Was im Juni auf dem Guidohof los war ...

Der Juni schenkte uns den langersehnten Regen, so dass wir nach einer langen Durststrecke endlich wieder beschwingt pflanzen konnten. In den guten feuchten Tagen haben wir beispielsweise Brokkoli, Kohlrabi und Grünkohl in die Erde bringen können. Eine Person fährt den Traktor mit dem Pflanzstuhl. Auf diesem sitzen zwei Personen, die die Jungpflanzen über die Pflanzscheibe im Boden platzieren.

Unsere Mitarbeiterin Mandy kümmert sich vor allem um die Gewächshäuser und setzt Brennnessel- und Schachtelhalmjauchen an, um Tomaten, Gurken und Paprika zu schützen und zu stärken. Hier ist sie gut gelaunt mit Basilikumpflanzen im Topf unterwegs und stellt sie für die Kunden bereit.

Dank der guten Pflege von Mandy hatten wir eine erfolgreiche Gurkenernte. Sie wuchsen so üppig, dass unseren fleißigen Helferinnen halb kriechen und krauchen mussten, um es durch das Gewächshaus zu schaffen. Hier zu sehen sind die Praktikantinnen Chiaki und Jitka bei der Erneuerung der Holzwege im Gurkenhaus. Diese schützen den Boden vor Verdichtungen.

Hier sitzt Lisa (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Anzuchtsgewächshaus und pikiert Fenchel. Das heißt, sie vereinzelt junge Fenchelkeimlinge, damit sie mit genügend Platz weiter wachsen können, bevor sie mit dem Pflanzstuhl im Freiland gesetzt werden können.

 

Apropos Freiland: Aktuell sehen unsere Freilandkulturen super aus. Unser Gärtnermeister Gerd hackt regelmäßig all die Beete, damit das Unkraut in Schach gehalten wird und die Hauptkultur sich gut entwickeln kann. Hier sind die Zwiebelreihen zu sehen, in denen fast das gesamte Landwirtschaftsteam zahlreiche Stunden gejätet hat. Das hat sich gelohnt.

In unserem Online-Shop finden Sie immer aktuell unsere frisch geernteten Artikel.

 

Unser neuer alter Ballen-Anhänger ist fertig!

Mehrere Wochen Arbeit waren nötig, bis unser Ballenanhänger wieder so glänzen konnte, wie auf diesem Bild.

 

Der Hänger, mit dem wir unsere Heu-, Stroh- und Silageballen transportieren, war über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen und brauchte dringend eine Komplett-Überholung.

 

 

Als erstes wurden die maroden Bretter runtergerissen und der ziemlich verbogene und etwas zu schwache Rahmen weggeschnitten. Eine extrem massive Rahmenkonstruktion wurde geschweißt – unkaputtbar! Als Oberfläche entschieden wir uns wieder für Holzbretter – allerdings in einer besseren Verarbeitung. Sie wurden maßgeschneidert und in den Rahmen eingeführt. Auf diesem Bild sieht man den Testversuch, bei dem alle Hölzer nach und nach ihren Platz fanden. Nachdem wir sahen, dass es klappt, nahmen wir alles wieder raus :-)

Nun strichen wir jedes Brett und die hölzernen Füllstückchen mit Leinöl ein. Dies war wohl der angenehmste und ruhigste Teil der Arbeit, da sonst Krach und Rostschutz-Düfte dominierten. Das Öl schützt übrigens besser als jeder Lack, da er tief in das Holz eindringt.

 

 

 

 

 

Es wurden Halterungen konzipiert und geschweißt, damit die Ballen während einer Fahrt stabil sitzen. Auch die Elektrik sowie die Hand- und die Luftdruckbremse brachten wir auf Vordermann. Und dann wurde alles geschrubbt, mit Rostschutz gestrichen und schließlich lackiert...

 

...in Enzianblau :-) Ende Mai nun ist das Meisterwerk fertig geworden. Tim, unser Chef in der Werkstatt, und Klaudia, Azubine im 4. Lehrjahr, haben dies alles bewältigt. Die ersten Silage-Ballen wurden auch schon geholt, und noch einige werden folgen in dieser Saison. Allzeit Gute Fahrt!

 

 

Nachwuchs in unserer Mutterkuhherde

Mitten in die grimmige Kälte hinein fanden in kürzester Zeit 4 Abkalbungen in unserer Mutterkuhherde statt. Gerade in den ersten Tagen hatten sie Tag und Nacht eine Rotlicht-Wärmelampe zur Verfügung, um sich warm zu halten. "Eichhörnchen" hat es leider dennoch nicht geschafft und ist gestorben, da es nicht bei der Mutter trinken wollte.

