Back to the roots

Nach 27 Jahren hatte ich die Chance, meinen Wunsch aus DDR Zeiten zu verwirklichen, nämlich die weite Welt zu bereisen. Meine Mitarbeiter und mein Mann haben meinen Plan befürwortet und so hatte ich mir Südostasien ausgesucht, denn das reizte mich vorerst am meisten.

 

 

Indien war mein erstes Reiseziel und eine große Herausforderung als Frau allein. Aber ganz allein ist man als Individualtourist sowieso nie. Die ersten drei Wochen war ich mit Daniela Wolf in einer kleinen Gruppe unterwegs und suchten Kraftorte Südindiens auf, so zum Beispiel den heiligen Arunchala bei Tiruvannamalai, in Tirupati und in Auroville.

Sogar in einen Ashram, einem Meditationszentrum, durfte ich für einige Tage reinschnuppern. Die Geschichte von Shilpa, die als Frau eine Biofarm in Penukonda leitet, kennt ihr ja schon oder ihr schaut nochmal auf meinen Blog.

Weitere Reiseziele waren Nepal, Thailand und Bali und überall begegnete ich Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen - ob im Ökolandbau, Völkerverständigung, Müllreduzierung, Selbsterkenntniswege oder für die Bildung der Kinder. Von allem war etwas dabei und ich kam schnell in den Austausch.

In Nepal war es Peter Effenberger mit seinem Projekten rund um Nepali Garden, von denen ich auch schon in meinem Blog erzählte.

Natürlich sah ich dort auch die höchsten Berge der Welt und das herrliche Wetter beglückte mich, als ich mit meiner Tochter Luise mit dem Rucksack auf dem Rücken die Bergwelt bestaunte.

In Thailand traf ich meine Freundin Birgit und unsere erste Aktion war das Müllsammelprojekt auf Koh Mak, denn hier spült es täglich Unmengen von Plastik an und die traumhaften Strände werden zu Müllhalden.

Mit der Trash-Hero-Aktion leisteten wir einen kleinen Beitrag, der uns allen aber folgendes wieder mehr ins Bewusstsein rücken soll: Glas statt Plasikflasche und schön Tüten vermeiden - jeder kann etwas tun und es hilft!

Bali ist ein beliebtes Reiseziel für viele Menschen. Warum? Vielleicht ist es die große Dankbarkeit, die in diesem Volk präsent ist. Gelebte Dankbarkeit für das was ist!

Sie haben teilweise so wenig und wirken trotzdem glücklich. Diese Gabe strahlt aus und lockt viele Touristen an.

Mich hat es in den ruhigeren Norden gezogen und mit Mimpi Manis und Prana Veda habe ich zwei Plätze gefunden, die mich fast etwas heimatlich werden ließen.

Natürlich verzauberten mich die palmenumsäumten Strände und Swimmingpools und das Meer mit vorgelagerten Riffs zum Schnorcheln. Doch es war die Herzlichkeit von André aus Dresden und Jule und das offene Herz von Renate samt ihrem Yogalehrerstab, was das Zuhausegefühl ausmachte.

In Prana Veda konnte ich nach meinem Gastaufenthalt noch vier Wochen meine Arbeit einbringen und mit Ary im Garten werkeln.

 

Gesundes aryuvedisches Essen gehört wie Yoga, Massage, Meditation und AquaHealing hier genauso zum Tagesprogramm wie die vielen tiefsinnigen und fruchtbaren Gespräche über Gott und die Welt.

(Den Blog dazu kennt ihr schon.)

 

Nun bin ich wieder zu Hause und vieles hat sich geändert. Armin möchte gern andere Wege gehen und wir sind in einer Phase der Findung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse für unser Leben. Ich versuche mein Bestes, alles mit Liebe zu begleiten und unserem Hof die gewohnte Stabilität zu geben, mit all dem Mitgebrachten an Vertrauen und Kraft und vor allem mit der Demut davor, dass wir hier in Deutschland in der Fülle leben dürfen im Gegensatz zu den Verhältnissen zum Beispiel in Indien und Nepal.

Besonders wir Frauen haben hier das Recht der Freiheit auf Selbstbestimmung und mit unserer Liebe im Herzen können wir alle gemeinsam viel verändern. 

 

 

 

 

Nach dem Motto:

Auch in stürmischen Zeiten darf man nach vorne blicken

...denn dort geht die Sonne auf.