Unser treues Pferd Janik

Am 28.6.2018 ist unser treues Pferd Janik friedlich ins Totenreich gegangen. Wir haben sie mit 18 Jahren zur Einschulung von Luise mit großer Freude für die ganze Familie bei uns begrüßen dürfen.
Als ehemaliges Kremserpferd brachte sie viele Fähigkeiten mit.


Doch wir lernten uns und ihr viel dazu an Methoden von Pat Parelli und Monty Roberts. So konnte sie Dinge nur über leichte Berührungen, Zuruf oder Augenkontakt und sie war sooo ein schlaues Pferd.
Ihre Zeit ging im hohen Alter mit 38 Pferdejahren in Gnade zu Ende.

 

Danke dir, liebe Janik, für deinen Rücken, deine tolle Arbeit mit den Kindern, im Gewächshaus, auf dem Acker, am Pferdewagen und vorm Schlitten.

 

 

Überall hast du uns erfreut und wirst uns in guter Erinnerung bleiben.
 

Tina, die zweite Pferdeomi, durfte zu einem anderen Hof übersiedeln, wo es auch Altersgenossen gibt.

 

 

 

 

Back to the roots

Nach 27 Jahren hatte ich die Chance, meinen Wunsch aus DDR Zeiten zu verwirklichen, nämlich die weite Welt zu bereisen. Meine Mitarbeiter und mein Mann haben meinen Plan befürwortet und so hatte ich mir Südostasien ausgesucht, denn das reizte mich vorerst am meisten.

 

 

Indien war mein erstes Reiseziel und eine große Herausforderung als Frau allein. Aber ganz allein ist man als Individualtourist sowieso nie. Die ersten drei Wochen war ich mit Daniela Wolf in einer kleinen Gruppe unterwegs und suchten Kraftorte Südindiens auf, so zum Beispiel den heiligen Arunchala bei Tiruvannamalai, in Tirupati und in Auroville.

Sogar in einen Ashram, einem Meditationszentrum, durfte ich für einige Tage reinschnuppern. Die Geschichte von Shilpa, die als Frau eine Biofarm in Penukonda leitet, kennt ihr ja schon oder ihr schaut nochmal auf meinen Blog.

Weitere Reiseziele waren Nepal, Thailand und Bali und überall begegnete ich Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen - ob im Ökolandbau, Völkerverständigung, Müllreduzierung, Selbsterkenntniswege oder für die Bildung der Kinder. Von allem war etwas dabei und ich kam schnell in den Austausch.

In Nepal war es Peter Effenberger mit seinem Projekten rund um Nepali Garden, von denen ich auch schon in meinem Blog erzählte.

Natürlich sah ich dort auch die höchsten Berge der Welt und das herrliche Wetter beglückte mich, als ich mit meiner Tochter Luise mit dem Rucksack auf dem Rücken die Bergwelt bestaunte.

In Thailand traf ich meine Freundin Birgit und unsere erste Aktion war das Müllsammelprojekt auf Koh Mak, denn hier spült es täglich Unmengen von Plastik an und die traumhaften Strände werden zu Müllhalden.

Mit der Trash-Hero-Aktion leisteten wir einen kleinen Beitrag, der uns allen aber folgendes wieder mehr ins Bewusstsein rücken soll: Glas statt Plasikflasche und schön Tüten vermeiden - jeder kann etwas tun und es hilft!

Bali ist ein beliebtes Reiseziel für viele Menschen. Warum? Vielleicht ist es die große Dankbarkeit, die in diesem Volk präsent ist. Gelebte Dankbarkeit für das was ist!

Sie haben teilweise so wenig und wirken trotzdem glücklich. Diese Gabe strahlt aus und lockt viele Touristen an.

Mich hat es in den ruhigeren Norden gezogen und mit Mimpi Manis und Prana Veda habe ich zwei Plätze gefunden, die mich fast etwas heimatlich werden ließen.

Natürlich verzauberten mich die palmenumsäumten Strände und Swimmingpools und das Meer mit vorgelagerten Riffs zum Schnorcheln. Doch es war die Herzlichkeit von André aus Dresden und Jule und das offene Herz von Renate samt ihrem Yogalehrerstab, was das Zuhausegefühl ausmachte.

In Prana Veda konnte ich nach meinem Gastaufenthalt noch vier Wochen meine Arbeit einbringen und mit Ary im Garten werkeln.

 

Gesundes aryuvedisches Essen gehört wie Yoga, Massage, Meditation und AquaHealing hier genauso zum Tagesprogramm wie die vielen tiefsinnigen und fruchtbaren Gespräche über Gott und die Welt.

(Den Blog dazu kennt ihr schon.)

 

Nun bin ich wieder zu Hause und vieles hat sich geändert. Armin möchte gern andere Wege gehen und wir sind in einer Phase der Findung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse für unser Leben. Ich versuche mein Bestes, alles mit Liebe zu begleiten und unserem Hof die gewohnte Stabilität zu geben, mit all dem Mitgebrachten an Vertrauen und Kraft und vor allem mit der Demut davor, dass wir hier in Deutschland in der Fülle leben dürfen im Gegensatz zu den Verhältnissen zum Beispiel in Indien und Nepal.

