Permakultur, Yoga und Meditation in Bali

Prana Veda Bali, ein Retreat im Norden der Insel, soll ein ganz besonderer Ort auf meiner Reise durch die asiatische Welt werden. Hier verbindet sich für mich meine Freude an der Arbeit mit Mutter Erde und den Pflanzen und die Suche nach mir selbst.

Denn eigentlich kam ich an diesen paradiesischen Ort von Renate, weil ich mir eine Heil- und Energiewoche auf meiner Low-Budget-Reise durch Asien als eigenes Geburtstagsgeschenk leistete.

 

 

 

 

 

 

 

Doch nun bin ich schon die vierte Woche hier, denn ein wunderschöner Garten und der Gärtner Ary warteten auf mich.

So kommt es, dass ich meine Erfahrungen nach 25 Jahren Aufbau unseres Demeterhofs und besonders der Jungpflanzenanzucht mit den Erkenntnissen aus einem Land der Wärme ohne Jahreszeiten mischen darf.

Auch Schädlinge sind ein großes Thema und nicht jede deutsche Supermethode gelingt auch in Bali.

Um meine und Arys Kenntnisse zu erweitern, fahren wir Richtung Ubud zu Bali Organic Corner mit dem Permaculturfarmer Fredy.

 

 

 

 

 

 

 

Hier können wir aus der Fülle von neuen Ideen, fremdartigen Gemüsesorten und Biosaatgut wählen.

Ary und ich freuen uns über die tolle Erfahrung und schon am nächsten Tag säen wir neue Gemüsesorten aus und setzen einen Pflanzenauszug  von den Blättern des Neembaum an.

 

 

 

 

Unsere Verständigung gelingt uns wunderbar mit Deutsch-Indonesischen-Translater und mit Händen und Füßen. Und es ist für uns beide und die Gäste ein Gewinn. 

Denn so genießt man in der liebevollen Umgebung von Prana Veda nicht nur Yoga, Meditation, Massage, Water Healing sondern auch die Ökoprodukte wie zum Beispiel Basilikum, Aubergine, Aloe Vera, Rucola, Spinat oder Koriander aus dem Garten.

Von Iluh wird alles liebevoll und ausgesprochen lecker zubereitet. Und wie es die Tradition in Bali mit sich bringt, wird der Garten und das gesamte Gelände auch regelmäßig gesegnet.

Ja, Danke sage auch ich für all das Schöne, was ich erfahren darf, für alles Wachstum und Gedeihen unserer guten Mutter Erde. Und wer einen Urlaub für die Seele in Bali plant, dem empfehle ich Prana Veda mit vollem Herzen, denn hier darf man sein und wird noch dazu verwöhnt. 

Renate: "Wir möchten Silke von Herzen danken, wir haben viel mit ihr gelernt und unser Garten blüht und gedeiht."

Unsere Kräutervielfalt

Was auf diesem Bild wie unkontrollierter Wildwuchs aussieht, hat System! Auf unserem mehrjährigem Kräuterbeet wachsen zahlreiche Kräuter in trauter Eintracht mit diversen Beikräutern: Derzeit sind es Liebstöckel, Estragon, Ysop, Zitronenmelisse, Lavendel, Thymian, Oregano und und und....

Hier sieht es da schon etwas koordinierter aus...In unseren Gewächshäusern sind in der Regel die Randbeete den Kräutern vorbehalten. Da der Basilikum besonders wärmeliebend ist, ergattert er fast alle dieser Randbeete. Hier frisch gepflanzt neben dem Salat-Mix der großblättrige Basilikum.

Fast sämtliche Kräuter befinden sich den Rest des Jahres im Freiland. Der Dill ist noch in der Übergangsphase: Wahrend in unserem zweiten Anzuchtgewächshaus die beiden letzten Reihen jungen Dills heranreifen, wird in diesen Tagen auf den Außenbeeten der Dill mit Hilfe einer alten Sembdner-Maschine ausgesät.

Neben den Kräuterbunden bieten wir auch Kräuter im Topf an, die Sie dann auf ihrem Balkon oder in ihrem Garten weiter wachsen sehen können. Derzeit sind das Koriander, Petersilie, Thymian und Basilikum. Auch Zitronenmelisse steht in Kürze bereit. Das aktuelle Angebot finden Sie stets im Shop.

