Versuch geglückt: erstmalig Wurzelpetersilie

Unser Gärtner Gerd hat sich dieses Jahr an eine neue Sorte herangewagt: Ab sofort gibt es Wurzelpetersilie mit Grün bei uns.

Gerd hat eine Tüte Bingenheimer Saatgut ausgesät und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wurzelpetersilie hat wie Petersilie eine lange Keimzeit und ist daher immer etwas ungewiss, ob die Pflänzchen zu ihrer Kraft finden.

Doch heute stand er glücklich auf seinem Feld. Acht Quadratmeter Fläche konnte er mit Wurzelpetersilie bepflanzen. Und als erstes Fazit hat er gesagt, dass sie noch mehr Fläche im nächsten Jahr bekommen können, damit die Wurzeln genug Platz zum Wachsen haben und nicht zu eng stehen.

Hätten Sie es erkannt? Man kann das Gemüse leicht mit Pastinaken verwechseln. Beim Anbau und den Inhaltsstoffen sind die beiden Sorten in der Tat sehr ähnlich. Von September bis April können beide geerntet werden. Dazu haben beide sehr ähnliche Nährstoffe, u.a. sehr gute ätherische Öle. Sie haben eine verdauungsanregende und harntreibende Wirkung.

Optisch liegt der Unterschied in der Größe. Pastinaken können fast die doppelte Länge erlangen. Zudem ist sie durch einen hohen Zuckergehalt eher süßlich, nussig im Geschmack. Für Babybrei eignet sich die Pastinake daher hervorragend, aber auch in Suppen oder als Pürree. Wogegen die Petersilienwurzel stark an die Petersilie erinnert. Sie bietet daher eine gute Alternative für Sellerie in der wärmenden Gemüsesuppe. Außerdem kann man das Grün wie Petersilie als Kraut zum Würzen oder in Smoothies nutzen.


 

Endiviensalat zum Sattessen

Zwei Wochen war Gerd, unser Gärtner, im Urlaub. Als er danach sein Endivien-Feld wiedersah, staunte er nicht schlecht. Dass der Salat so schnell nochmal solch einen Umfang erreicht, hätte er nicht gedacht. Wir haben dieses Jahr echte Großkaliber.

Unsere Sorte, die wir anbauen, heißt "Diva" vom Bingenheimer Saatgut. Da hat Gerd doch alles richtig gemacht, damit sich unsere "Diva" in ihrer vollen Schönheit entfalten kann. Sehr zufrieden erntet er die großen Salatköpfe jeden Tag frisch für Ihre Ökokiste.

Bei richtiger Lagerung kann eine kleine Familie eine Woche gut davon essen. Nehmen Sie nur die äußeren Blätter ab, soviel Sie benötigen. Den Rest des Salatkopfes können Sie in ein feuchtes Tuch wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Endivien haben robuste Blätter und halten bei angenehmer Kühlung lange frisch.

Endivie ist ein leicht bitterer Salat. Dafür sorgen Bitterstoffe, wie beispielsweise Lactucopikrin, die sehr wertvoll für unser Verdauungssystem sind. Sie regen den Appetit an und fördern die Verdauung. Für einen Salat hat der Endivie einen hohen Beta-Carotin-Gehalt und enthält verschiedene Mineralstoffe.

Ein Blumenmeer zwischen den Feldern

Es ist eine Pracht. Zwischen den Feldern mit vielem leckeren Gemüse, die sich vorrangig in braun-grünen Tönen hervortun – nur der Mangold trägt violett-gelb-grüne Blätter – schillert unser Blühstreifen in den herrlichsten Farben.

Da sieht man die Klassiker wie Löwenmäulchen, mit denen ich als Kind zu gern gespielt habe. Kennen Sie das, wenn man die Blüten an den Seiten sanft zusammendrückt, reißt der „Löwe“ sein Mäulchen weit auf.

Aber auch Blumen von weit her sind hier zu finden, wie die Mexikanische Sonnenblume. Sie gehört zu den Korbblütlern wie beispielsweise auch die Calendula oder auch Ringelblume genannt.

Aus den Blütenblättern lassen sich sehr wirksame Salben herstellen, mit denen man kleinere Risse und Wunden in der Haut sanft heilen kann. Verantwortlich dafür ist die entzündungshemmende Wirkung.

Sonnenblumen stehen natürlich auch auf unserem Blühstreifen. Solch eine gewaltige und kraftvolle Pflanze darf hier nicht fehlen. Mit ihrem kräftigen Stil und großen Kopf wacht sie über unsere Felder und ist ein Magnet für die Sonne, zumindest glauben wir fest daran :)

Klein und unscheinbar ist dieses Exemplar. Die Fotos sind in den Morgenstunden entstanden und es sah wunderschön aus, wie die Tautropfen in den Blättern und Blüten des Chinesischen Vergissmeinnicht hingen.

