Farbenfroher Herbst auf dem Hof

Die Natur zeigt sich im Herbst mit den schönsten Farben und auch mit besonders schmackhaften Herbstgemüsesorten. Denn nur im Herbst wächst so manche Superfrucht auf dem hiesigen Acker.  

Von einer Italienreise habe ich die Inspiration vom Schwarzkohlanbau bekommen. Ähnlich wie Grünkohl lässt er sich zubereiten und ist gerade eine Augenweide auf unserem Acker.

Eine andere Gemüsesorte mit Superfruchtcharakter ist die Endivie. Mit ihren Bitterstoffen und hohem Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen gehört sie in die obersten Ränge der gesunden Nahrungsmittel. Gerade jetzt ist sie in der vollen Kraft und kann geerntet werden.

 

Auch der Zuckerhut ist wertvoll mit seinen Inhaltstoffen. Im Gegensatz zu seinem Namen ist er ebenfalls mit Bitterstoffen versehen, die die Verdauung anregen. Er lässt sich wunderbar mit Süßem kombinieren. Ob Apfel, Birne oder Orange, der Salat gibt eine wunderbare Kombination. Ich persönlich liebe ihn besonders mit einem Ganzkorn-Senfdressing.

 

Der Blumenkohl ist ebenfalls wunderschön gewachsen und leuchtet weiß aus der Kiste, die jetzt gleich in den Packraum geschafft wird, um dort in die Ökokisten gepackt zu werden und dann ab in die Küchen unserer Kunden.

 

Und natürlich blühen die letzten Blumen auf unserem Feld. Wie wunderbare Farbkleckse sind sie anzuschauen zwischen den gelben, grünen und roten Hecken.

 

Dazu gesellen sich die Tautropfen und die Seidenfäden der Spinnen. Es ist schön anzuschauen und erfreut unsere Herzen.

 

Als ich nach oben schaute, verabschiedeten sich die Wildgänse in ferne Gefilde.

Ich schaue ihnen nach.

 

Abschied von unserem Pferd Janik

Am 28.6.2018 ist unser treues Pferd Janik friedlich ins Totenreich gegangen. Wir haben sie mit 18 Jahren zur Einschulung von Luise mit großer Freude für die ganze Familie bei uns begrüßen dürfen.
Als ehemaliges Kremserpferd brachte sie viele Fähigkeiten mit.


Doch wir lernten uns und ihr viel dazu an Methoden von Pat Parelli und Monty Roberts. So konnte sie Dinge nur über leichte Berührungen, Zuruf oder Augenkontakt und sie war sooo ein schlaues Pferd.
Ihre Zeit ging im hohen Alter mit 38 Pferdejahren in Gnade zu Ende.

 

Danke dir, liebe Janik, für deinen Rücken, deine tolle Arbeit mit den Kindern, im Gewächshaus, auf dem Acker, am Pferdewagen und vorm Schlitten.

 

 

Überall hast du uns erfreut und wirst uns in guter Erinnerung bleiben.
 

Tina, die zweite Pferdeomi, durfte zu einem anderen Hof übersiedeln, wo es auch Altersgenossen gibt.

 

 

 

 

Was im Juni auf dem Guidohof los war ...

Der Juni schenkte uns den langersehnten Regen, so dass wir nach einer langen Durststrecke endlich wieder beschwingt pflanzen konnten. In den guten feuchten Tagen haben wir beispielsweise Brokkoli, Kohlrabi und Grünkohl in die Erde bringen können. Eine Person fährt den Traktor mit dem Pflanzstuhl. Auf diesem sitzen zwei Personen, die die Jungpflanzen über die Pflanzscheibe im Boden platzieren.

Unsere Mitarbeiterin Mandy kümmert sich vor allem um die Gewächshäuser und setzt Brennnessel- und Schachtelhalmjauchen an, um Tomaten, Gurken und Paprika zu schützen und zu stärken. Hier ist sie gut gelaunt mit Basilikumpflanzen im Topf unterwegs und stellt sie für die Kunden bereit.

Dank der guten Pflege von Mandy hatten wir eine erfolgreiche Gurkenernte. Sie wuchsen so üppig, dass unseren fleißigen Helferinnen halb kriechen und krauchen mussten, um es durch das Gewächshaus zu schaffen. Hier zu sehen sind die Praktikantinnen Chiaki und Jitka bei der Erneuerung der Holzwege im Gurkenhaus. Diese schützen den Boden vor Verdichtungen.

Hier sitzt Lisa (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Anzuchtsgewächshaus und pikiert Fenchel. Das heißt, sie vereinzelt junge Fenchelkeimlinge, damit sie mit genügend Platz weiter wachsen können, bevor sie mit dem Pflanzstuhl im Freiland gesetzt werden können.

 

Apropos Freiland: Aktuell sehen unsere Freilandkulturen super aus. Unser Gärtnermeister Gerd hackt regelmäßig all die Beete, damit das Unkraut in Schach gehalten wird und die Hauptkultur sich gut entwickeln kann. Hier sind die Zwiebelreihen zu sehen, in denen fast das gesamte Landwirtschaftsteam zahlreiche Stunden gejätet hat. Das hat sich gelohnt.

In unserem Online-Shop finden Sie immer aktuell unsere frisch geernteten Artikel.

 

Unser neuer alter Ballen-Anhänger ist fertig!

Mehrere Wochen Arbeit waren nötig, bis unser Ballenanhänger wieder so glänzen konnte, wie auf diesem Bild.

 

Der Hänger, mit dem wir unsere Heu-, Stroh- und Silageballen transportieren, war über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen und brauchte dringend eine Komplett-Überholung.

 

 

Als erstes wurden die maroden Bretter runtergerissen und der ziemlich verbogene und etwas zu schwache Rahmen weggeschnitten. Eine extrem massive Rahmenkonstruktion wurde geschweißt – unkaputtbar! Als Oberfläche entschieden wir uns wieder für Holzbretter – allerdings in einer besseren Verarbeitung. Sie wurden maßgeschneidert und in den Rahmen eingeführt. Auf diesem Bild sieht man den Testversuch, bei dem alle Hölzer nach und nach ihren Platz fanden. Nachdem wir sahen, dass es klappt, nahmen wir alles wieder raus :-)

Nun strichen wir jedes Brett und die hölzernen Füllstückchen mit Leinöl ein. Dies war wohl der angenehmste und ruhigste Teil der Arbeit, da sonst Krach und Rostschutz-Düfte dominierten. Das Öl schützt übrigens besser als jeder Lack, da er tief in das Holz eindringt.

 

 

 

 

 

Es wurden Halterungen konzipiert und geschweißt, damit die Ballen während einer Fahrt stabil sitzen. Auch die Elektrik sowie die Hand- und die Luftdruckbremse brachten wir auf Vordermann. Und dann wurde alles geschrubbt, mit Rostschutz gestrichen und schließlich lackiert...

 

...in Enzianblau :-) Ende Mai nun ist das Meisterwerk fertig geworden. Tim, unser Chef in der Werkstatt, und Klaudia, Azubine im 4. Lehrjahr, haben dies alles bewältigt. Die ersten Silage-Ballen wurden auch schon geholt, und noch einige werden folgen in dieser Saison. Allzeit Gute Fahrt!