche auf meiner Low-Budget-Reise durch Asien als eigenes Geburtstagsgeschenk leistete.

 

 

 

 

 

 

 

Doch nun bin ich schon die vierte Woche hier, denn ein wunderschöner Garten und der Gärtner Ary warteten auf mich.

So kommt es, dass ich meine Erfahrungen nach 25 Jahren Aufbau unseres Demeterhofs und besonders der Jungpflanzenanzucht mit den Erkenntnissen aus einem Land der Wärme ohne Jahreszeiten mischen darf.

Auch Schädlinge sind ein großes Thema und nicht jede deutsche Supermethode gelingt auch in Bali.

Um meine und Arys Kenntnisse zu erweitern, fahren wir Richtung Ubud zu Bali Organic Corner mit dem Permaculturfarmer Fredy.

 

 

 

 

 

 

 

Hier können wir aus der Fülle von neuen Ideen, fremdartigen Gemüsesorten und Biosaatgut wählen.

Ary und ich freuen uns über die tolle Erfahrung und schon am nächsten Tag säen wir neue Gemüsesorten aus und setzen einen Pflanzenauszug  von den Blättern des Neembaum an.

 

 

 

 

Unsere Verständigung gelingt uns wunderbar mit Deutsch-Indonesischen-Translater und mit Händen und Füßen. Und es ist für uns beide und die Gäste ein Gewinn. 

Denn so genießt man in der liebevollen Umgebung von Prana Veda nicht nur Yoga, Meditation, Massage, Water Healing sondern auch die Ökoprodukte wie zum Beispiel Basilikum, Aubergine, Aloe Vera, Rucola, Spinat oder Koriander aus dem Garten.

Von Iluh wird alles liebevoll und ausgesprochen lecker zubereitet. Und wie es die Tradition in Bali mit sich bringt, wird der Garten und das gesamte Gelände auch regelmäßig gesegnet.

Ja, Danke sage auch ich für all das Schöne, was ich erfahren darf, für alles Wachstum und Gedeihen unserer guten Mutter Erde. Und wer einen Urlaub für die Seele in Bali plant, dem empfehle ich Prana Veda mit vollem Herzen, denn hier darf man sein und wird noch dazu verwöhnt. 

Renate: "Wir möchten Silke von Herzen danken, wir haben viel mit ihr gelernt und unser Garten blüht und gedeiht."

Unser neuer alter Ballen-Anhänger ist fertig!

Mehrere Wochen Arbeit waren nötig, bis unser Ballenanhänger wieder so glänzen konnte, wie auf diesem Bild.

 

Der Hänger, mit dem wir unsere Heu-, Stroh- und Silageballen transportieren, war über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen und brauchte dringend eine Komplett-Überholung.

 

 

Als erstes wurden die maroden Bretter runtergerissen und der ziemlich verbogene und etwas zu schwache Rahmen weggeschnitten. Eine extrem massive Rahmenkonstruktion wurde geschweißt – unkaputtbar! Als Oberfläche entschieden wir uns wieder für Holzbretter – allerdings in einer besseren Verarbeitung. Sie wurden maßgeschneidert und in den Rahmen eingeführt. Auf diesem Bild sieht man den Testversuch, bei dem alle Hölzer nach und nach ihren Platz fanden. Nachdem wir sahen, dass es klappt, nahmen wir alles wieder raus :-)

Nun strichen wir jedes Brett und die hölzernen Füllstückchen mit Leinöl ein. Dies war wohl der angenehmste und ruhigste Teil der Arbeit, da sonst Krach und Rostschutz-Düfte dominierten. Das Öl schützt übrigens besser als jeder Lack, da er tief in das Holz eindringt.

 

 

 

 

 

Es wurden Halterungen konzipiert und geschweißt, damit die Ballen während einer Fahrt stabil sitzen. Auch die Elektrik sowie die Hand- und die Luftdruckbremse brachten wir auf Vordermann. Und dann wurde alles geschrubbt, mit Rostschutz gestrichen und schließlich lackiert...

 

...in Enzianblau :-) Ende Mai nun ist das Meisterwerk fertig geworden. Tim, unser Chef in der Werkstatt, und Klaudia, Azubine im 4. Lehrjahr, haben dies alles bewältigt. Die ersten Silage-Ballen wurden auch schon geholt, und noch einige werden folgen in dieser Saison. Allzeit Gute Fahrt!