Sympathischstes Team am Start ?

Ich gebe zu, es klingt vielleicht etwas hochgegriffen. Aber wer uns sehen konnte beim Verteilen der Biomöhren an die diensthabenden Polizisten, die lachenden Gesichter mit Bioherzchen auf der Wange und die Freude, als wir als "nichtnominiertes Team" trotzdem auf die Bühne durften und am Schluss sogar noch zwei Flaschen Sekt vom Organisationsteam geschenkt bekamen, erhält fast den Eindruck, es könnte was dran sein.

Schon die Vorbereitung war ein reinster Gaudi, wir reisten mit drei selbstgebastelten Guidohofbussen, der Möhre, der Erdbeere und dem Knoblauch, mehreren Ökokisten mit Biogemüse zum Verteilen, 20 von 30 Mitarbeitern (die Fahrer konnten ja leider nicht mit) und unserer guten Laune an.

Warm up und Gruppenfoto und die Motivation für unseren Guidohof dabei zu sein und dann ging es los.

Mit unseren Ökokisten flitzen unsere Mitarbeiter "Spaßteam" 4,8 km und verteilen unser Ökogemüse an die Fans. Das schnelle Team wird von unserem Joker Rene und Paule bei den Männern und von Nicole und Karoline bei den Frauen angeführt und belegte - man höre und staune - den 32 Platz von 400 Teams (ohne Laufverein :)

Glücklich im Ziel angekommen, wird das Spaßteam schon erwartet von unseren Flitzern und bekommt auch von den Sprechern besondere Zuwendung, denn auch die finden unsere Ideen kultig.

 

 

Wir freuen uns alle, im Ziel angekommen zu sein. Jetzt geht die Party los, denn wir warten auf die Ergebnisse und hoffen eine Beachtung beim kreativsten Team. Das Problem, wir waren gar nicht vornominiert und hatten so auch keine Chance auf eine Platzierung.

 

 

Das wir dann trotzdem auf der Bühne standen und sogar noch inoffiziell zwei Flaschen Sekt vom Organisationsteam bekamen, ist uns selbst ein Rätsel. Aber unsere Lebensfreude hat wohl überzeugt.

 

 

 

Auf jeden Fall war ich so stolz auf unsere Mannschaft:

schnell, lustig, kreativ und voll im Bio-look/luck.

 

 

Die Botschaft: Bio mit Herz - das sind wir!

 

Produkt der Woche:
Zappho

Zappho ist botanisch gesehen ein Kürbis, wird aber wie Zucchini verwendet. Entsprechend kann die Schale mitgegessen werden. Dafür sollen die Früchte frühzeitig mit noch hellgrüner Farbe geerntet werden. Die Frucht ist dann noch unreif, aber am bekömmlichsten und man kann zu dem Zeitpunkt die komplette Frucht in der Küche verarbeiten. Interessant ist, dass der Zappho auch den Beinamen Erbsenkürbis trägt, da sein Geschmack an frisch ausgepulte Erbsen erinnert. Wenn Sie aber nicht gleich Verwendung dafür haben, können Sie die Früchte gut drei bis vier Wochen nach Ernte lagern. Für die Samengewinnung eignen sich die Früchte in dem frühen Stadium jedoch nicht. Dafür brauchen sie unbedingt die dunkelgrüne Färbung und harte Schale. Dann erst sind die Kerne richtig ausgebildet.

Auf unserem Zucchini-Ackerstreifen wurde ein Drittel an die Zappho-Kultur abgeben, was absolut ausreichend war, da das Kürbisgewächs sehr ergiebig ist. Die Pflanzen ranken nicht stark, können aber im Herbst bis zu einem Meter lang werden und schlängeln sich am Boden entlang. Die Züchtung kam übrigens aus Argentinien und wurde in Deutschland im Jahre 2011 von Ulrike Behrendt in ihrem Demeter-Betrieb Oldendorfer Saatzucht in Holste übernommen. Über unseren Lieferanten Bingenheimer Saatgut e.V. beziehen wir die Samen.

