Auslieferungsfahrer/ Verpacker (m/w) gesucht

Diese Kombi-Stelle für 3 bis 4 Tage die Woche ist aufgrund ihrer Vielfältigkeit besonders anspruchsvoll. Der gesamte Aufgabenbereich beginnend beim Wareneingang über das Packen der Ökokisten bis zu deren Übergabe an unsere Kunden erfordert ein qualitätsbewusstes Auge, sorgsame Hände, hohes Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden und Freude an körperlicher Arbeit. Zur Verstärkung unseres Teams von 30 Mitarbeitern suchen wir ab Februar 2017 tatkräftige Unterstützung. Die Stelle ist befristet bis Mitte September 2017 aufgrund von Elternzeit. Unter bestimmten Umständen ist eine Weiterbeschäftigung möglich.

Ihre Aufgaben umfassen

  • Warenannahme mit Qualitätskontrolle

  • Einordnen der Waren ins Lager

  • kontinuierliche Lagerordnung

  • Hofladen vor Ladenöffnung einräumen

  • Kommissionierung von frischem Obst und Gemüse

  • Verpacken von Waren in unseren Ökokisten

  • Be- und Entladen des Lieferfahrzeuges mit den Ökokisten

  • Belieferung der Kunden nach Tourenlisten

Ihr Profil:
Zu Ihren Stärken gehören Offenheit sowie Kontaktfreudigkeit. Sie verstehen sich als den Repräsentanten unseres Demeter-Biohofs beim Kunden und erfüllen gerne die Wünsche zum Abstellplatz der Ökokisten, auch wenn das die oberste Etage eines Mehrfamilienhauses ist. Sie packen gerne mit an, mögen körperliche Tätigkeiten, sind zuverlässig, pünktlich, flexibel, gut organisiert, teamorientiert und verantwortungsbewusst. Sie haben eine hohe Eigen-Motivation und besitzen eine Affinität zu Computern und technischen Geräten. Sie verfügen natürlich über eine Fahrerlaubnis (Führerscheinklasse B) und gute Fahrpraxis für Lieferfahrzeuge ist wünschenswert.

Wenn Sie Freude an ökologischen Lebensmitteln und an einer verantwortungsvollen Stelle haben, freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf und Zeugnissen.

Bewerbungsanschrift:
Guidohof
Silke Lucht
Am Ullersberg 31
09212 Limbach-Oberfrohna
OT Uhlsdorf

oder gerne auch per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Welche Nährstoffe brauchen wir wofür?

Wir haben zuletzt im Blog unsere Gemüsesorten vorgestellt und welche wertvollen Nährstoffe sie beinhalten, die uns Gesundheit und Vitalität schenken. Dabei blieb die Frage aber offen, welche Funktion haben all diese Vitamine und Mineralstoffe, denn neben den Energielieferanten Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße benötigt unser Körper noch eine Menge mehr für seine inneren Prozesse. Ganz gleich, ob man sich einer besonderen Ernährungsform verschrieben hat, z.B. vegetarisch, vegan, rohköstlich oder nach Blutgruppen, sind diese Nährstoffe für uns wichtig und jeder sollte schauen, dass er diese in ausreichender Menge zu sich nimmt.

Vitamin-Tabelle – Mineralstoff-Tabelle
 
Vitamin Funktion Natürliche Quellen Mögliche Mangelerscheinungen
       
Vitamin A
Retinol
Benötigt für Haut, Haar, Schleimhäute, Sehvermögen, Knochenaufbau, Wachstum und Widerstandskraft. Fischleberöl, Milcherzeugnisse und Eier Nachtblindheit, verminderte Widerstandskraft gegen Infektionen insbesondere von Nasenhöhle und Rachenraum
       
Carotine Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen. Unterstützen das Immunsystem. Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Möhren, Aprikosen, Melone, Petersilie, Spinat, Grünkohl, Süßkartoffeln Beschleunigter Alterungsprozess
       
