Produkt der Woche: Schwarzer Rettich

Rettich ist durch seine Schärfe nicht bei Jedermann beliebt, aber dagegen gibt es ein Mittel. Salzen Sie die Rettich-Scheiben vor dem Verzehr, das entzieht die Schärfe. Aber: Es werden damit die wertvollen Senföle zerstört, die nachweislich eine heilsame Wirkung auf Leber, Galle und Verdauung haben.

 

Und damit nicht genug der guten Eigenschaften der scharfen Wurzel: Der Rettich ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Enzyme. Ein Rettich liefert beispielsweise den Tagesbedarf an Vitamin C für einen erwachsenen Menschen. Durch die bereits benannten Senföle und außerdem Bitterstoffe bekommt der Körper antibiotische Helfer, die schleimlösend wirken bei Husten und Heiserkeit.

Sehr gerne würden wir den Schwarzen Rettich den ganzen Winter lang anbieten, aber es wird wohl nicht reichen. Durch die lange Trockenheit mussten wir dem Rettich eine lange Vegetationszeit gewähren, damit die Knollen auch schön groß wachsen konnten.

Hin und wieder sind sogar sehr große Kaliber dabei, die sich dann toll für Gemüseschnitzen eignen. Unsere Karoline hat sich an diesem Exemplar versucht.

Schwarzer Rettich wird sehr gerne im Bio-Gemüseanbau verwendet, weil die Knolle auf der Oberfläche des Bodens sitzt und dadurch leichter zu ernten ist, als beim herkömmlichen weißen Rettich, dessen Wurzel stark in die Tiefe eindringt. Dafür benötigt sie eher leichten, durchlässigen, oft sandigen Boden, wogegen bei uns auf dem Guidohof ein lehmiger Boden vorherrscht. Beide Arten unterscheiden sich in ihren Nährstoffen aber kaum. Viel wichtiger für die guten Vitalstoffe ist die Bodenqualität mit einer regen Bodenkultur, denn davon zehrt die Pflanze.

Produkt der Woche: Grünkohl

Der Herbst kam dieses Jahr gefühlt über Nacht und hatte Anfang Oktober gleich Schnee und auch Frost mitgebracht. Darauf musste sich unser Körper erst einmal einstellen und so blieb die ein oder andere Schnupfnase auf dem Guidohof nicht aus. Aber schön warm eingemummelt ist der Herbst eine schöne Jahreszeit mit vielen bunten Farben und frischer klarer Luft.

Der Frost und die kalten Temperaturen kamen genau richtig zur Grünkohl-Ernte. Es heißt ja immer, dass der Grünkohl erst nach den ersten Minusgraden geerntet werden darf. Das ist aber nicht ganz richtig. Wenn es kälter wird, verringert die Pflanze ihren Stoffwechsel. Die fortwährende Fotosynthese produziert aber weiterhin Traubenzucker, den der Grünkohl nicht mehr in dem Maße braucht und in seinen Blättern speichert. Damit schmeckt der Grünkohl bekömmlicher. Es braucht also keinen Frost, nur kalt sollte es sein.

Wir ernten nicht die ganze Pflanze sondern nur die Blätter, da diese immer wieder neu nachwachsen und wir länger unseren Grünkohl in die Ökokisten packen können. Man sagt ja auch Friesische Palme dazu - wie auf dem Foto gut zu sehen ist, ein trefflicher Begriff. Der Kohl hat ja einen enorm hohen Vitamin C-Gehalt und findet seit ein paar Jahren wieder öfter den Weg in unsere regionalen Küchen und auf den Tisch. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Vitamin A, B und E, Niacin, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Fluor und er liefert Ballaststoffe für die gute Verdauung. Damit so wenig wie möglich davon verloren geht, sollte der Kohl ganz frisch zubereitet werden. Wir ernten zeitnah zur Auslieferung mit den Ökokisten, um die Frische für unsere Kunden zu wahren.

Ein Hinweis noch zu den kleinen weißen Fliegen. Die sogenannte weiße Fliege mag unseren Grünkohl besonders gern für ihr Winterquartier. Es ist uns leider nicht möglich, die im Freiland wachsende Pflanze auf natürliche Weise davor zu schützen. Die Fliegen sind aber nicht schädlich für uns Menschen und bevor der Kohl zubereitet wird, sollten alle Blätter gut in eine Wasserbad eingelegt werden, dann gehen alle Fliegen ab. Die Qualität des Grünkohls leidet nicht darunter.

 

Produkt der Woche: Weißkohl und Sauerkraut

Ist die Natur nicht toll? Jetzt, wo es draußen kälter und nasser wird, benötigen wir gute Abwehrkräfte. Dafür sorgt bekannterweise in erster Linie das Vitamin C. Der Weißkohl ist einer der wichtigen Lieferanten dafür. Da sich das Vitamin C nach der Ernte schnell abbaut, sind kurze Lieferwege empfehlenswert. Wie schön, dass der Kohl bei uns so gut gedeiht.

