Unser neuer alter Ballen-Anhänger ist fertig!

Mehrere Wochen Arbeit waren nötig, bis unser Ballenanhänger wieder so glänzen konnte, wie auf diesem Bild.

 

Der Hänger, mit dem wir unsere Heu-, Stroh- und Silageballen transportieren, war über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen und brauchte dringend eine Komplett-Überholung.

 

 

Als erstes wurden die maroden Bretter runtergerissen und der ziemlich verbogene und etwas zu schwache Rahmen weggeschnitten. Eine extrem massive Rahmenkonstruktion wurde geschweißt – unkaputtbar! Als Oberfläche entschieden wir uns wieder für Holzbretter – allerdings in einer besseren Verarbeitung. Sie wurden maßgeschneidert und in den Rahmen eingeführt. Auf diesem Bild sieht man den Testversuch, bei dem alle Hölzer nach und nach ihren Platz fanden. Nachdem wir sahen, dass es klappt, nahmen wir alles wieder raus :-)

Nun strichen wir jedes Brett und die hölzernen Füllstückchen mit Leinöl ein. Dies war wohl der angenehmste und ruhigste Teil der Arbeit, da sonst Krach und Rostschutz-Düfte dominierten. Das Öl schützt übrigens besser als jeder Lack, da er tief in das Holz eindringt.

 

 

 

 

 

Es wurden Halterungen konzipiert und geschweißt, damit die Ballen während einer Fahrt stabil sitzen. Auch die Elektrik sowie die Hand- und die Luftdruckbremse brachten wir auf Vordermann. Und dann wurde alles geschrubbt, mit Rostschutz gestrichen und schließlich lackiert...

 

...in Enzianblau :-) Ende Mai nun ist das Meisterwerk fertig geworden. Tim, unser Chef in der Werkstatt, und Klaudia, Azubine im 4. Lehrjahr, haben dies alles bewältigt. Die ersten Silage-Ballen wurden auch schon geholt, und noch einige werden folgen in dieser Saison. Allzeit Gute Fahrt!

 

 

Nachwuchs in unserer Mutterkuhherde

Mitten in die grimmige Kälte hinein fanden in kürzester Zeit 4 Abkalbungen in unserer Mutterkuhherde statt. Gerade in den ersten Tagen hatten sie Tag und Nacht eine Rotlicht-Wärmelampe zur Verfügung, um sich warm zu halten. "Eichhörnchen" hat es leider dennoch nicht geschafft und ist gestorben, da es nicht bei der Mutter trinken wollte.

 

Alle anderen Kälber fanden jedoch ohne Probleme das Euter der Mutter und sind wohl auf. Die Milch, welche die Kälber in den ersten Stunden erhalten, ist besonders reichhaltig, die sogenannte "Biestmilch". Diese macht die Abwehrkräfte der Kleinen besonders stark. Die Biestmilch versiegt nach ca. 5 Tagen. Jetzt knabbern Loki und Lewa schon seit ca. 1 Woche am Heu. Gute Heugaben sind wichtig, damit sich der junge Pansen gut entwickeln kann.

 

Die Kälbchen erhalten immer einen Namen, der den selben Anfangsbuchstaben wie die Mutter hat. Den Namen aussuchen darf sich immer die Person, die das neue Kalb entdeckt hat. Bei Belarus war die Namensgeberin unsere FÖJ-lerin Gesine.

09.02.2018 "Eichhörnchen" von "Eiche" (Erstabkalbung) gestorben

23.02.2018 "Loki" von "Lolita" (Erstabkalbung)

27.02. 2018 "Lewa" von "Lovis"

09.03.2018 "Belarus" von "Belinda" (Riesenkuh mit Riesenkalb) :-)

 

 

 

Winterliches Durchatmen in kalten Tagen

Zwei wundervoll, helle und eiskalte Wintertage liegen hinter uns. Wir freuen uns sehr über den Frost, denn der Boden braucht eine richtige Ruhepause. Er kann unter einer Schneedecke und all den Kristallen geschützter einatmen als in einem milden Matsch-Winter. Auch uns Menschen auf dem Guidohof tut diese Kälte gut. Einmal im Jahr kalte und frische Luft zu atmen, ist eine tiefe Wohltat.

 

Zur Zeit widmen wir uns früh morgens dem Rosenkohl.

In diesen Tagen erleben wir ganz besondere, kristallklare Sonnenaufgänge auf der Anhöhe und unser  Rosenkohl wartet bei -10°C auf uns. Das pure Glück! Wir ernten ihn dieses Jahr am Stiel, statt die einzelnen Röschen zu pflücken. Das ist eine immense Arbeitserleichterung und sieht schick aus!

 

 

 

Ebenfalls früh am Morgen befüllen Jonathan und Oskar den Bio-Meiler mit Holzhäcksel. Wir haben uns dafür eine ordentliche Ladung Häcksel liefern lassen, denn unser Häcksler war etwas überfordert...

 

Mit dem Radlader wird der dampfende Haufen nach und nach abgetragen und in den Meiler umgelagert. Im Meiler werden Schläuche im ganzen Innenraum geschichtet.

