Auf zum Kartoffeln Stoppeln

  Die Kartoffelernte ist im Gange und wer Lust hat kann zum Stoppeln kommen!

Mein Sohn Paule und sein Studienkollege Tim aus Eberswalde sind dieses Jahr für die Ernte gekommen.

 

 

Dafür bedarf es erst einmal ein paar Reparaturen unserer alten Technik.

 

Doch die beiden sind geschickt und bald geht es mit dem Roder auf das Feld.

 

Wir ernten die Frühkartoffeln "Solist" und sind gespannt auf die Erträge, denn dieses Jahr war der Kartoffelkäfer so richtig freudig am Werk. Alle Maßnahmen haben die Invasion nicht aufhalten können.

 

 

Doch wir staunen, dass wir doch relativ große Kartoffeln ernten und so geht es bis spät Abends mit Mario, Oli und Ansgar weiter ans Werk.

 

Es macht immer richtig viel Spaß oben auf der Kombine zu stehen und Runde um Runde die Erde wieder auf das Feld zu werfen und dabei aufzupassen, dass nur einwandfreie Kartoffeln ins Lager kommen.

 

 

 

Wer diesen Genuss auch einmal erleben will: Am Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag jeweils zu den Hofladenöffnungszeiten darf man bei uns zum verringerten Preis seine Kartoffeln selber sammeln.

 

Also auf zum Kartoffeln Stoppeln!

Bitte mit Anmeldung Tel: 0376095433... oder im Laden

 

Meine erste Getreideernte

War ich am Freitag Abend froh, als 22.22 Uhr Konstantin mit dem Trecker von der letzten Getreideabfahrt die Hofauffahrt hoch tuckerte und somit alles Getreide von 35ha unter Dach gebracht war.

In dieser Woche ernteten wir 6 ha Dinkel und 2ha Weizen von unseren Flächen.

 

Dafür haben wir einen eigenen Mähdrescher und dieser alte Knabe hat bis auf eine kleine Fläche alles wunderbar gemacht. Jetzt steht er in der Halle und muss repariert werden.

Der Dinkel wächst im Spelz und muss komplett noch einmal geschält werden.

Eine Dinkelschälanlage haben wir auf dem Hof und auch die Reinigungsgerätschaften. Das ist die Winterarbeit von Gerd, der hier auch wacker bei der Hitze auf dem Mähdrescher sitzt.

Zusätzlich ließen wir von zwei Lohnunternehmern die Flächen in Boderitz, 15 ha Roggen und 12 ha Weizen in Kaufungen dreschen. Wie es der Zufall wollte alles gleichzeitig am Freitag. Da gibt es einiges zu koordinieren.

Zuerst muss natürlich die Feuchtigkeit des Getreides geprüft werden und ein Gerät zeigt nach der Beprobung die Werte an. 14% muss es mindestens sein. Mit 11,1% sind wir gut dran.

Dann kommen weitere Fragen: Wer fährt das Getreide ab, zu welcher Zeit, mit welchem Hänger, wohin...und wehe, wenn der Mähdrescher stehen muss, weil irgendetwas nicht klappt!

Eine schöne Zusammenarbeit habe ich mit meinen konventionellen Bauern erfahren. Sie waren alle sehr hilfsbereit, ich durfte die Waagen benutzen und Thomas Sander ließ uns den Umstellungsweizen sogar als erste Getreide überhaupt in sein neues Sacksilo einfüllen, damit es erstmal geschützt ist und später etwas bessere Preise als jetzt zur Erntezeit erzielen dürfte.

Gleichzeitig mussten wir noch zwei Silos aufbauen, um neben den Roggen, auch den Dinkel und den Weizen aus der Ernte für die eigene Bäckerei einlagern zu können. Bei brütender Hitze kletterten meine Männer vom Hof in der Höhe herum. Großer Respekt für alle, die mitgewirkt haben, ganz besonderen Dank an Tim.

