Samenechtes Saatgut - was steckt dahinter?

Gerade jetzt, wenn Sie ihren eigenen Garten bepflanzen, möchten wir Ihnen ans Herz legen, samenechtes Saatgut zu verwenden. Wir berichten und erwähnen immer wieder über das sogenannte "samenechte Saatgut". Doch was bedeutet dies eigentlich, was steckt hinter dieser Bezeichnung?

Unsere heutigen Kulturpflanzen erschienen mit dem Sesshaftwerden der Menschen und mit dem Landbau. Aus wilden Möhren entstand die saftige, aromatische und knackige Rübe, wilder Kohl wurde zu saftigem Kohlrabi und so weiter. Diese "gewachsenen" Erfolge wurden von Generation zu Generation weitergegeben und auch weiterentwickelt. Daraus ergaben sich vielfältige Formen, Farben und auch Geschmäcker der Sorten, welche an ihren Standort klimatisch und geologisch sowie an die Bedürfnisse der Menschen perfekt angepasst waren. Eine wahrliche Kulturleistung des Menschen!! Diese generationsübergreifende Weitergabe geht aber nur, wenn die Sorte fähig ist, ihre Eigenschaften über den Samen weiterzureichen. Dies nennt man dann "samenfest".

Den Unterschied brachte erst die sogenannte Hybridzüchtung. Dabei werden F1-Hybriden gezüchtet, die aus zwei Inzuchtlinien entstehen und nur eine Generation lang die Sorte ergeben. Danach lösen sie sich in viele Variationen auf. Das bedeutet ganz konkret, dass Bauern Hybridsaatgut jedes Jahr neu von diesen Züchterfirmen kaufen müssen, während bei samenechtem Saatgut die Sorten auf dem Feld einfach nachgebaut werden können. Was sich aus dem Hybrid-Geschäft ergibt, ist äußerst fragwürdig, denn es entsteht eine starke Abhängigkeit von den anbietenden Firmen. Durch gentechnische Verfahren hergestellt und durch Patente und Pollensterilität wird die weitere Verwendung der betroffenen Sorten verhindert.

Die Samen von Saatgutpflanzen sind die Grundlage unseres Lebens. Doch dies ist bedroht. Saatgut-Konzerne beherrschen den Markt, was zum Aussterben vieler Sorten führt. Mittlerweile wird um die Zukunft der Sortenvielfalt gebangt. Da in den letzten 20-30 Jahren das Angebot der Saatguthändler von samenfesten Gemüsesorten stark zurück ging, alarmierte dies eine Anzahl von Gärtnerinnen und Gärtnern, welche sich seitdem um den Erhalt, Verbessung und auch neue Züchtung der samenfesten Sorten einsetzen. Daraus entstand unter anderem "Kultursaat", ein Verein für die Forschung von Züchtung und Erhaltung von Kulturpflanzen auf biologisch-dynamischer Grundlage.

Wir auf dem Guidohof nutzen ausschließlich samenechtes Saatgut und legen Ihnen das Saatgut von Bingenheimer ans Herz. Wir haben in unserem Hofladen die gängigsten Sorten für sie ausgewählt und geprüft.

Informieren Sie sich auf der Seite des Vereins Kultursaat und lassen Sie uns gemeinsam dieses Kulturgut erhalten!

Zwischenmenschliche Hilfe und Verständnis

Welch eine besondere Zeit: Die ganze Menschheit wird geschüttelt und auch hier überschlagen sich die Ereignisse:

Frühjahr heißt alles gleichzeitig machen...Kartoffeln legen, umtopfen, pikieren, ernten, pflanzen, säen, Präparate spritzen, Boden bearbeiten, bewässern und das alles dieses Jahr ohne Praktikanten!?

 

Die letzten Wochen haben uns außerdem in Atem gehalten: Einführung vom Schichtsystem beim Packen, Einstellung von drei neuen Mitarbeitern und zwei Wieder-Mitarbeiter, Anlegen von neue Touren und Entlastungstouren, Bestellvorgänge, wo viele Artikel beim Biogroßhändler fehlen, die wir ersetzen und uns manchmal unsicher sind, ob das jeder Kunde so wünscht. Und dann das Schlimmste, was vor Ostern passieren kann....nicht genug Eier an einem Liefertag!!!

Das Team ist mitfühlend, aber was nützt es, wir können noch nicht selber Eier legen. Wir schränken unseren Urlaub ein, arbeiten auch zum Feiertag, um alle Liefertouren ausliefern zu können. Bitte haben Sie Verständnis, wenn mal was nicht klappt. Das ist leider nicht immer so und meine Kundenbetreuerinnen sind zwar auch traurig, wenn Fehler passieren, aber wir arbeiten zur Zeit an der Leistungsgrenze eines jeden Einzelnen.

