Gemeinsam mit unseren Kunden: "Zukunft säen"

Schon das dritte Mal luden wir unsere Freunde und Kunden ein, um mit uns gemeinsam ein Feldstück mit der Hand zu säen. Dafür bedarf es immer einiger Bedingungen: der Acker muss fertig bearbeitet sein, das Wetter sich von der freundlichen Seite zeigen und die gemeinsame Mahlzeit vorbereitet werden. Und natürlich wurde der Bürgermeister gefragt, ob er nicht Lust hat, einige Worte zu sagen.

Alles hat geklappt und so konnte es 10.00 Uhr am Samstag, 25.03.17, losgehen. Armin erzählte zuerst über die Rolle des Saatgutes für die Bauern und das Wunder, was in jedem Samen veranlagt ist. Alles was wir an Nahrung zu uns nehmen, ist im Ursprung eines so kleinen Korns verborgen. Und welch leckere Speisen werden daraus gezaubert. Ist das nicht wirklich ein großes Wunder?

Carsten Schmidt, der das Amt des Bürgermeisters von Limbach-Oberfrohna bekleidet, hat uns schon 2014 besucht, als wir "Zukunft säen" veranstalteten. Er kennt uns seit vielen Jahren und verfolgt unseren Werdegang mit Interesse. Und da waren wir schon ein bisschen stolz, als er uns so lobende Worte für unser Engagement schenkte.

Doch jetzt an die Arbeit. Armin und Konstantin behandelten das Saatgut, bevor es auf den Acker kommt noch mit sogenannten Knöllchenbakterien.

Dafür kommt es in eine Beiz-Trommel und wird gut durcheinander gerührt. Unten fallen die Erbsen mit ihrer Erstversorgung heraus und nun konnte es losgehen:

Schön in einer Reihe im Abstand von 2-3 m aufgestellt und die letzten wichtigen Anweisungen von Armin angehört und endlich durfte man selber Bauer sein!

Es ist schon ein besonderes Gefühl, die Samenkörner durch die Luft zu schmeißen und irgendwann ein Feld voller blühender Erbsen zu sehen. Und das sieht richtig gut aus! Die Erbse bringt viele Nährstoffe durch die Knöllchenbakterien in den Boden und hinterlässt ein wunderbares Feld für starkzehrende Kulturen, wie zum Beispiel Kohl oder Porree.

Es machte allen Spaß und auch die Fahrt auf dem Trecker-Anhänger mit Armin ist jedes Mal besonders für die Kinder ein echtes Highlight. Naja, eigentlich für die Erwachsenen genauso, besonders, wenn es bisschen schneller und huckeliger wird:)

Nach getaner Arbeit gab es natürlich auch was zu essen. Dafür hatte Tim ein Lagerfeuer gemacht und die Suppe aus allerlei Wurzelgemüse von Pauline darüber erwärmt.

Eine lange Tafel wurde aufgebaut und das Wetter war herrlich, um draußen in großer Runde mit zwitschernden Vögeln im Geäst gemeinsam zu essen, sich auszutauschen oder einfach nur die Sonne zu genießen.

Danke an alle, die dabei waren.

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt:

"Zukunft säen" auf dem Guidohof!

Ökokistentreffen mit Auszeichnung

Wie in jedem Jahr im Oktober treffen sich die Ökokistenbetriebe aus Deutschland für drei Tage und bekommen in diesem Rahmen auch Ihre Ökokisten-Zertifikate ausgehändigt. Dieses Jahr lud uns Wolfgang Baumann auf seinen Hof in Oberzenn ein. Ich freute mich schon, denn ich wusste, dass wir bei der letzen Zertifizierung sehr gut abgeschnitten haben. Zwei Betrieb von 37 erhielten die höchste Auszeichnung und das waren der Lammerzhof aus Düsseldorf und wir vom Guidohof :):):)

Ich habe mich riesig gefreut. Unsere Aktivitäten für den Umweltschutz, die weit über das Anbauen von Bio-Gemüse hinausgehen, waren ein Bestandteil, der uns auszeichnet. 

Im Folgenden erzielten wir besondere Leistungen für: Soziale Verantwortung, Kundenorientierung, Produktqualität, Produktherkunft und betriebliche Entwicklung.

Doch zuerst wurden wir auf dem Baumannshof von Jutta, Wolfgang und deren Söhnen begrüßt.

Nach dem frühlingshaften Snack begaben wir uns in die Packhalle, ins Büro, in den Hofladen, zu den Fahrzeugen und auf die Felder, um einen Einblick in alle Betriebsbereiche zu bekommen. Natürlich schaut jeder danach, was anders ist als im eigenen Betrieb. Wo kann man sich noch verbessern und was gibt es hier alles Spannendes zum Nachahmen?

Im Tagungshotel wurden dann wichtige Dinge für die Einzelbetriebe und den Verband besprochen. So sind uns allen die Rezeptkisten ein Anliegen. Dafür haben wir wunderbar begeisterte Menschen gefunden. Die Macher von Feierabendglück, Gedi Deckers und Michi Lindlbauer, haben mich so überzeugt mit ihrem wohldurchdachten Konzept, dass ich allen diese nachhaltige Lösung empfehlen möchte. Die Rezeptbox gibt es bei uns schon seit Ende 2016 zu kaufen, doch jetzt geht es weiter mit Einzelrezepten.