Vitamin B1
Thiamin
Erforderlich für die Freisetzung der Energie aus Kohlenhydraten. Unterstützt Nervenfunktionen und Verdauung. Trockenhefe, Bohnen, Vollkornprodukte, Hafer, Schweinefleisch, Gemüse, Milch, Naturreis Verwirrtheit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Schlaflosigkeit, Depression, Beriberi
       
Vitamin B2
Riboflavin
Erforderlich für die Freisetzung der Energie aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Auch wichtig für Haut und Augen. Milch, Leber, Eier, Fleisch, grüne Blattgemüse, Hefe, Fisch und Vollkornprodukte Wundheit von Mund, Lippen und Zunge; Schlaflosigkeit, Lichtempfindlichkeit, blutunterlaufene brennende Augen; schuppige, rote Haut an den Nasenflügeln
       
Vitamin B3
Niazin
Unterstützt das Nervensystem und sorgt für die Energieproduktion in den Geweben und Zellen. Leber, mageres Fleisch, Vollkornprodukte, Erdnüsse, Fisch, Eier, Avocados, Sonnenblumenkerne, Erbsen, Trockenpflaumen Schlaflosigkeit, Müdigkeitssyndrom, geringer Appetit, Verdauungsprobleme, Muskelschwäche, leichte Reizbarkeit, Hautprobleme, wunder
Mund
       
Vitamin B5
Pantothensäure
Setzt Energie aus der Nahrung frei. Unterstützt das Wachstum und die Bildung von Hormonen und Abwehrstoffen. Fleisch, Vollkornprodukte, Kleie, Leber, Eier, Nüsse, Hefe, Gemüse Geschwüre im Zwölffingerdarm, Blut- und Hautprobleme, Müdigkeit, Depressivität,
Schwäche, Appetitmangel, Hypoglykämie
       
Vitamin B6
Pyridoxin
Wichtig für die Eiweißsynthese. Unverzichtbar für eine gute Widerstandskraft, das Nervensystem, die Haut, die Muskeln und das Blut. Avocados, Bananen, Fisch, Kleie, Leber, Melone, Kohl, Milch, Eier, Saaten Brennende Füße, Blutarmut, Schlaflosigkeit, Nierensteine, Prämenstruelles Syndrom (PMS),
Hautausschlag und trockene Haut, Nervosität, Gliederzucken bei Kindern
       
Vitamin B12
Cobalamin
Erforderlich zur Bildung der roten Blutkörperchen und zum Schutz der Nervenzellen. Leber, Rindfleisch, Käse, Milch, Joghurt, Eier, Algen Blutarmut, Müdigkeit, Halluzinationen, Nervenschädigungen, Herzbeschwerden und wunde Zunge
       
Folsäure Unverzichtbar für Wachstum und Zellteilung, insbesondere für die Bildung der roten Blutkörperchen. Besonders wichtig für Frauen im fruchtbaren Alter. Fördert die Entwicklung des Nervensystems beim ungeborenen Kind. Grüne Blattgemüse, Möhren,
Leber, Eidotter, Aprikosen, Bohnen, Avocados, Melone, Apfelsinen, Vollkornprodukte
Nervosität, schlechtes Gedächtnis, Schlaflosigkeit, Verwirrung, Fehlgeburten, Atemnot,
Müdigkeit, Anorexie, Verdauungsprobleme,
erhöhtes Krebsrisiko
       
Biotin Beteiligt an der Synthese von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Erforderlich für Haut, Haare und Nägel. Fleisch, Milch- und Vollkornprodukte, Leber, Eidotter, Nüsse, Früchte,
ungeschälter Reis
Depressivität, Erschöpfung, Haarverlust, graues Haar, Ekzem, Dermatitis. Ein Biotinmangel ist
selten.
       
