Ab sofort Einkellerkartoffeln

Die Kartoffel ist wohl in Deutschland die am häufigsten zubereitete Beilage – als Püree, Salzkartoffeln, „Klitzscher“, Brat- oder Ofenkartoffeln. Jede Variante ist einfach lecker. So vielfältig die Zubereitungsformen sind, so unterschiedlich sind auch die Sorten und davon gibt es an die 200.

 

Welche Knolle für Ihre Küche die richtige ist, hängt ganz vom Gericht ab und welche Kocheigenschaften dafür benötigt werden:

Die LINDA ist eine beliebte Sorte unserer Kunden und nicht mehr aus unserem Anbau wegzudenken. Durch ihren besonders intensiven Geschmack ist sie vor allem für Gerichte geeignet, die wenig Würze benötigen - beispielsweise Pellkartoffeln mit Quark, Salz oder Ofenkartoffeln.

 

Unsere SAVA ist eine vorwiegend festkochende Sorte. Das bedeutet, sie behält bei der Zubereitung ihre Struktur, da sie wenig Stärke besitzt. Die SAVA eignet sich also bestens für Pell-, Brat-, Salz- und Ofenkartoffeln. Für den ökologischen Anbau ist sie wegen ihrer guten Resistenz gegen Braunfäule sehr geeignet.

 

Ebenfalls vorwiegend festkochend ist unsere SENNA. Die Besonderheit liegt hier in der roten Schale. Sie zeichnet sich durch ihre tiefgelbe Fleischfarbe aus und ist angenehm kräftig im Geschmack. Wir bevorzugen die Senna auch wegen ihrer hervorragenden Lagerqualität.

 

Um ein feines Kartoffelpüree zu zaubern, braucht es mehlige Kartoffeln. Dafür haben wir die Sorte ADRETTA im Angebot. Diese Sorte hat meist mittelgroße bis große Knollen und einen hohen Stärkeanteil und damit weichkochend. Auch diese Sorte ist eine hervorragende Einkellerungskartoffel. So können Sie in den kalten Monaten leckere wärmende Kartoffelsuppen zubereiten oder auch einmal Kartoffelklöße.

 

Egal, wie Sie die Kartoffel zubereiten, durch ihre vielen Nährstoffe ist sie wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Auf der einen Seite hat die Knolle wenig Kalorien, da sie kaum Fett enthält. Dafür ist sie ein guter Energieträger durch den Stärkeanteil. Dazu kommt hochwertiges Eiweiß mit zahlreichen lebensnotwendigen Aminosäuren (Eiweißbausteine), Kalium (bis zu 1/3 der täglichen empfohlenen Menge ist in 100 g Kartoffeln enthalten), B-Vitamine und Vitamin C (Achtung, Vitamine gehen bei zu großer Hitzezufuhr verloren) und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe.

 

Produkt der Woche:
Zappho

Zappho ist botanisch gesehen ein Kürbis, wird aber wie Zucchini verwendet. Entsprechend kann die Schale mitgegessen werden. Dafür sollen die Früchte frühzeitig mit noch hellgrüner Farbe geerntet werden. Die Frucht ist dann noch unreif, aber am bekömmlichsten und man kann zu dem Zeitpunkt die komplette Frucht in der Küche verarbeiten. Interessant ist, dass der Zappho auch den Beinamen Erbsenkürbis trägt, da sein Geschmack an frisch ausgepulte Erbsen erinnert. Wenn Sie aber nicht gleich Verwendung dafür haben, können Sie die Früchte gut drei bis vier Wochen nach Ernte lagern. Für die Samengewinnung eignen sich die Früchte in dem frühen Stadium jedoch nicht. Dafür brauchen sie unbedingt die dunkelgrüne Färbung und harte Schale. Dann erst sind die Kerne richtig ausgebildet.

Auf unserem Zucchini-Ackerstreifen wurde ein Drittel an die Zappho-Kultur abgeben, was absolut ausreichend war, da das Kürbisgewächs sehr ergiebig ist. Die Pflanzen ranken nicht stark, können aber im Herbst bis zu einem Meter lang werden und schlängeln sich am Boden entlang. Die Züchtung kam übrigens aus Argentinien und wurde in Deutschland im Jahre 2011 von Ulrike Behrendt in ihrem Demeter-Betrieb Oldendorfer Saatzucht in Holste übernommen. Über unseren Lieferanten Bingenheimer Saatgut e.V. beziehen wir die Samen.

Auf diesem Foto sieht man sehr schön, wieviele Früchte an einer Ranke entstehen können. Wo jetzt noch leuchtend gelbe Blüten sind, kommen bei entsprechend warmen Temperaturen schnell viele kleine Zappalitos.

 

 

Doch wo kein Bestäuber, da auch keine Frucht. Wie gut, dass besonders die Hummeln auf die Zappho-Blüten fliegen. Das hat zumindest unser Lehrling Luisa beobachtet, die in diesem Jahr für die Zucchini und Zappho zuständig ist.

 

 

 

 

 

 

Und sie kann sehr zufrieden sein mit ihrer Arbeit. An jeder Pflanze hängen reichlich Früchte. Die Blätter und Stengel kratzen beim Ernten übrigens genau so unangenehm wie bei der Zucchini, doch obendrauf bleibt der Pflanzensaft von der Zappalito auch noch an den Fingern kleben und geht kaum mit normaler Seife ab. So versucht jede Pflanze Abwehrmechanismen gegen Zerstörung zu entwickeln. Das wissen wir und respektieren wir.