Manchmal sind wir konfrontiert mit aufgebrachten Menschen, denen wir etwas nicht liefern konnten oder wo der Fahrer ausgerechnet am Karfreitag etwas vergessen hat. Doch, wir haben alles gegeben, mehr geht leider nicht.

Wir haben am Karfreitag und Ostersamstag Kartoffeln gelegt, nicht weil wir keinen Feiertag wollten, sondern, weil wir es sonst nicht schaffen. Am Montag wird schon wieder gepackt, damit die Dienstagskunden ihre Ware bekommen.
Und liebe Neukunden, geduldet euch noch ein bisschen, wir können so schnell nicht mehr Ernten, Anbauen und Fahrzeuge kaufen und auch nicht doppelt soviel arbeiten, aber freuen uns, wenn ihr auch später noch zu uns wollt.

Eine Karte mit diesem Text und Bild übergab mir ein Fahrer von einer Familie aus Annaberg. Mir gefällt es so gut, dass ich euch diese Botschaft weitersenden möchte:

Jeden Tag
einmal
sich dem Himmel entgegenstrecken
und danke sagen
für alles, was gut war
für alles, was ich geerntet habe
lachend
und wissen:
ich bin nicht allein.

Das und der wertschätzende Text macht uns Mut und bringt Zuversicht.
Dafür sage ich Danke, und wir sollten auch gemeinsam Danke sagen, für die vielen schönen Sachen, die wir noch haben. Und gemeinsam eine schöne, lebenswerte Zukunft gestalten, denn wir selber haben es in der Hand.

Und Danke auch den Helfern, die jetzt immer mal kommen, wenn unsere Praktikanten wegfallen, denn wir können die Arbeit allein nicht schaffen.

Am Karfreitag wurden deshalb die Tomaten getopft und ich war so glücklich über die Tatkraft meiner 5 Helfer.

Danke euch allen, die ihr mit uns in der Erde buddelt und an allen Orten, wo wir die Versorgung der Menschen durch unsere Ökokisten und Hofladen mit aufrecht erhalten. Nur so geht es...

 

 

Corona – Fragen zur Ökokiste

Liebe Kundin, lieber Kunde, zu den aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus können wir als Guidohof nicht qualifiziert Stellung beziehen. Aber natürlich hat das Thema auch auf uns an bestimmten Stellen Auswirkungen. Dazu möchten wir Sie hier kurz informieren.
 
Ware aus dem Süden
Italien und Spanien sind im März wesentliche Lieferanten für frisches Obst und Gemüse. Wir haben uns entschlossen, weiterhin Produkte von Erzeugern aus diesen Ländern zu vermarkten. Dies geschieht, solange nicht in konkretem Zusammenhang mit einem Erzeuger ein Erkrankungs-Fall auftritt (beispielsweise bei Mitarbeiter*innen des Betriebs). Einen Hinweis auf die Übertragbarkeit des Virus über Obst und Gemüse gibt es ohnehin nicht.
 
Fairness
Uns ist wichtig, dass Betriebe z. B. in Italien nicht vorsorglich und ohne wissenschaftliche Grundlage „bestraft“ werden für eine Situation, die sie selbst nicht herbeigeführt haben.
 
Bestellboom
Unsere Lager sind zwar nicht leergefegt, aber auch wir beobachten einen deutlichen Nachfrage-Anstieg bei einigen (haltbaren) Produkten. Wir bemühen uns, alle Bestellungen auch zu erfüllen, doch gibt es bei einigen Produkten Lieferschwierigkeiten seitens der Hersteller. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis – alle Menschen, ob bei den Erzeugern, im Großhandel oder bei der Ökokiste arbeiten auf Hochtouren. Wir erlauben uns, Artikel gegenenfalls auszutauschen, falls Sie nicht mehr vorrätig sind, damit ihre Grundversorgung gesichert ist. Außerdem müssen wir unser Bestellende um 24 h nach vorn verlegen, weil wir auch unsere Großhändler ihre Bestellschlüsse verändert haben und wir die Arbeit sonst nicht bewältigen können. Dienstagskunden bitten wir schon bis Freitag 11.00 Uhr zu bestellen.
 
Lieferboom – Kisten-Not
Uns fehlen dringend die grünen Pfand-Napfkisten. Es kann sein, dass wir auf schwarze Klappkisten zurückgreifen müssen, da unsere grünen Ökokisten „aus“ gehen. Bitte helfen Sie uns, indem sie ihre Kisten immer direkt zur nächsten Lieferung bereitstellen. Vielen Dank!
 
