Produkt der Woche: Spitzkohl

Der Spitzkohl ist die Prinzessin unter den Weißkohl-Arten: Er ist besonders zart, was daran liegt, dass bei dem spitz nach oben zulaufenden Kopf die Blätter locker übereinander liegen.

Spitzkohl eignet sich durch seine feine Struktur sehr gut als Rohkost, aber auch gedünstet und geschmort kann das Gemüse zubereitet werden. Entfernen Sie die äußeren Blätter, wenn sie nicht mehr saftig grün ausschauen oder sich sehr derb anfühlen. Mitunter kann der harte Strunk der Blätter herausgeschnitten werden, dann erreichen Sie ein einheitliches Kochergebnis. Die Blätter als Ganzes eignen sich gut für Kohlrouladen.

Als Nährstoffe beinhaltet der Spitzkohl Vitamin B1, B2, Kalium und Betacarotin. Auch ist der Stoff Ascorbigen, eine Vorstufe des Vitamin C enthalten, dass durch das Kochen in Vitamin C umgewandelt wird.

Vitamintabelle für 100g Spitzkohl
Beta Carotin (μg) 150
Vitamin E (mg) 0,2
Vitamin B1 (mg) 0,05
Vitamin B2 (mg) 0,05
Vitamin B6 (mg) 0,15
Vitamin B12 (μg) 0,0
Folat (μg) 75
Vitamin C (mg) 60

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Die Nährwerttabelle

Wir haben einen Ackerstreifen bepflanzt, der nun regelmäßig abgeerntet wird. Wir schneiden dazu die komplette Pflanze knapp über dem Boden ab und befreien Sie von den harten Außenblättern. Die Kohlköpfe haben dann ein Gewicht von mindestens 1 Kilogramm. Wie auf dem Foto gut zu sehen ist, haben bei uns auch Beikräuter (Wild- und Unkräuter) eine Chance auf Überleben. Wir sind besonders am Anfang ganz streng hinterher, die Jungpflanzen von Unkraut zu befreien, haben sie sich aber durchgesetzt, dürfen auch vereinzelte Beikräuter stehen bleiben. Diese haben schließlich auch ihre Funktionen in der Natur.

 

 

Sind die Spitzkohlköpfe freigelegt, kommen sie zur Waschung. Das Gitter gehört zu unserer Waschanlage und Martin braust das Gemüse zusätzlich noch ab.

 

 

 

 

Alles kommt in große Steco-Kisten und wird für die Packfrauen am Morgen bereit gestellt. Ein wenig Dreck ist manchmal noch dran. Man möge es uns verzeihen und zu Hause nochmal gut nachwaschen.

Es wird immer nach Bedarf geerntet, so dass das Gemüse auch wirklich frisch ist und bleibt.

Für Sie zu Hause noch ein Tipp zur Lagerung: Wenn Sie den Spitzkohl in ein freuchtes Tuch einwickeln und in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks legen, bleibt der Kohl mindestens 7 Tage knackig frisch.

 

 

 

Tinkturenworkshop: "Schenk nochmal ein"

Die wichtigste Zutat für eine Heil-Tinktur ist neben den Kräutern der Alkohol. Da dieser entsprechend hochprozentig sein muss, sei es schon manchmal ein komisches Gefühl, mit einem Dreier-Pack Nordhäuser Doppelkorn an der Kasse zu stehen, berichtete die Workshop-Leiterin Grit Tetzner am Dienstag Abend. Aber je öfter man mit Tinkturen arbeitet und die Zutaten besorgt, um so mehr gewöhnt man sich daran.

 

 

 

 

 

 

Grit Tetzner begeistert alle Kursteilnehmer mit ihren hingebungsvollen Erklärungen rund um die Wirkkraft der Wildkräuter. Es konnten Fragen zu allen Themen gestellt werden: Welches Kraut hilft bei welchem Wehwehchen? oder Welche Auszüge können gewonnen werden und auf welchen Wegen - Tinkturen, Öle, Salben? oder Wo sind diese Kräuter in unserer Region zu finden? oder Welche Bücher kann Grit empfehlen? Keine Frage blieb offen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann ging es los mit der Salbei-Urtinktur. Aufgrund des verregneten Wetters konnten wir nicht selbst über den Acker. Grit hat daher ihren Garten geplündert, damit wir trockene Pflanzen haben. Das ist also wichtig, dass die Kräuter trocken sind. Auch gibt es noch ideale Pflückzeiten, wie Grit berichtete. Das ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich.

Es war herrlich, erst einmal den Salbei mit seinen Fingern zu spüren und mit der Nase den Duft einzuziehen.

