Der kleine Lord ist zu uns gekommen

Hier steht er! Und weil seine Mutter unsere Kuh Lovis ist, haben wir über die gleichen Anfangsbuchstaben Lo nachgedacht. Ein schlauer Kopf kam dann auf: "Den kleinen Lord" und weil er auch genauso eine Wirkung auf uns hatte, war nun auch sein Name geboren.

 

 

Gestern hat er das Licht der Welt erblickt und liegt hier noch ganz geschafft im Stroh. Die Frage der ersten Stunde ist:

Wird das Kalb das Euter finden?

 

 

Nach unserer schmerzlichen Erfahrung mit Kato, die mit der Flasche großgezogen wurde und doch im Winter gestorben ist, war es für uns natürlich umso schöner als der kleine Lord am Euter saugte.

 

 

 

Seine Mama Lovis wurde vor etlichen Jahren ebenfalls mit der Flasche groß gezogen, doch jetzt hat sie schon viele Kälber geboren und ist sozusagen eine erfahrene Mutterkuh. Mit fürsorglichem...

...aber auch kritischem Blick beobachtet sie alles was um sie herum passiert.

 

 

Doch sie kennt Armin, Oskar und Klaudia schon gut und hat mit Menschen nur Gutes erfahren.

Sie lässt uns das Kälbchen streicheln und gemeinsam freuen wir uns an dem neuem Guidohof-Lebewesen.

Danke Lovis für dieses neue Leben.

Ökokistentreffen mit Auszeichnung

Wie in jedem Jahr im Oktober treffen sich die Ökokistenbetriebe aus Deutschland für drei Tage und bekommen in diesem Rahmen auch Ihre Ökokisten-Zertifikate ausgehändigt. Dieses Jahr lud uns Wolfgang Baumann auf seinen Hof in Oberzenn ein. Ich freute mich schon, denn ich wusste, dass wir bei der letzen Zertifizierung sehr gut abgeschnitten haben. Zwei Betrieb von 37 erhielten die höchste Auszeichnung und das waren der Lammerzhof aus Düsseldorf und wir vom Guidohof :):):)

Ich habe mich riesig gefreut. Unsere Aktivitäten für den Umweltschutz, die weit über das Anbauen von Bio-Gemüse hinausgehen, waren ein Bestandteil, der uns auszeichnet. 

Im Folgenden erzielten wir besondere Leistungen für: Soziale Verantwortung, Kundenorientierung, Produktqualität, Produktherkunft und betriebliche Entwicklung.

Doch zuerst wurden wir auf dem Baumannshof von Jutta, Wolfgang und deren Söhnen begrüßt.

Nach dem frühlingshaften Snack begaben wir uns in die Packhalle, ins Büro, in den Hofladen, zu den Fahrzeugen und auf die Felder, um einen Einblick in alle Betriebsbereiche zu bekommen. Natürlich schaut jeder danach, was anders ist als im eigenen Betrieb. Wo kann man sich noch verbessern und was gibt es hier alles Spannendes zum Nachahmen?

Im Tagungshotel wurden dann wichtige Dinge für die Einzelbetriebe und den Verband besprochen. So sind uns allen die Rezeptkisten ein Anliegen. Dafür haben wir wunderbar begeisterte Menschen gefunden. Die Macher von Feierabendglück, Gedi Deckers und Michi Lindlbauer, haben mich so überzeugt mit ihrem wohldurchdachten Konzept, dass ich allen diese nachhaltige Lösung empfehlen möchte. Die Rezeptbox gibt es bei uns schon seit Ende 2016 zu kaufen, doch jetzt geht es weiter mit Einzelrezepten.

Der absolute Hit ist: Mit dem Kauf eines Kochbuchs wird automatisch 1qm Bio-Anbaufläche gerettet! Und davon können letztlich auch wir profitieren. Denn die Bio-Boden-Genossenschaft gibt den Bauern Unterstützung beim Landkauf und so gelangt immer mehr Acker in Biohand! Das finden wir echt toll. Man kann Mitglied werden, Bioboden verschenken und jungen motivierten Bio-Landwirten/innen wird ein Chance gegeben.

Unsere ökologische Konsequenz haben wir auch beim Büromaterial persönlich treffen können. Denn wir kaufen beim Online-Versand für Öko-Büromaterial - Memo! Warum? Weil wir natürlich auch beim Büromaterial nachhaltig einkaufen. So sind die Neuerungen in diesem Bereich auch immer spannend. Demnächst werden wir übrigens auch für unsere Salattüten eine Alternative haben und dann dann...sind wir fast ganz plastikfrei!!!