Auf diesem Foto sieht man sehr schön, wieviele Früchte an einer Ranke entstehen können. Wo jetzt noch leuchtend gelbe Blüten sind, kommen bei entsprechend warmen Temperaturen schnell viele kleine Zappalitos.

 

 

Doch wo kein Bestäuber, da auch keine Frucht. Wie gut, dass besonders die Hummeln auf die Zappho-Blüten fliegen. Das hat zumindest unser Lehrling Luisa beobachtet, die in diesem Jahr für die Zucchini und Zappho zuständig ist.

 

 

 

 

 

 

Und sie kann sehr zufrieden sein mit ihrer Arbeit. An jeder Pflanze hängen reichlich Früchte. Die Blätter und Stengel kratzen beim Ernten übrigens genau so unangenehm wie bei der Zucchini, doch obendrauf bleibt der Pflanzensaft von der Zappalito auch noch an den Fingern kleben und geht kaum mit normaler Seife ab. So versucht jede Pflanze Abwehrmechanismen gegen Zerstörung zu entwickeln. Das wissen wir und respektieren wir.

 

12.09.15: Hoffest mit Staraufgebot

Das diesjährige Hoffest am 12. September 2015 ab 14 Uhr endet mit einem Konzert der besonderen Klasse. Die kanadische Songwriterin und Sängerin Chloe Charles spielt ab 19 Uhr bei uns im Innenhof mit ihrer Band. Sie leitet damit ihre Deutschlandtournee ein und wir sind sehr stolz, für unsere Gäste so eine begabte junge Künstlerin gewinnen zu können. Das stellt für uns aber auch einige neue Aufgaben dar. Es braucht eine Bühne, Technik, die mit den kanadischen 120 V kompatibel ist und natürlich einen professionellen Tontechniker. Paule, der Sohn von Silke und Armin und selbst aktiver und begeisterter Gitarrenspieler, hat sich dieser Aufgabe angenommen.

Chloe Charles ist die Stiefschwester von Julian Lennon, dem Sohn von Beatles-Legende John Lennon, möchte aber daraus keinen großen Hehl machen. Ihr Ziel ist es, sich selbstständig durch die Qualität ihrer Musik einen Namen in der Jazz und Folk Szene machen. In Kanada ist ihr das bereits gelungen. Wir hoffen, dass Sie ebenfalls so begeistert von der jungen Musikerin sind wie wir es waren, als wir die ersten Videos geschaut haben.

Der Einlass für das Konzert beginnt um 18:30 Uhr und die Karten kosten 15 Euro (8 Euro ermäßigt).

 

 

Doch bevor der Abend kommt, warten noch viele bekannte und neue Höhepunkte zu unserem Hoffest auf Sie. 14 Uhr ist Einlass und 14:30 Uhr startet das erste Puppentheater "Der Schuster und die Wichtelmänner" in unserem Saal. Gastspieler ist wieder unser Frank Schenke vom Puppentheater Fingerhut aus Leipzig. Die zweite Aufführung findet um 16 Uhr statt.

Zur gleichen Zeit startet der Kräuterspaziergang mit Grit Tetzner. 16:30 Uhr begeistert die Band "Seau Volant" mit Liedern und Tänzen aus der paneuropäischen Steppe.  Außerdem laden Silke und Armin zum Hofrundgang ein. Während Silke zu Fuß alle Interessierten über den Hof führt, erzählt Armin viel Wissenswertes bei der Treckerrundfahrt.

 

 

Natürlich wird es wieder die legendäre größte Strohhüpfburg geben. Letztes Jahr hatte Armin ganz neu eine Rutsche gebaut. Mal sehen, was er sich dieses Jahr einfallen lässt.