Wie kleine Knöpfe wirken die Blüten der Parakresse. In den Blumensträußen, die Roßbi für den Hofladen macht, sorgen sie für eine schöne Abwechslung.

Und das ist unsere Roßbi. Sie ist unsere Kräuter- und Blumen-Fee. Mit so viel Liebe und Hingabe widmet sie sich den Blüh- und Kräuterfeldern.

Das ist zum einen etwas fürs Auge, zum anderen hat die Arbeit von Roßbi auch einen großen Stellenwert für die Natur. Es finden sich viele Insekten und Nützlinge von dem süßen Duft des Nektars und den kräftigen Farben angezogen. Wir freuen uns immer sehr über das emsige Summen in den Blüten.

 

Es macht auch der Wind die Arbeit des Bestäubers, doch gibt es Pflanzen, die brauchen die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Und diese werden leider immer weniger. Darum ist es für uns selbstverständlich, einen Teil unserer Arbeit den Blumen, Kräutern und Gräser zu widmen.

 

Zum Schluss noch ein paar Impressionen zur Blütenvielfalt. Auf Anfrage macht Roßbi gerne Blumensträuße, die in unserem Hofladen abgeholt werden können. Rufen Sie einfach an.

 

 

 

 

 

Rotes Gold vom Guidohof: Tomate Ruth

Die Ernte für unsere Tomate Ruth geht nun richtig los. Wir warten selbst immer schon sehnsüchtig auf diese Zeit und freuen uns sehr, dass wir und unsere Kunden nun wieder in diesen Genuss kommen können.

Was ist denn eigentlich das Besondere daran?

Aus Sicht der Bio-Landwirtschaft sind wir bestrebt, sehr robuste Gemüsesorten anzubauen. Eine davon ist die Ruth. Sie ist sehr widerstandsfähig und strotzt vor Gesundheit.

Aus Sicht der Kunden ist sie einfach die leckerste Tomate, die man sich vorstellen kann. Fest im Biss, eine kräftige Rotfärbung, nicht zu groß aber auch nicht zu klein und selbst die Kleinen stecken sie am liebsten direkt in den Mund.

Doch wir haben noch eine Hoheit im Angebot: die Goldene Königin. Das ist eine alte Sorte, die besonders fäulnisresistent ist und im Gegensatz zur Ruth viele Früchte trägt. Sie ist sehr schmackhafte und gibt jedem Salat einen schönen Farbtupfer. Wir haben dazu ein leckeres Rezept für Sie zum Herunterladen: Tomaten-Tarte-Tartin mit Basilikum-Joghurt.

Unser Klassiker ist die Tomate Matina. Sie haben wir schon lange im Angebot, eine frühe Sorte mit festen Früchten, die sich sehr gut zu unserer eigenen Jungpflanzenanzucht eignet. Auch unter Hobbygärtnern ist sie verbreitet und kann auch als Freilandtomate verwendet werden.

Daneben haben wir dieses Jahr erstmalig die Sorte Bolstar Granda angebaut. Sie hat ebenfalls eine etwas größere Frucht mit kräftiger Schale. Sie reift langsam, lässt sich also viel Zeit für ihre Früchte. Nur die Ernte erscheint etwas schwerer als bei der Matina. Die Pflanze hält ihren leckeren Früchte gut fest und möchte sie gar nicht hergeben. Matina und Bolstar eignen sich auch zum Kochen.

 

 

 

Trixi ist unsere Kleinste und die Neue anstelle der Zuckertraube, für die wir aufgrund ihrer Krankheitsanfälligkeit eine Alternative gesucht haben. Die Cocktail-Tomate Trixi trägt leuchtend rote leicht ovalen Früchte mit einer knackigen Haut. Durch ihren optimalen Pflanzenaufbau ist sie sehr gut zu pflegen und leicht zu ernten. Bis jetzt sind wir sehr begeistert.

 

 

 

 

Hier sehen Sie unsere Kinderstube. Damit wir lange Zeit Tomaten für unsere Kunden anbieten können, gibt es einen späteren Satz in unserem neuen Gewächshaus. Sehen Sie, wie liebevoll unsere Natalie durch die Pflanzen streicht. Nach ihrer Freien Ausbildung zum Gärtner von Demeter auf unserem Hof hat Natalie die Betreuung der Gewächshäuser und damit auch der Tomaten übernommen und genießt die Aufgabe sichtlich.