Vitamin C
Ascorbinsäure
Antioxidans, das die weißen Blutkörperchen im Kampf gegen Infektionen unterstützt. Erforderlich für Haut und Bindegewebe und zur Aufnahme von Eisen. Begünstigt die Wundheilung. Hemmt die Bildung der kanzerogenen Nitrosamine. Erforderlich für Wachstum und Wiederherstellung von Blutgefäßen, Zellen, Zahnfleisch, Knochen und Zähnen. Zitrusfrüchte, Gemüse, grüne Paprika, Rosenkohl, Kartoffeln Langsame Wundheilung, zu hoher Cholesterinspiegel, Probleme mit Herz und Blutgefäßen, Allergien
       
Vitamin D
Calciferol
Hilft dem Körper bei der Nutzung von Calcium und Phosphor zum Aufbau der Knochen und Zähne. Fisch und Lebertran, Hering, Lachs, Aal, Makrele, Eigelb, Butter Schwaches Knochengerüst, schlechter Stoffwechsel, schlechte Zähne
       
Vitamin E Schützendes Antioxidans. Macht freie Radikale unschädlich. Erforderlich für die Funktion von Herz und Blutkreislauf, Nerven,Muskeln und roten Blutkörperchen. Weizenkeime, Sojabohnen,
Pflanzenöle, Brokkoli, grüne Blattgemüse, Vollkornprodukte, Eier,
Haferflocken, Mandeln, Butter, Erdnüsse, Saaten
Herz- und Gefäßkrankheiten, Muskelschwäche,
Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Blutarmut, Altersflecken, Star, Unfruchtbarkeit, fragile rote Blutkörperchen
       
Vitamin K Unterstützt die Blutgerinnung. Joghurt, Alfalfasprossen, Eidotter, Brokkoli, Rosenkohl, grüne Blattgemüse, Seetang, grüner Tee, Tomaten Darmkrankheiten, Osteoporose und Blutungen
 
Mineralstoff Funktion Natürliche Quellen Mögliche Mangelerscheinungen
       
Bor Trägt dazu bei, Calciumverlust und Demineralisierung der Knochen zu verhindern. Kann Gedächtnis und kognitive Funktionen verbessern. Birnen, Trockenpflaumen, Rosinen, Hülsenfrüchte, Äpfel, Tomaten Knochenerkrankungen, Wachstumsprobleme,
Arthritis, Pilz- und bakterielle Infektionen
       
Calcium Baustein der Knochen und Zähne. Erforderlich für die Nerven- und Muskelfunktionen. Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Tofu, Lachs, Nüsse Knochenentkalkung, schlechtes Gebiss und Knochengerüst, Allergien, hoher Blutdruck, Migräne, Herzprobleme
       
Chlorid Regelt das Säure-Base-Gleichgewicht im Blut und bildet eine chemische Verbindung mit Natrium und Kalium. Regt die Leberfunktion an. Spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung. Kochsalz, Meeresalgen, Fischprodukte, Seetang, Oliven, Meerwasser,
Wasser des Großen Salzsees
Frühzeitiger Haar- und Zahnausfall
       
Chrom Wirkt im Körper als Glukosetoleranzfaktor (GTF), der die Insulinwirkung stimuliert. Vollkornprodukte, Fleisch, Fisch, Leber, Bierhefe, Pilze, Eidotter Reizbarkeit, Depressivität, Hypoglykämie, Angstzustände, Diabetes, hoher Cholesterinspiegel
       
Eisen Bestandteil der roten Blutkörperchen. Wichtig für den Sauerstofftransport durch den Körper und für das Immunsystem. Ist Bestandteil verschiedener Stoffwechselenzyme. Meeresalgen, Muscheln, Austern, Nüsse, Kakaopulver, rotes Fleisch,
Eidotter
Blutarmut, schlechtes Hörvermögen, Regelschmerzen, Restless-Legs-Syndrom, Müdigkeit
       
Jod Bildung von Hormonen in der Schilddrüse. Zur Gesunderhaltung von Haut, Haar und Nägeln. Fisch, Krusten- und Schalentiere, Ananas, Meeresalgen, Rosinen,
Milchprodukte
Schilddrüsenprobleme, Kropf, zähe Schleimhaut
       