 

Produkt der Woche:
Hokkaidokürbis

Es kratzt und krabbelt nicht mehr bei der Ernte, so wie es für Zucchini- und Zappho-Pflanzen typisch ist. Da meint es der Hokkaidokürbis etwas besser mit unseren Erntern.

 

 

 

Sehr schön sieht es aus, wenn man über den Ackerstreifen schaut. Zwischen all dem Grün leuchten in kräftigem Gelb die Blüten.

Das lockt auch viele Insekten an. Gleich drei Bienen hatten es auf den süßen Nektar abgesehen. Und das ist auch gut so, denn das bedeutet eine reiche Ernte.

 

 

 

 

 

 

 

So wie hier unser Gerd, der sich mit dicken Sachen und Handschuhen gewappnet, durch das Kürbisfeld arbeitet.

Alle Köpfchen in unsere Kisten gepackt, kommen sie nach Ihrer Bestellung in Ihre Ökokiste. Es gibt viele Gründe, warum Sie sich für einen Kürbis entscheiden sollten. Reich an Vital-, Nähr- und Ballaststoffen ist die Kultur ein wahrer Gesundmacher oder Gesunderhalter. Sie enthält enthält beispielsweise: Vitamine A, B5, C und E, Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Zink sowie Eiweisproteine und essentielle Aminosäuren.

 

Für Kürbisse gibt es vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten. Wenn Sie die guten Inhaltsstoffe nicht zerstören möchten, achten Sie auf eine schonende Verarbeitung. Auch als Rohkost kann der Hokkaido gegessen werden. Dieser eignet sich aufgrund seiner zarten Schale sehr gut, besonders mit der ersten Ernte Ende August/Anfang September.

Als ich das Foto vom Kürbisacker geschossen hatte, fiel mir die Gemeine Melde auf, die sich hier und da zwischen den Büschen zeigte. Wir als Demeter-Bauern nehmen die Unkräuter ernst, da Sie auch wichtige Botschaften für uns haben. So ist beispielsweise die Melde ein Stickstoffanzeiger und bevorzugt humus- und stickstoffreiche, gut durchlüftete Böden. Also doch gar nicht so schlecht, dass dieses Beikraut sich den Kürbisacker ausgesucht hat. Von dem guten Boden profitieren auch Sie mit reichhaltigen Nährstoffen in Ihrem Gemüse.

 

Produkt der Woche: Spitzkohl

Der Spitzkohl ist die Prinzessin unter den Weißkohl-Arten: Er ist besonders zart, was daran liegt, dass bei dem spitz nach oben zulaufenden Kopf die Blätter locker übereinander liegen.

Spitzkohl eignet sich durch seine feine Struktur sehr gut als Rohkost, aber auch gedünstet und geschmort kann das Gemüse zubereitet werden. Entfernen Sie die äußeren Blätter, wenn sie nicht mehr saftig grün ausschauen oder sich sehr derb anfühlen. Mitunter kann der harte Strunk der Blätter herausgeschnitten werden, dann erreichen Sie ein einheitliches Kochergebnis. Die Blätter als Ganzes eignen sich gut für Kohlrouladen.

Als Nährstoffe beinhaltet der Spitzkohl Vitamin B1, B2, Kalium und Betacarotin. Auch ist der Stoff Ascorbigen, eine Vorstufe des Vitamin C enthalten, dass durch das Kochen in Vitamin C umgewandelt wird.

Vitamintabelle für 100g Spitzkohl
Beta Carotin (μg) 150
Vitamin E (mg) 0,2
Vitamin B1 (mg) 0,05
Vitamin B2 (mg) 0,05
Vitamin B6 (mg) 0,15
Vitamin B12 (μg) 0,0
Folat (μg) 75
Vitamin C (mg) 60

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Die Nährwerttabelle

Wir haben einen Ackerstreifen bepflanzt, der nun regelmäßig abgeerntet wird. Wir schneiden dazu die komplette Pflanze knapp über dem Boden ab und befreien Sie von den harten Außenblättern. Die Kohlköpfe haben dann ein Gewicht von mindestens 1 Kilogramm. Wie auf dem Foto gut zu sehen ist, haben bei uns auch Beikräuter (Wild- und Unkräuter) eine Chance auf Überleben. Wir sind besonders am Anfang ganz streng hinterher, die Jungpflanzen von Unkraut zu befreien, haben sie sich aber durchgesetzt, dürfen auch vereinzelte Beikräuter stehen bleiben. Diese haben schließlich auch ihre Funktionen in der Natur.

 

 

Sind die Spitzkohlköpfe freigelegt, kommen sie zur Waschung. Das Gitter gehört zu unserer Waschanlage und Martin braust das Gemüse zusätzlich noch ab.

 

 

 

 

Alles kommt in große Steco-Kisten und wird für die Packfrauen am Morgen bereit gestellt. Ein wenig Dreck ist manchmal noch dran. Man möge es uns verzeihen und zu Hause nochmal gut nachwaschen.

Es wird immer nach Bedarf geerntet, so dass das Gemüse auch wirklich frisch ist und bleibt.

Für Sie zu Hause noch ein Tipp zur Lagerung: Wenn Sie den Spitzkohl in ein freuchtes Tuch einwickeln und in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks legen, bleibt der Kohl mindestens 7 Tage knackig frisch.