Yoga in seiner sommerlichen Fülle

Wieviel Fülle wir allein an Wetterumschwüngen erleben durften, konnten wir bei der Wahl des Titels noch nicht wissen. Aber gerade deshalb war es wohl so interessant und aufregend und trotzdem entspannend und friedvoll. Denn wer wirklich Ruhe und Entspannung sucht, dem gefällt es beim Zwitschern der Vögel, beim Rauschen des Baches im satten Grün besonders gut.

Tims Landrover ist immer bestens geeignet für Transporte in das Tal und aufgrund des unbeständigen Wetters war eine Fahrt mit den Pavillions, den Yogamatten, dem Salat, Brot, rote Linsenaufstrich und Getränke unabdingbar. Los geht es mit Ellen, die sich sichtlich wohl fühlte bei der holprigen Fahrt in die Pampa.

 

Wir laufen alle gemeinsam an Kirschbäumen und Erdbeeren vorbei ins Tal, lernen uns bei den Gesprächen miteinander kennen und als wir angekommen sind, kommt auch schon der Regen.

 

 

 

Aber Tims Landrover fährt kurzerhand das Yogaequipment wieder nach oben, denn in unseren kleinen Saal passt genau die richtige Anzahl von Yogamatten hinein.

 

 

Doch zum Mittagssnack geht es wieder ins Tal und wir haben viel Spaß bei der Ansage von Ellen, dass man beim Yoga nicht soviel Essen soll! Denn es war einfach zu lecker, um wenig zu essen!

Unser Bäcker Heinz selber saß dabei und wer kann seinem Brot schon wiederstehen? Gwendolin und Luisa sorgten für den leckeren Salat mit den selbstangebauten Zutaten und dem Aufstrich und Tee.

Der zweite Teil war Entspannung und Herzöffnung, dafür eignet sich das Tal hervorragend und genau dabei ließ sich kurz die Sonne blicken, um uns zum Abschluss wieder in den Saal zu schicken.

Es war sehr schön, die Natur auf sich wirken zu lassen, den Alltagsstress für diese Zeit einfach fallen zu lassen und das Schöne zu spüren, was in unserem Inneren lebt.

 

In dieser guten Stimmung nach der zweiten Yogaeinheit im Saal, hatte unser Bäcker nochwas zu bieten: Erdbeer- und Apfelkuchen und Cappuccino und nebenbei plätschert der Regen und wir gönnen Armin, der sich über den angenehmen Landregen für seine Pflanzen riesig freut, das Bauernglück, denn wir hatten trotzdem unsere Freude und alle haben mit einem Lächeln auf den Lippen unseren Hof verlassen und wollen natürlich einmal wieder kommen.

 

 

 

Gedanken über die Handsaat

Von den Bildern, die mich als Kind am meisten beeindruckt haben, ist es das Bild des Sämanns, wie er, konzentriert und versunken in seine Tätigkeit, aussäend über den Acker schreitet.

Für mich ist es das Urbild des Bauern schlechthin und brachte und bringt in mir etwas ganz stark zum Klingen. Schon seit dem Beginn meiner landwirtschaftlichen Laufbahn trieb es mich an, dieses archaische Handwerk zu erlernen.

In meiner Tätigkeit als Betriebsleiter habe ich mir darum immer die Freiheit bewahrt, einzelne Schläge von Hand zu bestellen. Warum?

Jeder Landwirt heutzutage weiß, dass er seinen Beruf jenseits aller Beschaulichkeit und romantischer Klischees auszuüben hat, wenn er wirtschaftlich überleben will. Da scheint keine Zeit mehr für solch eine „romantische“ Schwärmerei.

Früher war der Beruf des Bauern sehr vielseitig, es wurden viele Gewerke am Hof verrichtet, wie zum Beispiel auch Brot backen oder Korbflechten und vieles mehr. Im Zuge der Strukturveränderung sind diese Gewerke so gut wie verschwunden. Eine Armut an Kulturgut, welche einem oft erst bewusst wird, wenn es schon zu spät ist!

Aber wer, wenn nicht der Landwirt, hat die Möglichkeit die alte Kunst des Handsäens zu bewahren?

Im Laufe der Jahre habe ich mir ein bescheidenes Können angeeignet, bis zu 2 ha in ausreichender Qualität von Hand auszusäen.

Dies betrifft diverse Untersaaten, Zwischenfrüchte, Landsberger Gemenge, Grobleguminosen. Sogar auch Brotgetreide lässt sich wunderbar von Hand aussäen. Je nach Kultur folgt dann noch ein Eggenstrich mit mehr oder minder schwerer Egge.

Mit der Zeit bekommt man ein klares Gefühl und die nötige Technik für die richtige und gleichmäßige Aussaat, ein Nachwiegen zum Abschluss bestätigt die tatsächlich gefallene Saatmenge.

Wenn ich die Zeit rechne, die ich für Rüstzeit und Abdrehen der Drillmaschine brauche, um eine kleine Fläche mit Traktor auszusäen, habe ich in der Zeit meistens schon mein Werk ohne Diesel vollbracht.

Natürlich muss ich bei einzelnen Kulturen Egge und Walze noch folgen lassen, aber wenn diese im Frühjahr schon startbereit liegt und nur angehängt werden muss, lässt sich diese Arbeit zügig in großer Arbeitsbreite auch von ungelernten Kräften problemlos erledigen. Bei den Untersaaten ist dies nicht erforderlich.

So gibt es für mich nichts Schöneres, als früh am Morgen, wenn die Lerche singt, oder abends, wenn die Mitarbeiter schon Feierabend haben, mich dieser kontemplativen Tätigkeit hinzugeben. Ich genieße es, den Boden unter meinen Füßen wahrzunehmen und die Saat durch das ätherische Element auf die Erde rieseln zu hören.