Wir säen immer zwei Sorten aus: „Dowinda“ hat kräftige Blätter und eignet sich daher gut zum Einlagern. Geschmacklich ist sie vergleichbar mit unserer zweiten Sorte „Dottenfelder Dauer“. Dieser Kohl ist sehr bekömmlich und daher auch für Rohkost bestens geeignet. Wir nutzen diese gute Eigenschaft und stellen daraus auch unser eigenes Sauerkraut her.

Die Kohlköpfe werden mit der Hand gehobelt und vier Wochen in Salz eingelegt. Dazu kommen eigene angebaute Möhren und Dill – sozusagen alle Zutaten in Demeter-Qualität und ganz frisch von unserem Acker.

Wir pflanzen unseren Kohl in zwei Intervallen: Ende Mai und Anfang Juni. Es werden beide Sorten parallel in die Erde gebracht, um ein Sicherheitspolster zu haben, falls eine Saat nicht aufgeht. Die erste Aussaat geht direkt in die Vermarktung und die zweite Saat kommt in den Kohlkeller für den Winter.

Die Ernte war dieses Jahr ertragreich, aber die warme Witterung macht uns oder besser gesagt, dem Kohl, nun zu schaffen, da die Lagerfähigkeit darunter leidet. Deshalb war es jetzt höchste Eisenbahn, alle Köpfe abzuernten und ins Lager zu schichten.

Unser Gärtner Gerd hatte damit in den letzten Tagen alle Hände voll zu tun. 14 Tonnen liegen hier nun und warten auf den Winter. Die teils noch dreckigen und robusten Außenblätter bleiben am Kohl, um diesen bei der Lagerung zu schützen.

Erst kurz vor dem Verkauf wird das Weißkraut geputzt und geht mit den Ökokisten auf Tour oder wird im Hofladen angeboten.

Rezeptideen

Weißkrautkuchen mit Zwiebeln

Weißkohl-Möhren-Pfanne

Sauerkraut-Apfel-Quiche mit Walnuss-Käse-Kruste

Mediterranes Sauerkraut mit knusprigen Schupfnudeln

Produkt der Woche: Chinakohl

Chinakohl ist ein tolles Herbstgemüse. Im Kühlschrank hält er lange knackig frisch und ist besser verdaulich als seine Kohlverwandten. Zudem strotzt er kalten Temperaturen und Frost. Der Chinakohl hat einen langen Weg hinter sich. Über chinesische Auswanderer kam er im 20. Jahrhundert nach Europa und macht seither unsere Küche bunter.

Bei uns auf dem Guidohof beginnt die Ernte des Chinakohls im Herbst. Wie man sieht, ist noch reichlich auf dem Acker. Gerd, unser Gärtner, kümmert sich hauptsächlich um die Kohlkulturen. Um das Gemüse vor Tieren wie Rehe oder Hasen zu schützen, wurde ein Vlies darüber ausgebreitet.

 

Die Pflanzen wachsen sehr üppig, doch nur der zarte innere Kern wird abgeerntet. Noch auf dem Feld befreien wir diesen von den Außenblättern. So fein geputzt landet der länglich geformte Kohlkopf frisch in den Ökokisten.

Wenn dieser so gleich weiter verarbeitet wird, kann alles verwertet werden, ohne große Abfälle. Sollten sich die äußeren Blätter welk anfühlen nach ein paar Tagen im Kühlschrank, machen Sie diese einfach ab und nutzen die knackigeren inneren Blätter. Da die Rippen zarter sind als bei den Kohl-Verwandten, kann immer gleich alles zusammen zubereitet werden.

Wenn Sie das Gemüse kochen, sautieren oder in der Pfanne braten, braucht es nicht länger als fünf bis sieben Minuten und beim Dämpfen maximal zehn Minuten.

Auch zum Füllen eignen sich die zarten aber festen Blätter sehr gut. Planen Sie hierfür eine Kochzeit von maximal 45 Minuten ein.

Wie viele Wintergemüsesorten ist der Chinakohl ein Vitamin C-Lieferant. Außerdem hat er einen hohen Kalium-Anteil, speichert viel Wasser und beinhaltet weitere Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium. Ein frischer Salat aus Chinakohl angerichtet mit Orangen ist damit eine geeignete Vorspeise für die kalten Monate und schmeckt so lecker.

Rezeptideen zum Download:

Gratinierter Chinakohl mit Äpfeln, Paranüssen und Cranberries

Chinakohl mit Grünkernkruste

Kohlroulade mit Champignon-Kartoffelpüree