 

 

Das Wasser in den Schläuchen wird durch das phasenweise richtig heiße Häcksel erwärmt und versorgt mit dieser Wärme wiederum das neben stehende Anzuchtsgewächshaus. Dort werden in Kürze unsere Jungpflanzen stehen und hoffentlich besser denn je wachsen und gedeihen.

 

 

 

 

In genau diesem Anzuchtsgewächshaus ist derzeit noch viel Arbeit zu tun. Luisa kümmert sich um die Abdeckung der unteren Gewächshaus-Ränder, da noch zu viel kühle Luft hereinzieht. Danach werden wir uns im Team der Aufhängung von Folien widmen, um das Haus innen in zwei Räume unterteilen zu können. Dazu dann später mehr Infos.

 

 

Einige wenige Kulturen können übrigens schon sehr früh im Jahr vorbereitet werden. Unsere Steckzwiebeln gehören dazu. Einige Beete sind nun dicht gefüllt mit den kleinen, goldenen Zwiebelchen. Im Folientunnel sind sie vor allzu tiefen Temperaturen geschützt und werden mit etwas Glück schon in 8 Wochen als frische Lauchzwiebel-Bunde in Ihrer Kiste landen. :-)

 

 

 

Wer weiß, wie lange uns der Winter noch hold ist...Wir haben eigens einen Eis-Kobold mit Hirschgeweih gebaut, der nun ohne Pause die Wintergeister bezirzt, auf dass sie noch etwas bleiben. Wir wünschen allen Kunden und Freunden des Guidohofes viel Freude am winterlichen Durchatmen.

Mit dem Trecker nach Berlin

160 Trecker und 33.000 Menschen sind nach Berlin zur: "Wir haben es satt"-Demo gekommen und zeigen, dass es auch anders geht. Denn immer im Januar finden sich Bauern und Verbraucher zusammen, um anlässlich der Grünen Woche mitzuteilen, was wir uns wünschen. Einen wertschätzenden Umgang mit der Natur und alles was darin lebt: Für uns Menschen eine gesunde Ernährung, für die Tiere eine wesensgemäße Tierhaltung, für den Boden einen Aufbau statt einen Raubbau und das alles weltweit!

So war es besonders für die Hofsöhne und Junglandwirte eine Ehrensache nach Berlin mit den Schleppern zu kommen und tatsächlich hatten sich weit über hundert Traktoren aus ganz Deutschland angemeldet, um die stundenlange Fahrt nach Berlin auf sich zu nehmen. Mit unseren 9 Stunden waren wir noch nicht einmal der am längsten angereiste Trecker.

So startete Paule am Freitag zur Domäne Dahlem, wo sich alle aus dem Süden angereisten Treckerfahrer trafen und im Stadtgut Blankefelde wurde für alle gekocht und viele Schlafplätze zur Verfügung gestellt. Als wir am Samstag vor Beginn unseren Sohn mit dem Fendt suchten, machte es schon Freude den Guidohoftrecker in dem Konvoi zu erblicken.

Schon bald treffen wir weitere Demeterbauern aus Sachsen, deren Söhne mit und ohne Traktor auf der Demo unterwegs sind: Hof Mahlizsch mit Karin&Norbert Steul und der Linke Hof mit Lindela&Reinhard Sommer, wie schön!

Wenn man nicht in der Kolonne der Trecker dabei ist, hat man Zeit sich die originellen Einfälle der Demo-Freunde anzuschauen und so hatte besonders die Biene viel Zuspruch unter den Menschen.

Aber auch eine wunderschöne Naturfee zeigte sich, um auf die zu schützende Mutter Erde hinzuweisen und ein ganzes Baugerüst wurde genutzt zur

"Grünkohlwerbung" mit hintergründigem Sinn!

Der Zug ging am Bundestag und Bundeskanzleramt vorbei. Hupende Traktoren und bunte Menschen mit Trommeln oder Kochtöpfen machten dort auf sich aufmerksam.

Vorm Brandenburger Tor war die Abschlusskundgebung, wo auch alle Treckerfahrer noch einmal auf die Bühne gebeten wurden. Wer ganz gute Augen hat, erkennt Paule hinter dem Geschäftsführer aller Wasserwerke Deutschlands, der klare Auskünfte zu Wasserqualitäten und Verunreinigung durch Chemie in der Landwirtschaft spricht und somit unser Anliegen unterstützt.

Viele kommen zu Wort und manchmal fehlen einem die Worte, wenn es um Landverkäufe und Machenschaften rund um das Thema Landwirtschaft geht. Doch wir wirtschaften anders und freuen uns daran. Wir sind begeisterte Demeterlandwirte und Ökokistenanbieter, denn hier stehen wir gemeinsam mit Gleichgesinnten in ganz Deutschland.

Wir stehen für 100% Bio, für fruchtbare Böden, für artgerechte Tierhaltung und für eine friedliche und gesunde Zukunft unserer Kinder.

Und wer sich auch dafür einsetzen will, findet sicher viele Möglichkeiten, zum Beispiel durch eine Spende oder sogar einer Treckerpatenschaft

Damit würde sich der Aufwand auf viele Schultern verteilen.

Und auch Armin und Konstantin haben etwas geteilt und zwar die Rücktour.

Heute kam er wieder zurück, unser treuer Fendt und anscheinend hat es ihm gut gefallen unter seinesgleichen, denn er hat die ganze lange Fahrt nicht einmal gemurrt:)