Der absolute Hit ist: Mit dem Kauf eines Kochbuchs wird automatisch 1qm Bio-Anbaufläche gerettet! Und davon können letztlich auch wir profitieren. Denn die Bio-Boden-Genossenschaft gibt den Bauern Unterstützung beim Landkauf und so gelangt immer mehr Acker in Biohand! Das finden wir echt toll. Man kann Mitglied werden, Bioboden verschenken und jungen motivierten Bio-Landwirten/innen wird ein Chance gegeben.

Unsere ökologische Konsequenz haben wir auch beim Büromaterial persönlich treffen können. Denn wir kaufen beim Online-Versand für Öko-Büromaterial - Memo! Warum? Weil wir natürlich auch beim Büromaterial nachhaltig einkaufen. So sind die Neuerungen in diesem Bereich auch immer spannend. Demnächst werden wir übrigens auch für unsere Salattüten eine Alternative haben und dann dann...sind wir fast ganz plastikfrei!!!

Eine immer wieder hochinspierierende Veranstaltung ist das Ökokistentreffen und jetzt bin ich auch nicht mehr so traurig, dass unsere Kundenzahl stagniert, denn das ist bei allen Ökokistenbetrieben und Bioläden Deutschlands dieses Jahr der Fall. Die Discounter haben erkannt, dass Bio gewünscht ist und so nutzt man dort natürlich das sehr billig im Ausland produzierte Bio. Wir können in der Landwirtschaft gerade den Mindestlohn zahlen und wollen kein Billig-Bio anbieten. Aber wir können etwas anderes bieten: Nämlich unsere Leidenschaft und Begeisterung und Liebe für Bio! Und das isst man mit. Guten Appetit!

Wir haben schon etliche Produkte aus unserem Gewächshaus :)

Spinat, Radieschen, Lauchzwiebeln und ab nächste Woche Rucola!

 

 

 

 

 

 

Bäcker gesucht (m/w) in Teilzeit

Wir suchen ab April einen engagierten Bäcker (m/w) in Teilzeit.

In unserer Backstube wird nach alter Tradition in einem altdeutschen Backofen Holzofenbrot mit viel Liebe und Sorgfalt produziert.

 

Bewerbungen bitte per E-Mail an Armin Lucht
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Arbeitsbesprechung auf unserem Hof

Arbeitsbesprechung nach der Mittagspause. Was gibt es heute zu tun?

Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Jahr schon so zeitig auf den Acker können. Sprich, unsere Trecker sind aufgrund der Feuchtigkeit in manchen Jahren erst Anfang April auf den Acker gefahren, doch dieses Jahr hat Gerd schon die Beete für die Zwiebeln bereitet.

Luisa ist mit der Zwiebelkiste unterwegs und hier seht ihr sie beim Stecken. Die ersten Lauchzwiebeln werden zwar schon bald aus dem Gewächshaus geerntet, aber dann folgen diese.

 

 

 

 

Johanna, unsere FÖJlerin, pikiert die Tomaten. Dafür werden die kleinen Pflänzchen von der Aussaatpalette in Paletten mit 35 runden Töpfchen gesetzt, wo sie in Ruhe einzeln weiterwachsen können, um später in größere Töpfe umgesetzt zu werden.

 

 

 

Hier seht ihr meine Lieblingskultur wachsen: Basilikum. Die kleinen Pflänzchen sehen so schön aus und riechen schon richtig nach diesem herrlichen Gewürz.

 

 

 

 

Natürlich brauchen all unsere Pflänzchen genügend Wasser. Darum kümmert sich heute Doro, die seit März Lehrling auf unseren Hof ist und sich sichtlich an der Arbeit erfreut.

 

 

 

Oskar ist dabei den Kompost umzusetzen, denn das "Gold der Bauern" ist auch für unsere Kulturen sehr wichtig. Viele Regenwürmer hat Oskar schon entdeckt. Und als ich ihm einige für das Gewächshaus entlocken wollte, hat er mir keinen einzigen gegeben ;) Spaß muss sein und so gehe ich weiter auf den Acker, um mich dort an einem Milan zu freuen. Er kreiste über unseren Hof und ich nehme mir ein paar Minuten Zeit, um ihn vor die Linse zu bekommen.

 

 

 

 

So sieht ein Tag bei uns aus und vieles habe ich vergessen: Pauline, unsere zweite FÖJlerin, die sich um die Aufarbeitung des Zirkuswagen bemüht, Jonathan (ebenfalls neuer Lehrling im ersten Lehrjahr), der Holz für die Bäckerei ablädt und den Salat aussät, Klaudia (Lehrling im 3. Lehrjahr, vorher auf Hof Mahlitzsch), die Kartoffeln als Drahtwurmfallen im Gewächshaus in die Erde setzt, Susann, die heute im Packraum aushilft und Tim, der unsere Maschinen flott macht und natürlich Armin, der das alles koordiniert und anleitet und mich, die ich dieses Jahr wieder mehr im Gewächshaus unsere jungen Leute anleiten werde.