 

Das Kinderreiten war anfangs etwas in Gefahr, aber zum Glück haben unsere Mitarbeiter oft einen Joker im Ärmel. So können Dank der Schwiegertochter von Ingrid, unserer Buchhalterin, nun doch noch die Kinder auf dem Rücken eines Pferdes Platz nehmen.

Weitere Attraktionen sind unser Bogenschießen und eine Tombola. Die Lose dafür erwerben Sie direkt am Einlass. Unser Trampolin konnte von Tim repariert und in Schuss gebracht werden. Nun ist es gewappnet für viele kleine nackte Kinderfüße. Die ganz Kleinen können sich im Schatten unseres Walnussbaumes im Sandkasten tummeln.

 

 

 

 

 

 

Wer dann Appetit bekommt von so vielen Aktivitäten, der kann sich am Feuer mit Knüppelkuchen stärken oder belegte sich seine Pizza selbst. Ab in den Ofen und einige Minuten später holen unsere Bäcker die knusprige italienische Spezialität wieder heraus.

 

 

Die Eltern, Omas, Opas und alle anderen Gäste sind herzlich auf unsere Streuobstwiese eingeladen. Dort warten leckere Kuchen aus unserem Holzbackofen sowie Kaffee und Tee. Beim gemütlichen Verweilen können Sie die Stände rings umher bestaunen und finden vielleicht das ein oder andere schöne Stück. Wer es lieber deftig mag, findet vor der Halle unsere Guidohof-Fahrer am heißen Grill und die Fußballer des FV Wolkenburg am Bierzapfhahn.

 

 

Produkt der Woche:
Hokkaidokürbis

Es kratzt und krabbelt nicht mehr bei der Ernte, so wie es für Zucchini- und Zappho-Pflanzen typisch ist. Da meint es der Hokkaidokürbis etwas besser mit unseren Erntern.

 

 

 

Sehr schön sieht es aus, wenn man über den Ackerstreifen schaut. Zwischen all dem Grün leuchten in kräftigem Gelb die Blüten.

Das lockt auch viele Insekten an. Gleich drei Bienen hatten es auf den süßen Nektar abgesehen. Und das ist auch gut so, denn das bedeutet eine reiche Ernte.

 

 

 

 

 

 

 

So wie hier unser Gerd, der sich mit dicken Sachen und Handschuhen gewappnet, durch das Kürbisfeld arbeitet.

Alle Köpfchen in unsere Kisten gepackt, kommen sie nach Ihrer Bestellung in Ihre Ökokiste. Es gibt viele Gründe, warum Sie sich für einen Kürbis entscheiden sollten. Reich an Vital-, Nähr- und Ballaststoffen ist die Kultur ein wahrer Gesundmacher oder Gesunderhalter. Sie enthält enthält beispielsweise: Vitamine A, B5, C und E, Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Zink sowie Eiweisproteine und essentielle Aminosäuren.

 

Für Kürbisse gibt es vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten. Wenn Sie die guten Inhaltsstoffe nicht zerstören möchten, achten Sie auf eine schonende Verarbeitung. Auch als Rohkost kann der Hokkaido gegessen werden. Dieser eignet sich aufgrund seiner zarten Schale sehr gut, besonders mit der ersten Ernte Ende August/Anfang September.

Als ich das Foto vom Kürbisacker geschossen hatte, fiel mir die Gemeine Melde auf, die sich hier und da zwischen den Büschen zeigte. Wir als Demeter-Bauern nehmen die Unkräuter ernst, da Sie auch wichtige Botschaften für uns haben. So ist beispielsweise die Melde ein Stickstoffanzeiger und bevorzugt humus- und stickstoffreiche, gut durchlüftete Böden. Also doch gar nicht so schlecht, dass dieses Beikraut sich den Kürbisacker ausgesucht hat. Von dem guten Boden profitieren auch Sie mit reichhaltigen Nährstoffen in Ihrem Gemüse.