 

Immer mal wieder was Neues - so auch der Kräuter-Bereich des Guidohofes. Dieses Jahr werden Ringelblumen-Sträußchen erhältlich sein, die Teekräuterbunde werden mit Anis-Ysop bereichert und draußen wächst Schnittknoblauch heran, der spätestens ab Herbst entereif sein wird.

Die Dame, die sich federführend und mit viel Liebe um die Kräuter kümmert, ist unsere strahlende Klaudia. Sie befindet sich im letzten Jahr der "Freien Ausbildung" (Demeter) zur Gärtnerin und Landwirtin. Neben den Kräutern arbeitet die auf dem Hof vor allem mit den Kühen und zunehmend im Acker- und Futterbau.

 

Demeter Anbau in Nepal - "Nepali Gardens"

Das Angebot in Nepal einen Demeterhof besuchen zu dürfen, hat meine eigentlichen Reisepläne in wenigen Minuten komplett verändert. Peter Effenberger lebt seit 20 Jahren als Demeterbauer hier in Nepal und bei unserem Erstkontakt erfolgte spontan die Einladung. Er fuhr an diesem Morgen mit einem dänischen Gewürzhändler zu seiner Farm und einer Bauernkooperative.

Das bedeutete 4 Stunden mit dem Motorrad für 95km. Ja, der Straßenverkehr hier in Nepal ist besonders. Das staubige Kathmandu verlassen dauert ewig. Doch irgendwann wird die Fahrt immer am Fluss entlang ein Flug. Noch 20 Minuten zu Fuß über Pfade, durch Felder und Bananen Plantage. Doch dann sind wir da.

 

Ein blumengesäumtes Eingangstor lässt uns ein in eine kleine Oase. Es ist ganz anders wie in Deutschland und doch spüre ich etwas Vertrautes. Peter zeigt uns Moringabäume und Maulbeeren, Tulsipflanzen, Amla und viele aryuvedische Kräuter.

 

Es grünt und viele Jungpflanzen sprießen in Mulch. Rinder, Präparatefass, Komposttee und Fladenpräparat schaffen das Vertraute und die friedvolle Energie an dem Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist alles sehr einfach hier, man merkt, wie auch auf der ganzen Reise, mit wie wenig man auskommen kann und was wir in Deutschland im Gegenzug manchmal alles zu brauchen scheinen. Die nepalesischen Landwirte kochen heute für uns Dal Bhat, der nepalesische Leckerbissen! Es gibt Tee mit frischen Kräutern. Am Abend erzählt mir Peter mehr vom Leben in Nepal, von den Problemen des Landes, von den Menschen und vom buddhistischen Weg.

 

 

Am anderen Morgen weckt mich der rote Sonnenball und ich freue mich auf den Tag, heute werden wir die ganze Farm sehen und im angrenzenden Fluss baden. Und so verbinden wir das Nützliche mit dem Genuss. Die Biodiversität, die Förderung der Menschen in Nepal und Präparatearbeit sind immer wieder Themen bei unserem Rundgang. Der nächste Tag wird wieder mit einer Motorradfahrt beginnen. Manchmal gleichen die Straßen einer Cross Strecke.

Wir fahren nach Shaktikhor in Chitwan, wo die Initiative Oneworld eine Kooperative von 250 Kleinbauern fördert, die hier geschult werden und auf insgesamt 500 Hektar in den Gebirgshängen ökologisch anbauen. Hier werde ich wieder mit dem Leben der Bauern in den Bergen konfrontiert oder besser gesagt mit dem Überleben. Das Vermitteln von Wissen ist die Chance für die Nepali und hier leistet Peter mit geförderten Projekten Pionierarbeit. Denn die Bauern werden geschult für den Ökolandbau und die bessere Ausnutzung ihrer Flächen, die Kinder können in die Schule gehen.

Bei all den Themen, möchte man am liebsten an jeder Ecke helfen. Doch was hilft zur Zeit am meisten? Die Bauern brauchen ein Einkommen und würden gern mehr anbauen, was sie zu fairen Preisen verkauft bekommen.