Kalium Bildet zusammen mit Natrium und Chlorid die lebenswichtigen Elektrolytsalze, die für das Flüssigkeitsgleichgewicht im Körper essenziell sind. Beteiligt an Muskelfunktionen, Nervenleitung, Herztätigkeit und Energieerzeugung. Stabilisiert die innere
Zellstruktur.
Grüne Gemüse, Avocados, Bananen, Nüsse, Sojabohnenmehl, Kartoffeln, Wasser des Großen Salzsees Erbrechen, Benommenheit, Muskelschwäche
und -lähmung, niedriger Blutdruck, Schläfrigkeit,
Verwirrung, extreme Müdigkeit
       
Kupfer Bestandteil (mit Zink und Mangan) des antioxidativen Enzymsystems. Erforderlich für die Pigmentsynthese und den Eisenstoffwechsel. Avocados, Innereien, Rübensirup, Krustentiere, Austern, Nieren, Eidotter, Fisch, Hülsenfrüchte Blutarmut, Ödem, Blutungen, Probleme mit der Hautpigmentierung, Haarprobleme, leichte Reizbarkeit, Verlust des Geschmackssinns, Appetitverlust
       
Magnesium Beteiligt an über 200 Funktionen im Körper. Spielt eine Rolle beim Knochenaufbau, der Energieproduktion und den Muskel- und Nervenfunktionen. Auch bedeutsam für Herz und Blutkreislauf. Bestandteil vieler Enzyme. Co-Faktor für Vitamin B und C. Wasser aus dem Großen Salzsee in Utah – einem der reichhaltigsten Vorkommen an natürlichem Magnesium. Naturreis, Sojabohnen, Nüsse, Fisch, Hülsenfrüchte,
Vollkornprodukte, Bierhefe, grünes
Blattgemüse, Zartbitterschokolade
Unregelmäßiger Puls, Antriebsmangel, Nierensteine, Asthma, Osteoporose, Depressivität und Angstzustände, PMS, Regel-schmerzen, Fibromyalgie, Glaukom, Diabetes, geringe Ausdauer (insbesondere bei Sportlern), Schlaflosigkeit, Migräne, Zahnfleischprobleme, zu hoher Cholesterinspiegel, hoher Blutdruck, Gehörverlust, Prostataprobleme
       
Mangan Bestandteil (mit Zink und Kupfer) des antioxidativen Enzymsystems. Erforderlich für den Knochenaufbau, die Gelenke und das
Nervensystem.
Vollkornprodukte, Nüsse, Gemüse, Leber, Möhren, Tee Dermatitis, schlechte Gedächtnisfunktion, Epilepsie, Blutarmut, Diabetes, Herzbeschwerden, Arthritis
       
Molybdän Beteiligt am Stoffwechsel schwefelhaltiger Aminosäuren und an
der Produktion von Harnsäure. Antioxidans. Erforderlich für die
Synthese von Taurin.
Buchweizen, Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Leber, Vollkornprodukte, Eier Impotenz bei Männern, leichte Reizbarkeit, unregelmäßiger Puls
       
Natrium Sorgt dafür, dass die Muskeln und Nerven richtig funktionieren. Speisesalz, Schalentiere, Möhren, Rüben, Artischocken, getrocknetes Rindfleisch  Sonnenstiche, Benommenheit durch Hitze
       
Phosphor Erforderlich für den Gesamtaufbau des Körpers. Bestandteil von ATP, dem Energieträger in den Muskeln. Fleisch, Hefe, Vollkornprodukte, Käse, Nüsse, Soja, Fisch Verwirrung, Appetitmangel, Schwäche, leichte
Reizbarkeit, Sprachprobleme, verminderte Widerstandskraft gegen Infektionen, Blutarmut
       
Selen Wirkt als Antioxidans und bietet Schutz vor Alterserscheinungen.
Trägt zur Prävention von Immunkrankheiten bei.
Thunfisch, Hering, Tomaten, Zwiebeln, Brokkoli, Weizenkeime und Kleie Verminderte Immunität und Widerstandskraft
gegen Infektionen, verminderte Zeugungsfähigkeit bei Männern, Altersflecken, verzögertes
Wachstum
       