Besonders wir Frauen haben hier das Recht der Freiheit auf Selbstbestimmung und mit unserer Liebe im Herzen können wir alle gemeinsam viel verändern. 

 

 

 

 

Nach dem Motto:

Auch in stürmischen Zeiten darf man nach vorne blicken

...denn dort geht die Sonne auf.

 

 

 

 

 

 

Was im Juni auf dem Guidohof los war ...

Der Juni schenkte uns den langersehnten Regen, so dass wir nach einer langen Durststrecke endlich wieder beschwingt pflanzen konnten. In den guten feuchten Tagen haben wir beispielsweise Brokkoli, Kohlrabi und Grünkohl in die Erde bringen können. Eine Person fährt den Traktor mit dem Pflanzstuhl. Auf diesem sitzen zwei Personen, die die Jungpflanzen über die Pflanzscheibe im Boden platzieren.

Unsere Mitarbeiterin Mandy kümmert sich vor allem um die Gewächshäuser und setzt Brennnessel- und Schachtelhalmjauchen an, um Tomaten, Gurken und Paprika zu schützen und zu stärken. Hier ist sie gut gelaunt mit Basilikumpflanzen im Topf unterwegs und stellt sie für die Kunden bereit.

Dank der guten Pflege von Mandy hatten wir eine erfolgreiche Gurkenernte. Sie wuchsen so üppig, dass unseren fleißigen Helferinnen halb kriechen und krauchen mussten, um es durch das Gewächshaus zu schaffen. Hier zu sehen sind die Praktikantinnen Chiaki und Jitka bei der Erneuerung der Holzwege im Gurkenhaus. Diese schützen den Boden vor Verdichtungen.

Hier sitzt Lisa (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Anzuchtsgewächshaus und pikiert Fenchel. Das heißt, sie vereinzelt junge Fenchelkeimlinge, damit sie mit genügend Platz weiter wachsen können, bevor sie mit dem Pflanzstuhl im Freiland gesetzt werden können.

 

Apropos Freiland: Aktuell sehen unsere Freilandkulturen super aus. Unser Gärtnermeister Gerd hackt regelmäßig all die Beete, damit das Unkraut in Schach gehalten wird und die Hauptkultur sich gut entwickeln kann. Hier sind die Zwiebelreihen zu sehen, in denen fast das gesamte Landwirtschaftsteam zahlreiche Stunden gejätet hat. Das hat sich gelohnt.

In unserem Online-Shop finden Sie immer aktuell unsere frisch geernteten Artikel.

 

Ökokisten-Inforeise Teil 1: Sonett

Immer wieder gern schauen wir bei unseren Erzeugern und Herstellern auch mal selbst vorbei und überzeugen uns von deren Tun. So war es mir eine große Freude, im April an einer ganz besonderen Inforeise teilnehmen zu können: der Verband Ökokiste hatte für seine Mitglieder eine Fahrt zu ganz verschiedenen Bio-Produktionsbetrieben im süddeutschen Raum organisiert.

Bei allen besuchten Unternehmen war eines gemeinsam, dass sie schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind und somit zu den Urgesteinen der Branche gehören.

Begeistert und voll mit Eindrücken kehrte ich zurück: überall tolle Leute, die BIO wirklich LEBEN und diese Überzeugung mit Herzblut, Engagement und einem Bewusstsein fürs Ganze, die Zusammenhänge in der Natur und zwischen uns Menschen in ihrer täglichen Arbeit umsetzen.

Gern möchte ich mein Erlebtes mit Ihnen teilen und werde in Blogartikeln hin und wieder von dieser Reise und den verschiedenen Betrieben berichten. Beginnen möchte ich mit der Firma Sonett, die mich ganz besonders begeistert hat.

1977 gegründet, ist Sonett einer der ersten Hersteller ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel.

 

Die Verantwortung für die Gesundheit des Wassers und der ganzen Natur ist für Sonett „nicht Strategie, sondern Überzeugung und Identifikationsmotiv.“

Durch leicht und vollständig abbaubare Rohstoffe, wie rein pflanzliche Seifen, Zuckertenside und Mineralien wie Soda und Silikate, wird das Wasser in seiner Reinigungskraft unterstützt und gleichzeitig eine rasche Rückführung und Wiedereingliederung in den Naturkreislauf gefördert. Das zeigt dieser Film

Eine Besonderheit bei Sonett ist der biodynamische Ansatz: so werden zum Beispiel die Produkte mit einem durch ein spezielles Verfahren rhythmisierten balsamischen Waschmittelzusatz aufgewertet, um die Renaturierung des gebrauchten Wassers zu unterstützen.

 

 

Den dafür eigens konstruierten Wälzkörper, ein so genanntes Oloid, durften wir selbst in Augenschein nehmen und bewegen.

 

Neben der ökologischen Produktion ist „die soziale Ausrichtung auf allen Ebenen ein Zentralanliegen von Sonett“ und das spürt man: Mitarbeiter aus verschiedensten Kulturen und mit unterschiedlichster Vergangenheit oder auch Fähigkeit arbeiten in einer Harmonie zusammen, die beeindruckt.