Ich wage gern, zu behaupten, Nepali Gardens Produkte tragen die beste Energie des Landes in sich. In der Hauptsache werden Moringa, Tulsi und Zimtbasilikum angebaut. Und die haben es in sich. Superfrucht ist in aller Munde, hier wächst sie und im Zeitalter der Globalisierung können wir die Sonne und Kraft des Himalaya auch in Deutschland genießen.

Noch sind die Produkte bei unseren Biogroßhändlern wenig gelistet, aber ich werde sie gleich einmal fragen.  Ich würde mich freuen, wenn ich von meiner Reise durch Nepal nicht nur die Erinnerung an die wunderschöne Annapurna Kette bei Sonnenaufgang mitbringen könnte, sondern auch die Tees mit so klangvollen Namen wie "Spirit of Yoga", "Lamas Kraftquelle" oder "Moringa Power" sowie die weltweit einzigsten Demeter-Räucherstäbchen.

Ich wünsche mir, so auch unseren Kunden die Gelegenheit zu geben, an der Initiative aktiv mitwirken zu können.

Danke Peter, für diese einmalige Chance Nepal mit dem Motorrad auf Ökopfaden zu erkunden und für deine tolle Arbeit für die Menschen in diesem Land und die Förderung der Biodiversität in Nepal.

Treffen der Biobäuerinnen in Indien

Shilpa Kalweshwar treffe ich auf meiner Reise durch ein Land der Gegensätze. So viele Dinge hört man aus diesem Land und ich darf es jetzt selbst erleben. Neben Tempeln und anderen Sehenswürdigkeiten habe ich mir auch einen Ashram ansehen wollen.

Und so bin ich nach Penukonda zum Sri Kaleshwar Ashram gekommen. Ich treffe Menschen, die sich spirituell weiterentwickeln wollen und ich treffe eine Biobäuerin. Denn Shilpa, die Frau des 2012 verstorbenen Ashramgründers lässt ihr Herz für den Ökolandbau schlagen.

Sie möchte mir den Betrieb zeigen und bevor es auf den Acker geht, fahren wir noch schnell bei der Aktion "Woman for Woman" von der Charitable Trust des Ashram vorbei.

 

 

 

Es beeindruckt mich tief, denn seit Januar werden hier monatlich 1.000 schwangere oder stillende Mütter mit einem Beutel natürlicher Nahrungsergänzung und Datteln beschenkt.

Sie strahlen, Shilpa und ich auch. Ebenfalls vom Ashram ausgehend ist eine kostenlose Krankenstation eingerichtet.

 

Doch weiter geht es auf die Farm. Fast die gleiche Anzahl von Hektar und das Wasserproblem verbinden unsere Betriebe. Doch auch große Unterschiede werde ich erfahren. So steht die Handarbeit der Frauen hier als wichtige Tätigkeit für die Reinigung und Weiterverarbeitung der Produkte im Vordergrund. In Deutschland mit Mindestlohn unmöglich.

Ich habe großen Respekt vor den Frauen, die auf den Boden sitzend Körner per Hand aussortieren. Es scheint, als ob sie diese Arbeit gern machen und sind gleich bereit zu zeigen, wie der Reis gereinigt wird, Henna hergestellt wird und wie man hier mit zwei Steinplatten von Hand mahlt. Viele Produkte, die wir in Deutschland auf unserem Teller finden, werden noch so produziert. Dieses Bewusstsein schafft ehrlichen Respekt vor der Nahrung.

Shilpa schaut sich unsere Internetseite an und will viel wissen. Am liebsten alles. In 20 Jahren soll ihr Betrieb auch so aussehen. Viele Pläne hat sie von einem Ökorestaurant und kaltgepressetes Aromaöl, neben Mangos, Kokosnüssen, Reis, Linsen... was sie sowieso schon anbaut. Ihr Zuckerrohr und Kurkuma hat den Ruf, eines der besten in Indien zu sein. Sie möchte gern nach Deutschland kommen, um unseren Betrieb kennenzulernen und neben der Bodenbearbeitung auch noch mehr über die Milchproduktion, Bienenhaltung und Käse zu erfahren. Ok, dann fahren wir eben noch zum Biohof Mahlitzsch und zu Steinerts in die Sächsische Schweiz. Ich würde mich freuen, wenn sie kommt.
Denn ich habe hier viel gelernt und so können wir unser gegenseitiges Lernen für viele nutzbar machen.