Vanadium Bedeutsam für das Elektrolytgleichgewicht. Für die Aktionspotentiale von Muskeln und Nerven. Für Knochen und Zähne. Petersilie, Radieschen, Kopfsalat, Knochenmehl, Krebse  Nicht bekannt
       
Zink Wichtiger Hüter des Immunsystems. Unentbehrlich für die
Struktur und Funktion von Zellmembranen. Erforderlich für die
Fortpflanzung und den Blutzuckerspiegel.
Fleisch, Pilze, Saaten, Nüsse, Austern, Eier, Vollkornprodukte, Bierhefe

Unfruchtbarkeit bei Männern, Hautausschlag, Arthritis, Geschwüre, Wachstumsprobleme, Allergien, Alkoholabhängigkeit

(Quelle: Foundation OrthoKnowledge)

Yoga in seiner sommerlichen Fülle

Wieviel Fülle wir allein an Wetterumschwüngen erleben durften, konnten wir bei der Wahl des Titels noch nicht wissen. Aber gerade deshalb war es wohl so interessant und aufregend und trotzdem entspannend und friedvoll. Denn wer wirklich Ruhe und Entspannung sucht, dem gefällt es beim Zwitschern der Vögel, beim Rauschen des Baches im satten Grün besonders gut.

Tims Landrover ist immer bestens geeignet für Transporte in das Tal und aufgrund des unbeständigen Wetters war eine Fahrt mit den Pavillions, den Yogamatten, dem Salat, Brot, rote Linsenaufstrich und Getränke unabdingbar. Los geht es mit Ellen, die sich sichtlich wohl fühlte bei der holprigen Fahrt in die Pampa.

 

Wir laufen alle gemeinsam an Kirschbäumen und Erdbeeren vorbei ins Tal, lernen uns bei den Gesprächen miteinander kennen und als wir angekommen sind, kommt auch schon der Regen.

 

 

 

Aber Tims Landrover fährt kurzerhand das Yogaequipment wieder nach oben, denn in unseren kleinen Saal passt genau die richtige Anzahl von Yogamatten hinein.

 

 

Doch zum Mittagssnack geht es wieder ins Tal und wir haben viel Spaß bei der Ansage von Ellen, dass man beim Yoga nicht soviel Essen soll! Denn es war einfach zu lecker, um wenig zu essen!

Unser Bäcker Heinz selber saß dabei und wer kann seinem Brot schon wiederstehen? Gwendolin und Luisa sorgten für den leckeren Salat mit den selbstangebauten Zutaten und dem Aufstrich und Tee.

Der zweite Teil war Entspannung und Herzöffnung, dafür eignet sich das Tal hervorragend und genau dabei ließ sich kurz die Sonne blicken, um uns zum Abschluss wieder in den Saal zu schicken.

Es war sehr schön, die Natur auf sich wirken zu lassen, den Alltagsstress für diese Zeit einfach fallen zu lassen und das Schöne zu spüren, was in unserem Inneren lebt.

 

In dieser guten Stimmung nach der zweiten Yogaeinheit im Saal, hatte unser Bäcker nochwas zu bieten: Erdbeer- und Apfelkuchen und Cappuccino und nebenbei plätschert der Regen und wir gönnen Armin, der sich über den angenehmen Landregen für seine Pflanzen riesig freut, das Bauernglück, denn wir hatten trotzdem unsere Freude und alle haben mit einem Lächeln auf den Lippen unseren Hof verlassen und wollen natürlich einmal wieder kommen.

 

 

 

Gedanken über die Handsaat

Von den Bildern, die mich als Kind am meisten beeindruckt haben, ist es das Bild des Sämanns, wie er, konzentriert und versunken in seine Tätigkeit, aussäend über den Acker schreitet.

Für mich ist es das Urbild des Bauern schlechthin und brachte und bringt in mir etwas ganz stark zum Klingen. Schon seit dem Beginn meiner landwirtschaftlichen Laufbahn trieb es mich an, dieses archaische Handwerk zu erlernen.

In meiner Tätigkeit als Betriebsleiter habe ich mir darum immer die Freiheit bewahrt, einzelne Schläge von Hand zu bestellen. Warum?