Eine immer wieder hochinspierierende Veranstaltung ist das Ökokistentreffen und jetzt bin ich auch nicht mehr so traurig, dass unsere Kundenzahl stagniert, denn das ist bei allen Ökokistenbetrieben und Bioläden Deutschlands dieses Jahr der Fall. Die Discounter haben erkannt, dass Bio gewünscht ist und so nutzt man dort natürlich das sehr billig im Ausland produzierte Bio. Wir können in der Landwirtschaft gerade den Mindestlohn zahlen und wollen kein Billig-Bio anbieten. Aber wir können etwas anderes bieten: Nämlich unsere Leidenschaft und Begeisterung und Liebe für Bio! Und das isst man mit. Guten Appetit!

Wir haben schon etliche Produkte aus unserem Gewächshaus :)

Spinat, Radieschen, Lauchzwiebeln und ab nächste Woche Rucola!

 

 

 

 

 

 

Arbeitsbesprechung auf unserem Hof

Arbeitsbesprechung nach der Mittagspause. Was gibt es heute zu tun?

Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Jahr schon so zeitig auf den Acker können. Sprich, unsere Trecker sind aufgrund der Feuchtigkeit in manchen Jahren erst Anfang April auf den Acker gefahren, doch dieses Jahr hat Gerd schon die Beete für die Zwiebeln bereitet.

Luisa ist mit der Zwiebelkiste unterwegs und hier seht ihr sie beim Stecken. Die ersten Lauchzwiebeln werden zwar schon bald aus dem Gewächshaus geerntet, aber dann folgen diese.

 

 

 

 

Johanna, unsere FÖJlerin, pikiert die Tomaten. Dafür werden die kleinen Pflänzchen von der Aussaatpalette in Paletten mit 35 runden Töpfchen gesetzt, wo sie in Ruhe einzeln weiterwachsen können, um später in größere Töpfe umgesetzt zu werden.

 

 

 

Hier seht ihr meine Lieblingskultur wachsen: Basilikum. Die kleinen Pflänzchen sehen so schön aus und riechen schon richtig nach diesem herrlichen Gewürz.

 

 

 

 

Natürlich brauchen all unsere Pflänzchen genügend Wasser. Darum kümmert sich heute Doro, die seit März Lehrling auf unseren Hof ist und sich sichtlich an der Arbeit erfreut.

 

 

 

Oskar ist dabei den Kompost umzusetzen, denn das "Gold der Bauern" ist auch für unsere Kulturen sehr wichtig. Viele Regenwürmer hat Oskar schon entdeckt. Und als ich ihm einige für das Gewächshaus entlocken wollte, hat er mir keinen einzigen gegeben ;) Spaß muss sein und so gehe ich weiter auf den Acker, um mich dort an einem Milan zu freuen. Er kreiste über unseren Hof und ich nehme mir ein paar Minuten Zeit, um ihn vor die Linse zu bekommen.

 

 

 

 

So sieht ein Tag bei uns aus und vieles habe ich vergessen: Pauline, unsere zweite FÖJlerin, die sich um die Aufarbeitung des Zirkuswagen bemüht, Jonathan (ebenfalls neuer Lehrling im ersten Lehrjahr), der Holz für die Bäckerei ablädt und den Salat aussät, Klaudia (Lehrling im 3. Lehrjahr, vorher auf Hof Mahlitzsch), die Kartoffeln als Drahtwurmfallen im Gewächshaus in die Erde setzt, Susann, die heute im Packraum aushilft und Tim, der unsere Maschinen flott macht und natürlich Armin, der das alles koordiniert und anleitet und mich, die ich dieses Jahr wieder mehr im Gewächshaus unsere jungen Leute anleiten werde.

"Bester Bioladen" in Silber für freundlichste Bedienung

Dieses Jahr durften wir auf der Biofach in Nürnberg die Urkunde zum "Besten Bioladen" in der Kategorie Hofladen/ freundlichste Bedienung in Empfang nehmen.

 

 

 

Wir waren ganz schön stolz, als wir auf die Bühne gerufen wurden, mit unserem kleinen Lädchen, weit ab von allen Metropolen, aber eben mit ausgesprochen netten Menschen hinter der Ladentheke.

 

Und so waren wir auch mit vielen Leuten angereist, die Hauptakteure des "Lächelns" im Hofladen und natürlich Armin, ich und Konstantin feiern unsere Auszeichnung.

 

 

 

 

 

Ein herrliches Bufett ist für die Gewinner aufgebaut und wir lassen uns die leckeren Bioprodukte schmecken.

 

Abends gesellten sich noch die Studenten für Ökolandbau aus Eberswalde dazu, denn nach der letzten Prüfung kamen Paule und Freunde direkt zur Biofach um mit uns zu feiern.

 

Und da Donnerstags die Standpartys stattfinden, sitzen wir bei Bioland, wo traditionell eine Rock and Roll Band aus Leipzig spielt. Das Tanzbein konnten wir dann auf der Vivaness-Party schwingen gepaart mit Biobier und Sekt ging es da lustig zu:)