Ob man sich diesen Genuss bewahren möchte, darf jeder selber entscheiden. Aber ich meine, auch die Bewirtschafter

großer Flächen werden Restflächen haben, wo es Sinn macht, statt mit vielen PS einmal zu Fuß zu bestellen.

Übrigens ist dies auch eine schöne Möglichkeit, mit den Mitarbeiten, Praktikanten und Lehrlingen oder gar mit den Kunden zusammen auszusäen, bei uns gibt es acht Säschalen für eine große Arbeitsbreite. Das Gemeinschaftserlebnis ist vielen in schöner Erinnerung.

Wie oft habe ich erst durch das andächtige Schreiten über den Acker wichtige Informationen über die Bodenbeschaffenheit und die Unkrautflora wahrgenommen, und so Entscheidungen über nachfolgende Bearbeitungen getroffen, die man so nicht vom Traktorsitz hätte treffen können.

Und ist dieser Impuls, den das Saatkorn bekommt, wenn es erst durch die Luft rieselt und dann sich in die lockere Bodenoberfläche einbettet, nicht auch ein ganz wertvoller?

Wenn wir zu „Zukunft säen“ mit unseren Kunden über den Acker gehen, können wir nicht erst dann wirklich authentisch über die Handsaat reden, wenn wir es nicht hin und wieder im Täglichen selber praktizieren?

Wie viele alte bäuerliche Traditionen droht diese Kunst zu verschwinden. Wir Bauern haben die beste Möglichkeit,

diese schöne Tätigkeit für unsere Kinder und Kunden zu bewahren!

 

 

 

Armin Lucht

MC-Guido mit gebratenem Feta

Es ist wieder soweit, ein neuer MC-Guido ist kreiert, der "MC-Guido-Feta". Nachdem wir vor Monaten den MC-Guido-Authentic entwickelt haben, gibt es eine neue Leckerei aus der Guidohofküche, bei der uns schon beim Zubereiten das Wasser im Munde zusammen lief.

 

Hier seht ihr die Zutaten vom Feinsten und alles in unserem Hofladen oder über die Ökokiste erhältlich. Die Brötchen sind die "Feinen Hellen". Aber auch Dinkelbrötchen eignen sich gut.

 

 

Zuerst wird es ein bisschen "Gepitscher", denn der Feta muss zum Panieren in Ei gewälzt werden. Zum Glück hat Konsti diesen Job übernommen:) Erst Mehl, dann Ei, dann Semmelbrösel.

 

 

Aber in der Pfanne sieht es richtig gut aus und es duftet unwahrscheinlich lecker in der Küche. Ich schneide inzwischen Zucchini in Scheiben, mariniere sie in Zitronen-Knoblauch-Soße und brate sie dann in der Pfanne an. Während Armin die Remoulade mit Joghurt, Mayonaise und Kapern verrührt, sind wir zwei fertig mit Braten.

 

Nun kann der Burger auf dem getoasteten "Feinen Hellen" belegt werden. Das i-Tüpfelchen sind die, in Scheiben geschnittenen getrockneten Tomaten obenauf.

 

 

 

Konstantin- beherrsche dich! Erst noch Tisch decken und den Salat aus Eisberg, Rucola und Tomaten mit Senfdressing fertig machen.

 

 

 

So geschafft, sieht das nicht lecker aus und wie das erst duftet und schmeckt! Schade, dass man so schnell satt wird, den unsere MC-Guido-Feta ist sehr gehaltvoll.

 

 

 

Wir stoßen auf unser tolles Gemeinschaftswerk an. Konsti hat Prosseco von Zwölberich geholt und dann merkten wir, dass er alkoholfrei war. Und der schmeckt echt richtig lecker und ist auch eine tolle Alternative für Autofahrer! Das Rezept findet ihr nächste Woche in der Ökokiste und ab heute schon im Shopeingang von www.Guidohof.com. Also pünktlich für die Osterfeiertage die Alternative für die Burgerfans! Lasst es euch schmecken und schöne Ostern.

Ostermarkt am letzten Samstag

Der kleine Ostermarkt hat sich zwar nicht das frühlingshafteste Wetter ausgesucht, trotzdem hat es viele Menschen am Samstag zu uns auf das Dorf gezogen.

Neben den Blumensamen, handgestrickten Tieren und Eierwärmern, sowie Dingen aus der Schneiderwerkstatt von Martina konnten die Kinder mit Sophie aussäen oder ihr eigenes kleines Pflänzchen in einen Blumentopf pflanzen und mit nach Hause nehmen.

Wen das Wetter lieber nach drinnen zog konnte mit Susann Osterliches basteln.

 

 

Oder ließ sich von Ingrid Zein aus der Natur Kosmetik Praxis aus Chemnitz seinen Hauttyp bestimmen. So werde ich mir das nächste Mal lieber die  Happy Aging von Martina Gebhard für meine Haut zulegen, denn die Rose riecht zwar toll, aber besser zu mir passt die andere Reihe. Und uns etwas Schönes zu gönnen, sollten wir Frauen (und auch Männer) uns auf jeden Fall wert sein. Tipp: Ostergeschenk!

Gwendolin und Konstantin zauberten vegane Dinkelwaffeln mit selbstgemachter Kiwi-Minze- oder Erdbeermarmelade und so manches kleine Schleckermäulchen hatte sein Freude dran.

Armin konnte mal so einen richtigen "Männerhofrundgang" machen und sich in seinen Technikthemen auslassen und um dann in der Holzofen-Backstube alle wieder aufzuwärmen und das Brot zu verkosten.

Ich hoffe, dass auch genug spannende Themen für die Frauen dabei waren. Schön wars, denn wir führten schöne anspruchsvolle Gespräche mit unseren Kunden.