Wir geben unser Bestes
Unser System und unser Online-Shop sind zeitweise überlastet, wir arbeiten daran und wünschen Ihnen ein wenig Geduld bei der Bestellung. Auch bei uns gibt es hier und da personell mal einen Ausfall. Unser Mitarbeiter*innen mit Kindern müssen sich natürlich auch auf die aktuelle Situation einstellen. Das gesamte Ökokisten-Team arbeitet aktuell am Limit. Wir freuen uns über ihr Verständnis, wenn die Lieferung deshalb später als gewohnt kommt oder es an der ein oder anderen Stelle nicht so rund wie gewohnt läuft. Und auch bei uns kann mal ein Regal unerwartet früher als sonst ganz leer sein.....
Ab 1.4.2020 werden wir unsere Liefergebühren im Solidarprinzip auf 2,95€ vereinheitlichen.
 

Unser Tipp und unsere Wünsche für Sie:

Tun Sie sich was Gutes und sehen Sie das Positive! Wir wünschen Ihnen, dass Sie mit Ruhe und dem Glauben an ihre Vitalität und Abwehrkraft der Situation entgegentreten können.

Erfreuen Sie sich am nahenden Frühling, dem schönen Wetter, der frischen Luft, der Zeit mit der Familie. Denn die Glückshormone sind die pure Gesundheitspille! Nehmen Sie gute, unbehandelte Nahrungsmittel mit hohem Frischeanteil zu sich und bleiben Sie fröhlich! :-)

Neue Produkte von der Biofach

Auf der Biomesse in Nürnberg, dem größten internationalen Biobranchentreff, erwartet den Besucher ein Überfluss an tollen Firmen und Produkten.

Man findet eine Fülle an wunderbaren, neuen und bewährten Geschmacksvariationen von Lebensmitteln und lernt begeisterte und hochmotivierte Menschen kennen, die von Ihren Konzepten und Erzeugnissen überzeugt sind. Einiges haben wir für Sie ausgewählt und stellen Ihnen diese als Neuprodukte in unserem Onlineshop vor:

Die Gründerin der Firma Bio-Planete aus Sachsen kannte ich schon von einer Erzeugerfahrt, nun erhalten wir eine Produktvorstellung von ihrer Tochter Josephine. Wir haben diese hochwertigen Öle von kleinen Flaschen bis zur Großpackung bei uns gelistet. Ein wunderbares Geschenk sind die drei erlesenen Gourmetöle in der limitierten Metallbox, welche Sie ebenfalls bei uns erwerben können: Hier Geschenkbox hochwertiger Öle

Wir sind davon überzeugt, die Firma Beutelsbacher hat die besten Säfte. Jedes Jahr zum Hoffest können auch unsere Gäste die natürlichen, hochwertigen und geschmacklich wundervollen Säfte verkosten. Auf der Messe treffen wir uns, um eine Kostprobe der neuen Geschmackskreationen zu nehmen und sind begeistert: Pflaumensaft, Zitrone Ingwer und Aprikose-Pfirsich können Sie jetzt neu bei uns im Shop bestellen.

Die nächste Station war "Lovechock" und hier konnten wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht widerstehen: Die neuen Sorten mussten wir einfach für Sie ins Angebot aufnehmen: Mandel-Spirulina und Yakon-Paranuss-Creamy-Riegel.

Unser Favorit im Bereich der veganen Riegel mit Hanfsamen bleibt nach wie vor die Dresdner Firma Nucao, von der wir  gleich fünf tolle Sorten für Sie anbieten können: Espresso, Haselnuss, Kokos-Zimt, Macadamia Chai, Wilde Beereund neu der Nucao White. Mit dem Kauf von jedem Riegel, wird ein neuer Baum gepflanzt, die Produkte sind plastikfrei verpackt und haben richtig tolle Inhaltsstoffe. Da macht das Naschen Spaß!

Wir freuten uns noch besonders an veganem Eis mit Cashews, Mandeln und Datteln, so unwiederstehlich gut und mit tollen verschiedenen Geschmacksvariationen. Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage, wie wir es vermarkten könnten. Sicherlich wird es im Sommer im Hofladen davon das ein oder andere zum Verkauf und zum Schlemmen geben.

Auch der Wildkaffee aus Äthiopien hat es uns angetan, so ein schönes Projekt.

 

Ein Highlight für mich war das Wiedersehen mit Peter Effenberger Demeter-Initiator aus Neapal. Wir erinnerten uns mit soviel Freude an die vier Tage mit dem Motorrad zu den Demeterinitiativen in Nepal. Mein Favorit an traumhaften Geschenken sind die Räucherstäbchen von Nepali Garden. Schöner kann man nicht verpacken.