 

Alle anderen Kälber fanden jedoch ohne Probleme das Euter der Mutter und sind wohl auf. Die Milch, welche die Kälber in den ersten Stunden erhalten, ist besonders reichhaltig, die sogenannte "Biestmilch". Diese macht die Abwehrkräfte der Kleinen besonders stark. Die Biestmilch versiegt nach ca. 5 Tagen. Jetzt knabbern Loki und Lewa schon seit ca. 1 Woche am Heu. Gute Heugaben sind wichtig, damit sich der junge Pansen gut entwickeln kann.

 

Die Kälbchen erhalten immer einen Namen, der den selben Anfangsbuchstaben wie die Mutter hat. Den Namen aussuchen darf sich immer die Person, die das neue Kalb entdeckt hat. Bei Belarus war die Namensgeberin unsere FÖJ-lerin Gesine.

09.02.2018 "Eichhörnchen" von "Eiche" (Erstabkalbung) gestorben

23.02.2018 "Loki" von "Lolita" (Erstabkalbung)

27.02. 2018 "Lewa" von "Lovis"

09.03.2018 "Belarus" von "Belinda" (Riesenkuh mit Riesenkalb) :-)

 

 

 

Winterliches Durchatmen in kalten Tagen

Zwei wundervoll, helle und eiskalte Wintertage liegen hinter uns. Wir freuen uns sehr über den Frost, denn der Boden braucht eine richtige Ruhepause. Er kann unter einer Schneedecke und all den Kristallen geschützter einatmen als in einem milden Matsch-Winter. Auch uns Menschen auf dem Guidohof tut diese Kälte gut. Einmal im Jahr kalte und frische Luft zu atmen, ist eine tiefe Wohltat.

 

Zur Zeit widmen wir uns früh morgens dem Rosenkohl.

In diesen Tagen erleben wir ganz besondere, kristallklare Sonnenaufgänge auf der Anhöhe und unser  Rosenkohl wartet bei -10°C auf uns. Das pure Glück! Wir ernten ihn dieses Jahr am Stiel, statt die einzelnen Röschen zu pflücken. Das ist eine immense Arbeitserleichterung und sieht schick aus!

 

 

 

Ebenfalls früh am Morgen befüllen Jonathan und Oskar den Bio-Meiler mit Holzhäcksel. Wir haben uns dafür eine ordentliche Ladung Häcksel liefern lassen, denn unser Häcksler war etwas überfordert...

 

Mit dem Radlader wird der dampfende Haufen nach und nach abgetragen und in den Meiler umgelagert. Im Meiler werden Schläuche im ganzen Innenraum geschichtet.

 

 

Das Wasser in den Schläuchen wird durch das phasenweise richtig heiße Häcksel erwärmt und versorgt mit dieser Wärme wiederum das neben stehende Anzuchtsgewächshaus. Dort werden in Kürze unsere Jungpflanzen stehen und hoffentlich besser denn je wachsen und gedeihen.

 

 

 

 

In genau diesem Anzuchtsgewächshaus ist derzeit noch viel Arbeit zu tun. Luisa kümmert sich um die Abdeckung der unteren Gewächshaus-Ränder, da noch zu viel kühle Luft hereinzieht. Danach werden wir uns im Team der Aufhängung von Folien widmen, um das Haus innen in zwei Räume unterteilen zu können. Dazu dann später mehr Infos.

 

 

Einige wenige Kulturen können übrigens schon sehr früh im Jahr vorbereitet werden. Unsere Steckzwiebeln gehören dazu. Einige Beete sind nun dicht gefüllt mit den kleinen, goldenen Zwiebelchen. Im Folientunnel sind sie vor allzu tiefen Temperaturen geschützt und werden mit etwas Glück schon in 8 Wochen als frische Lauchzwiebel-Bunde in Ihrer Kiste landen. :-)

 

 

 

Wer weiß, wie lange uns der Winter noch hold ist...Wir haben eigens einen Eis-Kobold mit Hirschgeweih gebaut, der nun ohne Pause die Wintergeister bezirzt, auf dass sie noch etwas bleiben. Wir wünschen allen Kunden und Freunden des Guidohofes viel Freude am winterlichen Durchatmen.