Jeder Landwirt heutzutage weiß, dass er seinen Beruf jenseits aller Beschaulichkeit und romantischer Klischees auszuüben hat, wenn er wirtschaftlich überleben will. Da scheint keine Zeit mehr für solch eine „romantische“ Schwärmerei.

Früher war der Beruf des Bauern sehr vielseitig, es wurden viele Gewerke am Hof verrichtet, wie zum Beispiel auch Brot backen oder Korbflechten und vieles mehr. Im Zuge der Strukturveränderung sind diese Gewerke so gut wie verschwunden. Eine Armut an Kulturgut, welche einem oft erst bewusst wird, wenn es schon zu spät ist!

Aber wer, wenn nicht der Landwirt, hat die Möglichkeit die alte Kunst des Handsäens zu bewahren?

Im Laufe der Jahre habe ich mir ein bescheidenes Können angeeignet, bis zu 2 ha in ausreichender Qualität von Hand auszusäen.

Dies betrifft diverse Untersaaten, Zwischenfrüchte, Landsberger Gemenge, Grobleguminosen. Sogar auch Brotgetreide lässt sich wunderbar von Hand aussäen. Je nach Kultur folgt dann noch ein Eggenstrich mit mehr oder minder schwerer Egge.

Mit der Zeit bekommt man ein klares Gefühl und die nötige Technik für die richtige und gleichmäßige Aussaat, ein Nachwiegen zum Abschluss bestätigt die tatsächlich gefallene Saatmenge.

Wenn ich die Zeit rechne, die ich für Rüstzeit und Abdrehen der Drillmaschine brauche, um eine kleine Fläche mit Traktor auszusäen, habe ich in der Zeit meistens schon mein Werk ohne Diesel vollbracht.

Natürlich muss ich bei einzelnen Kulturen Egge und Walze noch folgen lassen, aber wenn diese im Frühjahr schon startbereit liegt und nur angehängt werden muss, lässt sich diese Arbeit zügig in großer Arbeitsbreite auch von ungelernten Kräften problemlos erledigen. Bei den Untersaaten ist dies nicht erforderlich.

So gibt es für mich nichts Schöneres, als früh am Morgen, wenn die Lerche singt, oder abends, wenn die Mitarbeiter schon Feierabend haben, mich dieser kontemplativen Tätigkeit hinzugeben. Ich genieße es, den Boden unter meinen Füßen wahrzunehmen und die Saat durch das ätherische Element auf die Erde rieseln zu hören.

Ob man sich diesen Genuss bewahren möchte, darf jeder selber entscheiden. Aber ich meine, auch die Bewirtschafter

großer Flächen werden Restflächen haben, wo es Sinn macht, statt mit vielen PS einmal zu Fuß zu bestellen.

Übrigens ist dies auch eine schöne Möglichkeit, mit den Mitarbeiten, Praktikanten und Lehrlingen oder gar mit den Kunden zusammen auszusäen, bei uns gibt es acht Säschalen für eine große Arbeitsbreite. Das Gemeinschaftserlebnis ist vielen in schöner Erinnerung.

Wie oft habe ich erst durch das andächtige Schreiten über den Acker wichtige Informationen über die Bodenbeschaffenheit und die Unkrautflora wahrgenommen, und so Entscheidungen über nachfolgende Bearbeitungen getroffen, die man so nicht vom Traktorsitz hätte treffen können.

Und ist dieser Impuls, den das Saatkorn bekommt, wenn es erst durch die Luft rieselt und dann sich in die lockere Bodenoberfläche einbettet, nicht auch ein ganz wertvoller?

Wenn wir zu „Zukunft säen“ mit unseren Kunden über den Acker gehen, können wir nicht erst dann wirklich authentisch über die Handsaat reden, wenn wir es nicht hin und wieder im Täglichen selber praktizieren?

Wie viele alte bäuerliche Traditionen droht diese Kunst zu verschwinden. Wir Bauern haben die beste Möglichkeit,

diese schöne Tätigkeit für unsere Kinder und Kunden zu bewahren!

 

 

 

Armin Lucht