Man glaubt es kaum, aber genau am Freitag wurden beide Silos fertig und warteten nur noch auf die Einlaufrohre, denn der Dinkel steht in Big Bags und auf allen verfügbaren Hängern, bereit für seine Einlagerung.

Wenn er geschält ist, wird er zu herrlichem Dinkelbrot, Brötchen und Baguette weiter verarbeitet.


Ich waren ganz schön fertig am besagten Freitag Abend und gleichzeitig so froh. Ich bereite ein schönes Essen in unserem Verandakörbchen vor, denn es gibt was zu feiern. Das war die größte Getreideernte seit Bestehen des Hofes und das erste Mal, seit sich Armin vom Hof getrennt hat, war ich allein dafür verantwortlich. Ihr glaubt nicht, wieviel Steine mir vom Herzen fielen, dass alles richtig gut geklappt hatte..

 

 

 

 

 

 

Bestes Pferdeheu zu verkaufen

So ein Glück bei der Heuernte. Pfingsten stand im Zeichen des Heus!

Am Donnerstag hatte Marcel, unser Lohnunternehmer, begonnen, unsere Wiesen zu schneiden. Herrlich sieht das aus, wenn das Gras so geordnet auf dem Boden liegt. Ab jetzt bitte ich das Wetter um vier Tage Wind und Sonnenschein:)

 

Freitag ging das Wenden los. Den ersten Tag übernahm Konstantin mit fast 5 Hektar in unseren Tälern und in Kaufungen.

Da kommt dann schon mal ein Foto von ihm, wo ein Storch auf der Wiese steht und den Trecker beobachtet.

Samstag und Sonntag nochmal das gleiche Spiel. Dieses Mal mit Andreas, der Runde um Runde dreht und ganz wacker mit unserer älteren Technik klar kommt.

Am Montag mussten alle die Daumen drücken, denn Gewitter ist angesagt. Schaffen wir es zuvor, die Ballen zu rollen? Ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel und wünschte mir gleich noch bisschen Sonne, damit es auch richtig trocken wird. Und siehe da, der Himmel reißt noch einmal auf und das Gewitter wartet bis nachts.

Der kleine Schwader hat viel zu tun und wird verfolgt von der Ballenpresse. Fast gleichzeitig kommen sie ins Ziel. Und wir sind sehr stolz 55 Ballen bestes Heu gepresst zu haben.

Wir verkaufen dieses wunderbare Heu gern an Pferdebesitzer oder für Mutterkuhherden. Nicht gedüngt mit vielen Kräutern drin, ist es ein wohlschmeckendes Futter - mit viel Freude und Liebe in der unberührten Natur gewachsen.

 

 

Jurtenaufbau - Back to the roots

Unsere Saison von Veranstaltungen in unserer Jurte beginnt. Am Ostermonatg haben wir bei herrlichem Sonnenschein die Jurte mit 8 m Durchmesser aufgebaut.

 

 

 

 

Dafür braucht es etliche fachkundige, kräftige Hände und Arme. Denn jedes Jahr sind wieder einige Kniffe zu beachten. Doch allen macht es Spaß, die richtigen Lösungen zu finden.

 

 

Drei Hölzer halten den Deckenkranz, wo danach die Sparren eingefädelt und im Holzgitter befestigt werden.

 

 

Dann gibt es den Augenblick, wo alle Sparren drin sind und nun die Stoffbespannung losgeht. Besonders das Dach ist eine Herausfordung, denn hier ist das Ofenloch zu bedenken.

Aber alles passt und bald ist die Jurte fertig.

Wir Frauen haben ein leckeres Essen bereitet mit eigenen Lauchzwiebeln, Spinat und Kräutern.

Nach getaner Arbeit ein würdiger Abschluss.

Wir vermieten die Jurte für Veranstaltungen zum Thema: "Back to the roots".

 

Ein wunderschöner Ort zum Entspannen, Kraft schöpfen, seine Mitte finden, Kind sein dürfen und Spaß haben.