 

 

 

 

Dann wurden die Blätter und Stiele klein gezupft und in weiße Gläser gefüllt. Wichtig ist dabei, es mit Ruhe und einem guten Gefühl für die Tinktur zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis oben hin muss alles mit dem Alkohol bedeckt sein. Wem da ein Schwapp zu viel aus der Flasche kam, der musste eben abtrinken ;-)

Nun wird das Glas mindestens 6 Wochen in die Sonne gestellt und später in die dunkle Flasche umgefüllt. Das ist wichtig, damit die Wirkstoffe lange erhalten bleiben. Kühl und trocken lagern.

 

 

 

Bisher waren die Workshops von Grit immer ausschließliches Frauenterrain, doch dieses Mal hat sich Roman mit angemeldet. Wie seine Frau auch später verriet, seien "die Kräuter ganz sein Ding".

Der nächste Termin ist der 14. November 2015 ab 12:30 Uhr. Dann werden wärmende und erhellende Düfte und Körperöle hergestellt. Ein ideales Weihnachtsgeschenk für die Frau :-)

 

 

 

 

18.08.2015: Tinkturenworkshop

Ein Heilmittel für sich selbst oder für einen Menschen, der einem am Herzen liegt, herzustellen, ist etwas ganz Besonderes – und dabei ganz einfach!

Grit Tetzner, Phytologin, zeigt Ihnen die unkomplizierte Zubereitung einer eigenen Basistinktur. Bei einem anfänglichen Spaziergang werden die Kräuter gesammelt („Beikräuter“ wachsen zur Zeit mehr als genug). Mit der entsprechenden Achtsamkeit werden die frischen Pflanzen von Ihnen selbst verarbeitet - bei schönem Wetter in unserer neuen Außenküche auf der Wiese unter den Apfelbäumen.

Was erwartet Sie noch:

  • eine Einführung in die Welt der pflanzlichen Urtinkturen – einer Besonderheit auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde, zu der Grit Tetzner aus einem langjährigen Erfahrungsschatz schöpfen kann
  • ein Kräutermärchen
  • ein lebendiger Austausch - auch untereinander

Wann: 18.08.2015, ab 17:30 Uhr bis voraussichtlich 20:00 Uhr

max. Teilnehmer: 15 Personen

Preis: 15 Euro + Materialkosten

Bitte mitbringen:

  • kleines Schraubglas (max. 100 ml)
  • Messer und Schneidbrett

Anmeldung direkt bei Grit Tetzner, Tel.: 037608/36569.

Lernerlebnis Bauernhof: Ferienkinder zu Besuch

13 Kinder aus Hort und Vorschule der Kita Muldenthal in Wolkenburg waren bei uns zu Gast. Trotz der glühenden Hitze sind sie am Morgen zu uns gewandert und waren entsprechend K.O.

 

 

 

 

 

Eine erste Streicheleinheit mit unseren Pferden Jannik und Tina hat aber wieder etwas Elan in die Gruppe gebracht.

 

 

 

 

 

 

 

Dann ging es auch gleich ans Werk. Eine Gruppe widmete sich unseren Kartoffeln. Sophie und Martin hatte diese am Morgen schon mit dem Kartoffelroder aus der Erde geholt. Nun mussten die Knollen, die immer erst etwas zum Trocknen auf der Erde verweilen, mit Fleiß eingesammelt werden. Ganz pfiffig waren die Kleinen, wie man den Vorgang optimieren kann und haben spontan ihre T-Shirts als Transportmittel umfunktioniert.

 

In der Zeit haben die Kinder von Sophie noch Allerlei Wissenswertes rund um die Pflanze erfahren, wie die Knolle in die Erde kommt, deren Wachstumsphasen und ihre spezifischen Anforderungen an die Landwirte bis hin zur Ernte.

Dass es auch noch kleine Krabbeltiere gibt, die die Kartoffeln auch so lecker finden wie wir, konnten die Kids selbst sehen. Bei den geschwächten Pflanzen hatten sich die Kartoffelkäfer niedergelassen. Wir sind natürlich nicht ganz so glücklich darüber, aber die Kinder fanden die Käfer sehr niedlich. Als krönenden Abschluss gab es eine Rückfahrt mit dem Trekker.

Die Kinder aus Luisa Gruppe waren ganz traurig, als sie das gesehen hatten. Denn durch die große Hitze mussten sie ihre Unkraut-Jät-Aktion im Kürbisfeld vorzeitig abblasen und waren schon in unserer Sommerküche angekommen, wo sie gleich wieder aktiv wurden und mit Luisa zusammen ein leckeres Basilikum-Pesto zauberten. Einige Gläser konnten die Kinder mitnehmen für das Mittagessen am nächsten Tag.

 

Die dritte Gruppe war für die Zubereitung der Suppe zuständig. Es wurde reichlich Zucchini geschnippelt und eine kalte rohe Suppe daraus bereitet. Für die Kinder war das aber doch zu exotisch und sie haben sich eher an unserem frischen Holzofenbrot mit Butter gestärkt. Die Heimreise fand aber zum Glück mit dem öffentlichen Bus statt. Alle waren sichtlich platt aber sehr zufrieden. Ein rundum schöner Vormittag.